Saisonende für Brandis II - EHC Brandis

Saisonende für Brandis II

 

Brandis 2 im Viertelfinal ausgeschieden

Spiel 1, 13.02.2016 EHC Rheinfelden-EHC Brandis 6:4 (2:1, 3:1, 1:2) 
Am letzten Samstag stand die erste Viertelfinalpartie von der zweiten Mannschaft beim souveränen Gruppensieger und Gesamttabellenzweiten Rheinfelden an. Auf dem Papier war der EHC Rheinfelden, welcher sich auf diese Saison mit zahlreichen 1.Liga-Akteuren vom EHC Basel verstärkt hat, der klare Favorit. So hat Rheinfelden auch die beiden Qualifikationspartien mit 6:0 und 4:3 für sich entschieden. Brandis wusste aber, dass sie keinesfalls chancenlos sind und mit einer guten Leistung über 60 Minuten auch diesen Gegner bezwingen kann
Es gab kein Abtasten und beide Teams versuchten von Anfang an offensive Akzente zu setzen. In der 6. Minute wurde Marvin Frunz alleine vor dem Tor vergessen und er konnte ohne Problem zum 1:0 einschieben. Danach folgten viele Strafen auf beiden Seiten welche jedoch keine der beiden Mannschaften ausnutzen konnte. 3 Sekunden vor Drittelsende dann folgende Szene: Alexander Lüdi befand sich bereits auf der Strafbank und Patrick Äbischer musste für ein Beinstellen ebenfalls noch die Kühlbox aufsuchen. Dabei sei zu vermerken, dass der eigentlich geniale Hockeyspieler Thomas Keller vom EHC Rheinfelden sich zum wiederholten Mal etwas gar einfach fallen liess, jedoch die Schiedsrichter immer wieder darauf hereinfielen. Rheinfelden gewann das Bully und konnte noch schiessen. Die Scheibe lag vor Torhüter Kiener und ganz klar nach Beginn vom Ertönen der Pausensirene konnte Thomas Keller den Puck über die Linie befördern. Zum Erstaunen wohl sämtlicher Anwesenden auf der Eisbahn gab Schiedsrichter Simon Schober den Treffer sofort, ohne Rücksprache mit seinem Partner zu nehmen. Zudem haben auch noch die Zeitnehmer tatkräftig mitgeholfen in dem die Uhr deutlich zu spät in Gang gesetzt wurde. Auch dies wurde jedoch von den beiden unparteiischen nicht bemerkt und somit musste Brandis diesen irregulären Treffer wohl oder übel hinnehmen. 
Obwohl man versuchte dieses Tor wegzustecken, war ein gewisser Frust und eine damit zusammenhängende Verunsicherung von Brandis nicht zu übersehen. Brandis hatte im zweiten Drittel dann auch mehr Mühe die immer wieder mit grossem Tempo anstürmenden Rheinfelder zu neutralisieren. Brandis Coach Chris Rohrer versuchte Rheinfelden den Rhythmus mit einem Time Out zu brechen, was jedoch nicht wirklich gelang. So konnte Raffael Stäubli bei Spielhälfte auf 3:1 erhöhen und nur 6 Minuten später schoss Remo Müller im Powerplay bereits das 4:1 für die Einheimischen. Danach erwachte Brandis wieder und konnte 11 Sekunden später durch Lars Brügger prompt wieder verkürzen. Leider erhielt man knapp eine Minute später wiederum ein ärgerliches Tor zum Pausenstand von 5:2
Brandis hatte keineswegs aufgegeben und man glaubte nach wie vor an die Wende. Im letzten Drittel dominierte man den Gegner dann auch weitgehend und in der 49. Minute konnte Sven Knothe in Überzahl das verdiente 5:3 erzielen. Nach einer Torhüterbehinderung von Ken Steiner hatte Brandis dann gleich wieder die Möglichkeit mit einem Mann mehr zu agieren und Aleander Lüdi lenkte einen Schuss von Patrick Äbischer unhaltbar zum Anschlusstreffer ab. Rheinfelden wankte nun gewaltig und Brandis drückte auf den Ausgleich. Leider wurde die Schlussoffensive durch eine Strafe gegen Christian Tschabold gebremst. Der EHC Rheinfelden, bekannt für sein starkes Powerplay, liess sich nicht zweimal bitten und nutze 5 Minuten vor Schluss die Chance zum 6:4. Brandis versuchte es in der Folge noch ohne Torhüter, musste die Aktion nach einer weiteren Strafe gegen Patrick Äbischer jedoch abbrechen. Somit brachte der EHC Rheinfelden den Sieg ins Trockene. Eine sehr ärgerliche Niederlage, war Brandis doch im ersten und vor allem im letzten Drittel bei fünf gegen fünf Feldspieler die bessere Mannschaft. Der EHC Rheinfelden war jedoch etwas cleverer und effizienter
 
Spiel 2, 16.02.2016 EHC Brandis-EHC Rheinfelden 3:4 (0:1, 2:2, 1:1) 
Nach der knappen und etwas unglücklichen Niederlage in Spiel 1 wollte man zu Hause das vorzeitige Saisonende um jeden Preis verhindern. Bis in die Haarspitzen motiviert startete Brandis gut ins Spiel und erarbeitete sich die besseren Chancen. Etwas entgegen dem Spielverlauf konnte jedoch Rheinfelden nach gut acht Minuten durch Raffael Stäubli in Führung gehen. Brandis blieb die bessere Mannschaft, konnte jedoch keinen Torerfolg verbuchen. Einzig im Powerplay wurde auch Rheinfelden zwischendurch richtig gefährlich. 
Zu Beginn des Mittelabschnittes musste Brandis zuerst in einfacher und dann auch noch in doppelter Unterzahl agieren. Mit vereinten Kräften und etwas Glück konnte man einen weiteren Gegentreffer jedoch verhindern. In der 26. Minute wurde dann nach einem unglücklichen Wechsel Thomas Keller hoch auf der blauen Linie stehend vergessen. Er zog alleine auf Torhüter Kiener los und liess ihm keine Abwehrchance. Dies war natürlich ein herber Schlag für Brandis doch das Wort aufgeben existierte in dieser Serie nie und der weitere Glaube an eine Wende führte in der 29. Minute zum Anschlusstreffer als Roman Linder einen Schuss von Benjamin Kobel ablenkte. In der 33. Minute lief Simon Schöni mit sehr viel Tempo über die linke Seite an, konnte alleine von der Seite auf das Tor ziehen und düpierte auch noch Torhüter Kiener. Kurz vor der zweiten Pause konnte Brandis noch einmal in Überzahl spielen, Patrick Äbischer schlich sich von der blauen Linie in Richtung Tor und wurde von Lars Brügger herrlich bedient, dies war der erneute Anschlusstreffer 
Nach wie vor war Alles möglich und man wollte unbedingt das Entscheidungsspiel am nächsten Samstag erzwingen. Der für dieses Spiel von der dritten Mannschaft zugestossene Timon Friedli stellte in der 43. Minute den vielumjubelten Ausgleich her. Wieso oft in dieser Serie hatte man aber kurz nach einem Anschluss- oder Ausgleichstreffer wieder etwas den Faden verloren und liess den Gästen viel zu viel Freiraum. Nach einer längeren Druckphase sah Keller den freistehenden Ken Steiner welcher mit einem platzierten Handgelenkschuss in den Winkel das 4:3 schoss. Es blieben noch gut 15 Mintuen für Brandis das Score erneut auszugleichen, Chancen waren genügend vorhanden. Patrick Äbischer traf mit einem harten Slapshot aus der Distanz nur die Latte. Am Schluss versuchte es Brandis erneut ohne Torhüter doch die Rheinfelder standen zu gut und konnten den Sieg somit nach Hause bringen. Gerne darf auch einmal die sehr gute Schiedsrichterleistung in dieser zweiten Partie hervorgehoben werden. 
Der EHC Brandis hat einem sehr starken EHC Rheinfelden alles abverlangt, schlussendlich war Rheinfelden in den entscheidenden Situationen einfach etwas cleverer. Man kann davon ausgehen, dass der Titel dieses Jahr über diese Mannschaft führen wird
Die zweite Mannschaft möchte sich bei allen, welche die Mannschaft in irgendeiner Form unterstützt haben ganz herzlich bedanken. Wir freuen uns bereits auf die nächste Saison wo wir gestärkt zurückkehren werden.