Matchbericht Cup Achtelfinal EHC Brandis vs EHC Längenbühl

 

 

Matchbericht Cup Achtelfinal

EHC Brandis vs EHC Längenbühl 5:3 (1:2; 2:0; 2:0)

Im Achtelfinale des Kantonalcups traf der EHC Brandis am Dienstagabend in Hasle auf den EHC Längenbühl. Der Kontrahent aus dem Berner Oberland hat in dieser Saison noch kein Spiel verloren und ist in seiner 3. Liga Gruppe mit 11 Punkten Vorsprung unangefochtener Leader. Man war also gewarnt, man wusste dass es schwer werden würde und es war klar, das man diesen Gegner nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in die Knie zwingen kann. Zu Beginn des Spiels zeigte der EHC Längenbühl seine Klasse, läuferisch sehr stark und mit einem guten Sinn für den Mitspieler kombinierte sich der Gegner durch die Reihen des EHC Brandis. Und so dauerte es nur 3 Minuten bis der Favorit in Führung gehen konnte. Von diesem frühen Gegentreffer gelähmt gelang dem Heimteam in der Startphase nicht viel und so musste man 2 Minuten später bereits das 0:2 hinnehmen, eine durchaus ungewohnte Situation lag man diese Saison doch noch nie mit 2 Toren in Rückstand. Doch nach diesem Tor legte man den Respekt ab, man konnte Offensiv Chancen kreieren und war dem Anschlusstreffer mehrmals nahe. Und so kam es alles andere als gelegen, dass man nach einer streng gepfiffenen Strafe in
Unterzahl spielen musste und dort das 0:3 kassierte. Brandis steckte den Kopf aber nicht in den Sand sondern knüpfte dort an wo man vor dem Boxplay aufgehört hatte. So war es ein wunderschöner Sololauf von #81 Baumgartner der mit dem 1:3 Anschlusstreffer die Hoffnung wieder zurückbrachte. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten Brandis suchte den zweiten Treffer scheiterte aber mal für mal am stark Spielenden Torhüter und so ging es mit 1:3 in die Pause. Dort fand Coach Chris einmal mehr die richtigen Worte um das Team zu motivieren und die Angst vor dem Favoriten zu lindern, Zitat: „Auch die kochen nur mit Wasser Boys“. Und so spielte man nach der Pause, hinten wurde konsequent aufgeräumt und vorne konnte man etwas kreieren und dies zwang die Berner Oberländer dazu Strafen zu nehmen. Bei Spielmitte konnte man gleich 90 Sekunden in doppelter Überzahl spielen und nutzte dies konsequent aus. Zuerst war #87 Friedli bei 5 gegen 3 erfolgreich und gleich im Anschluss lenkte
#69 Wüthrich eine clever gespielte Vorlage von #85 Rickli zum Ausgleich ins Tor. Der Fehlstart wurde korrigiert und man hatte das Momentum auf seiner Seite. Längenbühl war nicht ungefährlich geworden, hatte Chancen doch scheiterte immer wieder am überragenden #1 Pfister im Tor des EHCB. Nachdem Brandis eine weitere doppelte Überzahl nicht nutzen konnte war das zweite Drittel beendet. In der Kabine warnte der Coach vor der Reaktion auf diesen Ausgleich, das Längenbühl jetzt noch einmal kommen werde und dieses Spiel gewinnen wolle, doch das wollte man selber auch. Und so war man bereit auf ein würdiges Schlussdrittel in dieser hochbrisanten Affiche. Wie erwartet erhöhte der Gegner noch einmal den Druck und versuchte die Vorentscheidung zu erzielen, doch wurden die Versuche immer wieder von den kampfstarken Brandisern zunichte gemacht. Im Gegenzug probierte auch Brandis das Spiel zu entscheiden und es war, wie schon so oft in dieser Saison, #81 Baumgartner der vor dem Tor nicht
locker liess und den EHC Brandis mit 4:3 in Front schoss. Vom Gegentreffer¨sichtlich geschockt brachten die Gäste nicht mehr viel zusammen, dies wurde ausgenutzt und so erhöhte #81 Baumgartner mit seinem dritten Treffer auf 5:3. Nach diesem Tor sah sich der Coach des EHCL gezwungen sein Timeout zu nehmen und versuchte seine Jungs wachzurütteln. Auf der anderen Seite der Bank kochte die Stimmung, der Sieg war greifbar nahe und jeder einzelne wollte ihn unbedingt verteidigen. Man hatte den Gegner in Zugzwang gebracht und konnte sich nun aufs verteidigen des Vorsprungs konzentrieren. Und man fightete die Berner Oberländer nieder, das Backchecking wurde von jedem vorbildlich und erfolgreich durchgeführt und man kämpfte um jede einzelne Scheibe. Die Uhr lief für das Heimteam und 2 Minuten vor Schluss ersetzte Längenbühl den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler, versuchte sich noch einmal aufzubäumen doch die Zeit lief Ihnen davon. Und so ging das Spiel unter tosendem Jubel mit 5:3 zu Ende. Man hatte es geschafft, der Favorit wurde mit einer kämpferisch exzellenten Leistung bezwungen. Von der Disziplin über den Willen bis hin zum Kampf, alles stimmte und so zog man absolut verdient in die Viertelfinals ein. Es war ein würdiger Abschluss der ersten Saisonhälfte, in 14 Spielen resultierten 14 Siege und die zu Beginn hoch gesteckten Ziele (Cupsieg und Aufstieg) sind immer noch absolut machbar. (TN)