Uni Bern-Brandis III 3:4

EHC Uni Bern vs EHC Brandis 3:4 (1:2/2:1/0:1)

Das Wetter im Berner Weyerli spielte vorzüglich mit und so konnte dieses wichtige Spiel unter optimalen Bedingungen über die Bühne gehen. Beide Teams traten mit rund 15 Spielern an, was eine hohe Intensität versprach. Um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren und sich gleichzeitig von den Schlussrängen absetzen zu können mussten die Emmentaler dieses Spiel unbedingt gewinnen. Entsprechend engagiert starteten die Gäste ins Spiel und gingen bereits nach 26 Sekunden durch Captain #81 Laternser in Führung. In einem „mühsamen“ ersten Drittel vermochte keine Mannschaft das Spielgeschehen an sich zu reissen. Es brauchte eine erste Überzahlgelegenheit um die Führung auf 0:2 ausbauen zu können, Verteidiger #23 Wüthrich hatte getroffen. Die zweite Strafe gegen das Heimteam verlief nicht nach Wunsch, den bisher offensiv nicht gross in Erscheinung getretenen Stadtbernern gelang sogar der Anschlusstreffer.
Den Start ins Mitteldrittel verschlief Brandis komplett, dem Gegner wurde viel zu viel Platz gelassen und so konnte er sich im Angriffsdrittel festsetzen. Nach zwei Minuten wurde dies bestraft, die Führung aus der Hand gegeben und das Spiel beim Stand von 2:2 wieder offen. Auch nach diesem Gegentreffer fand Brandis nicht ins Spiel zurück und Coach K. Rickli sah sich gezwungen sein Team mittels Timeout zu wecken. Gerade als man den Tritt ein wenig gefunden zu haben schien kam der dritte Gegentreffer und Uni Bern hatte das Spiel komplett gedreht. Spätenstens jetzt war man auch bei den Gästen wieder Hellwach und als #23 Wüthrich nur eine Minute später alleine aufs Tor ziehen konnte, schloss er kaltblütig ab und erzielte seinen zweiten Treffer des Abends. Mit 3:3 gings ins letzte Drittel, doch zufrieden war mit dem gezeigten keiner. Entsprechend laut wurde es in der Kabine und sogar Hanspeter Latour hätte nach der Pausenansprache von Coach Rickli zweimal leer geschluckt. Der Appell an den Stolz hatte seine Wirkung nicht verfehlt und das Engagement nahm erheblich zu, sodass man sich Chancen erarbeiten konnte. Nach dem letzten Seitenwechsel im dritten Drittel (da Ausseneisfeld) konnte #7 Niederhauser die Unsicherheit nach einem Weitschuss nutzen und die Scheibe über die Linie drücken, womit die Gäste wieder vorne lagen. Es sollte der letzte Turnaround des Spiels bleiben, Brandis brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und holte sich drei enorm wichtige Punkte. Der Vorsprung auf den 5. Platz beträgt nun komfortable fünf Punkte und der Anschluss an die Spitzenplätze ist gewahrt. Man kann nicht stolz sein auf die gezeigte Leistung und doch kann man auch aus solchen Spielen etwas mitnehmen. Das Penaltykilling klappte hervorragend (100% Quote), #1 Pfister konnte sich mehrmals spektakulär auszeichnen, man konnte zum Schluss den Vorsprung verteidigen und als es darauf ankam spielte man auch mit der nötigen Leidenschaft und Herzblut. Darauf gilt es aufzubauen, die nächste Gelegenheit dafür bietet sich beim Cupspeil am Mittwoch gegen den EHC Lausen in Sissach. Dann klappt es hoffentlich auch ohne Messer am Hals./TN