Vorschau Brandis - Argovia Stars

Daehler Florian vk

Mit den Argovia Stars gastiert auch ein Hauch Jim Koleff im Brünnli

Von Päscu Müller

Mit den Argovia Stars gastiert ein illustrer Klub im Brünnli. Jim Koleff beispielsweise lief unter anderem für die Aarauer auf. Aber Achtung: Auch im aktuellen Kader befinden sich Topscorer. Brandis dürfte gewarnt sein und kennt NLB-Luft aus dem Cupspiel und den Routinier Florian Dähler.

Als Erstes bei den aktuellen Argovia Stars wäre sicherlich Pascal Wittwer zu erwähnen. Er holte in der letzten Saison in 30 Spielen sagenhafte 56 Punkte (26 Tore, 30 Assists). Auch in der Saison 2014/15 war der aus der Region Wettingen stammende Stürmer mit einem Schnitt von 1.75 Punkten pro Spiel äusserst erfolgreich. Wittwer spielte 10 Saisons in der NLB (Ajoie, La Chaux-de-Fonds, Basel). Mit Cyrille Scherwey konnten die Argovia Stars auf diese Saison hin, einen weiteren Routinier verpflichten. Scherwey spielte 2015/16 für den EHC Olten in der NLB. Die Aarauer schicken ein eher junges Team – gespickt mit viel Routine – in die Meisterschaft 2016/17. In den letzten beiden Spielzeiten war für das Team aus der Stadt Aarau jeweils nach dem Viertelfinal Schluss. Gelingt es Brandis diese NLB-Routiniers in den Griff zu bekommen, müsste ein Sieg eigentlich Pflicht sein.

Auch Brandis mit NLB-Routiner – Zum Beispiel Florian Dähler

Nicht nur bei den Argovia Stars, sondern auch beim EHC Brandis findet sich NLB-Routine. Erstens durfte das ganze Team im Cupspiel gegen den SC Langenthal NLB-Luft schnuppern, schlug sich vor allem im ersten Drittel wacker und Zweitens wurde mit Florian Dähler für diese Saison eben auch ein NLB-Spieler verpflichtet. Der 30-jährige Dähler blickt auf 7 Saison mit Red Ice Martigny zurück und absolvierte für die Walliser 285 Spiele. „Die Erfahrung hilft mir sicherlich. Einerseits weiss ich, wie und wo ich mich auf dem Eisfeld bewegen muss um gefährliche Situationen zu kreieren oder sie natürlich auch zu entschärfen.“ Aber auch neben dem Eis sei es wichtig, seine Erfahrung den Mitspielern weiter zu geben, erklärt der erfahrene Brandis-Stürmer. Die Hauptunterschiede zur NLB sieht Dähler in „Tempo und Passqualität, die sind sicherlich höher in der NLB. Der grösste Unterschied finde ich jedoch, ist im taktischen Bereich“. - „In der NLB verbringt man doch auch viel Zeit mit Video-Analysen“, erklärt Dähler weiter. Neben dem erwähnten Florian Dähler haben auch Sven Nägeli, David Malicek, Janick Holzer, Patrick Meyer und Adrian Steiner NLB-Erfahrung. Welche NLB-Routine – die von Argovia oder die vom EHC Brandis – oder ob gar andere Trümpfe stechen werden, wird das Spiel vom Mittwoch 5. Oktober zeigen.

Ein Hauch Jim Koleff

Jimmy Koleff machte in der Schweiz zuerst als Torjäger bei Lugano, Olten, Basel, Aarau, Genf und Bülach Karriere, bevor er sich mit Leidenschaft dem Job des Trainers widmete. Beim EV Zug war er in den 90er-Jahren massgeblich am Aufbau der späteren Meistermannschaft von 1998 beteiligt, mit dem HC Lugano schaffte er 1999 als Trainer und Manager in Personalunion den Titel. Auch beim damaligen SC Langnau amtete er als Headcoach und Sportchef von 2003-2005. Der charismatische Koleff verstarb am 2. November 2008 nach 16-jähriger Krankheit und unzähligen Chemo-Therapien an Krebs. Sein Bezug zu den Argovia Stars: Er startete in der Spielzeit 1985/86 seine Karriere als Spielertrainer in der Schweiz bei Aarau. Noch heute ziert er mit 62 erzielten Toren die Bestenliste bei den heutigen Argovia Stars. Der heute aktive Pascal Wittwer ist ihm mit 51 Toren und Platz 4 in dieser Rangliste aber dicht auf den Fersen.

(pmu)