Vorschau Brandis - Lyss

Bieri Daniel vk

Vorschau folgt am Dienstag 18.10.2016
Vom Eis hinter das Eis an die Bande: Assistent Daniel Bieri bereut keine Sekunde seines Entscheides

Von Päscu Müller

Noch letzte Saison stand Daniel Bieri als Kapitän beim EHC Brandis auf dem Eis. Ab dieser Saison steht er hinter der Bande und bereut seinen Entscheid keine Sekunde: „Ich habe den richtigen Zeitpunkt erwischt und darf jetzt Assistent auf hohem Niveau sein.“

Neo-Assistenz-Coach Daniel Bieri blickt auf eine lange Karriere als Spieler zurück. Er spielte unter anderem 2 Saisons beim SC Langnau, bevor er für 3 Jahre bei Lausanne HC anheuerte. Mit den Waadtländern stieg er gar in die NLA auf. Er absolvierte 114 Partien in der NLA. Nach Abstechern zu Olten (2 Saisons) und Sierre-Anniviers (2 Saisons) verbrachte er seine letzte Profi-Saison wieder bei Lausanne, die wieder in der NLB spielten. In der NLA/NLB brachte es der Escholzmatter auf 233 Spiele. Nur unwesentlich weniger spielte er auf Top-Niveau in der 1. Liga (Total 222 Spiele ab Saison 2007). Der EHC Brandis konnte in 130 Spielen von seinen Erfahrungen auf dem Eis profitieren. Fünf Saisons ging er für die Emmentaler auf Punkte-Jagd. Seit der neuen Saison jagt Daniel Bieri zwar immer noch Punkte, nur jagt er diese jetzt nicht mehr klassisch auf dem Eis, sondern neben dem Eis an der Bande.

„Bereue meinen Entscheid keine Sekunde“

Auf die Frage, ob er am Eishockeyspielen auf dem Eis irgend etwas vermisse, zögert Daniel Bieri keine Sekunde: „ Ich hatte nicht einmal das Gefühl in eine Eishockey-Ausrüstung steigen zu müssen – ich vermisse es nicht auf dem Eis zu sein“, sind deutliche Worte, die der ehemalige Stürmer ausspricht. „Klar das Gefühl ist neu, aber für diese neue Aufgabe ist meine Motivation voll da“. Sein Kopf scheint voller Ideen zu sein. „Ich sehe so viele Sachen während eines Trainings oder eines Matches, die ich helfen will zu verbessern, dass ich mehr als genug beschäftigt und abgelenkt bin“. Seinen Entscheid als Aktiver mit Eishockeyspielen aufzuhören, bereut er nicht. „Es war mein Entscheid damit aufzuhören und habe so den richtigen Zeitpunkt erwischt.“ - „ Ich darf jetzt auf einem hohen Niveau Assistenz-Trainer sein und das in einem coolen Trainer-Team“, fügt er weiter an. „Dies füllt mich zu 100% aus“. Ein Kribbeln in den Händen oder Füssen verspüre er nicht. „Wenn ich ein Kribbeln verspüre, dann in den Händen um mir Notizen zu machen.“

Die Aufgabenteilung im Coaching-Team ist klar definiert

Notizen macht sich Daniel Bieri für später. Sei es aus Fehlern, die bei einem Gegner gemacht wurden oder für Besprechungen danach. „Damit weiss ich genau, das haben wir gut gemacht oder eben verbockt“, wird er genauer. Doch viele Entscheide zu Korrekturen laufen bei ihm im Kopf ab. Die Aufgabenteilung im Coaching-Team ist klar definiert. „Bützu (Cheftrainer Andreas Beutler) ist für das gesamte Coaching und die Stürmer zuständig und Bärnu (Assistenz-Trainer Bernhard Ryser) kümmert sich um die Verteidiger. Meine Aufgabe ist es einzelne Spieler zu korrigieren, sie moralisch wieder hoch zu holen, wenn sie am Boden sind oder natürlich auch diejenige runter zu holen, die weiter fliegen als sie sollten“, meint Neo-Assistenz-Trainer Daniel Bieri mit einem Lächeln. Wie stark Bieri beim heutigen Spiel gegen den SC Lyss eingreifen muss, wird sich weisen. Je weniger seine Korrekturen sein werden, desto besser setzen die Spieler die Vorgaben des Trainer-Teams wohl um.

(pmu)