Vorschau Brandis- Basel

Gurtner Michael vk

Vorschau folgt am Mittwoch 26.10.2016 Eishockey und Basel: „Es ist kompliziert“

Von Päscu Müller

Basel und Spitzen-Eishockey wurde nie wirklich eine enge Liebe. Umbenennungen der Teams, Verschwinden, Wiederauferstehung und der Konkurs der Basel Sharks 2012 prägen die Geschichte. Einer der das Eishockey in Basel kennt, ist Michael Gurtner. Er versucht Licht ins Dunkle zu bringen.

Die Geschichte rund ums Eishockey in Basel, ist in der Tat kompliziert. Rein von der Namensgebung her existieren da einige Varianten. Von EHC Basel-Kleinhüningen über EHC Basel Dragons bis zu den wohl bekanntesten EHC Basel Sharks sind einige Variationen vorhanden. Der heutige Gast heisst EHC Basel-Kleinhüningen und existiert seit 1947 bis 1950 in der NLB, verschwindet dann aber in den Chroniken. Erst im Jahr 2000 taucht der EHC Basel-Kleinhüningen in der 3. Liga wieder auf. Seit 2010 sind sie fester Bestandteil in der 1. Liga. Zwischen 2012 und 2014 agierte der 1. Ligist als Farmteam des NLB-Klubs EHC Basel Sharks. Bekanntlich gingen den Sharks 2014 die Lichter aus – sprich der Konkurs wurde Knall auf Fall ausgesprochen und vollzogen. Einer der diese Geschichte am Rande kennt, ist Michael Gurtner. Er war in der Saison 2013/14 bei Basel unter Vertrag.

Perspektive Farmteam eines NLB-Klubs

Nach seiner Zeit bei den Elite-A-Junioren der SCL Young Tigers bis 2013, suchte Michael Gurtner eine Herausforderung: „Mein Traum war es in der Nationalliga zu spielen.“ Mit dem EHC Basel-Kleinhüningen, der damals als Farmteam des NLB-Klubs EHC Basel Sharks eng verbunden war, schien sich eine Perspektive zu ergeben. „Abgemacht waren auch gemeinsame Trainings, also in der 1. Liga und in der NLB“, meint Gurtner. „Deshalb fiel meine Wahl auch auf Basel“. „Ich hätte mich Schritt für Schritt herantasten können, um eventuell in der NLB Fuss fassen zu können“, ergänzt er. Daraus geworden ist nichts. Der Klub EHC Basel Sharks musste im Sommer 2014 Konkurs anmelden und wurde daraufhin aufgelöst, beziehungsweise wieder in den Klub EHC Basel-Kleinhüningen integriert. Von diesen Wirren in diesem Sommer hat Gurtner nichts mitbekommen. „Mein Kontakt ins Team der NLB war gut, die Jungs wussten von nichts“. „Verträge waren unterschrieben, die Jungs befanden sich sogar im Sommer-Training und von einem Tag auf den Anderen hiess es zusammenpacken, hier ist Schluss“, versucht er die Situation zu erklären. Auch für Gurtner bedeutete dies Schluss. Er wollte zurück ins Emmental.

Mit Teamkollege am Gegner beobachten

Seine erste Wahl fiel da auf den EHC Brandis. Mittlerweile geht der in Emmenmatt wohnhafte Stürmer, für die Hasle-Truppe in seine dritte Saison. Vom damaligen Team aus Basel kennt er kaum noch jemanden: „Die hatten sehr viele Wechsel“. Nichts desto Trotz haben er und Teamkollege Sandro Hain (im Moment leider verletzt, er brach sich nach einem Check in Thun das Schlüsselbein) sich mit dem EHC Basel-Kleinhüningen beschäftigt. Zusammen spionierten sie beim Spiel Burgorf – Basel (Brandis war spielfrei) den heutigen Gegner aus. „Offensiv sind die stark, da müssen wir vor allem hinten ganz gut aufpassen“, sagt Stürmer Gurtner. „Die hatten ganz gute Aktionen“. Anfälligkeiten sahen Hain und er in der Defensive: „Wenn wir vorne Dampf machen, sind die zu packen“. Wie viel Dampf Gurtner und seine Teamkollegen entwickeln können, wird sich im Spiel von heute weisen. Zu hoffen ist natürlich möglichst viel Dampf.
(pmu)