CUP - Qualifiktion

Steiner 1

Wieder ein Spektakel wie vor einer Woche in der Meisterschaft?

Von Päscu Müller

Nach dem Spektakel-Spiel vom letzten Mittwoch, messen sich Brandis und Basel binnen einer Woche erneut. Brandis gewann dieses Spiel in der Meisterschaft, musste die Basler aber dreimal wieder herankommen lassen. Für die Zuschauer war es durchaus eine spannende Partie.

Es war ein verrücktes Spiel am letzten Mittwoch zwischen diesen beiden Teams. Bereits nach 2:22 lagen die Emmentaler mit 2:0 vorne. Noch vor Ablauf der vollen Minuten gelingt aber Basel-Kleinhüningen der Anschlusstreffer zum 2:1. Dies war für Brandis die erste Warnung. Nur 27 Sekunden waren im 2. Drittel gespielt, da erhöht der EHC Brandis auf 3:1 und bis zur 26. Minute gar auf 4:1. Ein sicherer Vorsprung sollte man meinen. Dem war bei weitem nicht so. Mit einem Doppelschlag in den letzten 2 Minuten des Mitteldrittels kämpften sich die Basler mit 4:3 wieder ins Spiel. Die 2. Warnung war also gesetzt.

Im letzten Abschnitt nach einem wuchtigen Schuss, die erneute 2-Tore-Führung und wohl ein Gefühl „jetzt klappt's bestimmt“. Es war die zweite Fehleinschätzung an diesem Abend. Denn nur 25 Sekunden später, war dieser Vorsprung wieder Makulatur, sprich Basel ist mit dem 5:4 zum dritten Mal in dieser Partie wieder im Spiel.

Diesmal braucht es 60 konsequente Minuten

Trotz enormem Druck seitens des EHC Basel-Kleinhüningen blieben die Punkte im Emmental. Warnung genug sollte dieses Spiel alle mal gewesen sein. Will der EHC Brandis die wichtige Hürde in der 1. Vorrunde für den Cup 2017 überstehen, dürfen heute gegen den gleichen Gegner keine Geschenke verteilt werden.

„Wir müssen uns bewusst sein, was es braucht und zwar gegen jeden Gegner. Offenbar sind wir nicht in der Lage 60 Minuten unser Spiel durchzuziehen“, gab Marco Blaser am letzten Mittwoch zu Protokoll. Meist hatte Brandis in jedem Spiel seine inkonsequente Phase, meist anfangs des Spiels oder gegen Ende der Partie nach einer klaren Führung. „Ja kann sein, dass wir teilweise das Spiel auf die leichte Schulter nehmen wenn wir mit 2-3 Toren führen, es darf aber nicht sein, dass wir da im Kopf nicht mehr bereit sind“, analysiert Blaser.

Diese Cup-Partie wird sicherlich auch eine Kopfsache werden. Basel nach dem Motto „Rache ist süss“ und Brandis mit „jetzt ziehen wir 60 Minuten konsequent durch“? Wer die spielerischen Details besser macht und die mentale Angelegenheit besser in den Griff bekommt, der wird eine Runde weiter kommen. Wer dann als 1. Ligist auch diese weitere Hürde meistert, dem winkt ein Traumlos aus der NLA.

„Unser Dilemma ist, dass wir bis jetzt kaum ein Spiel 60 Minuten durchgezogen haben, genau daran müssen wir arbeiten“, sagte Marco Blaser.
Grund genug für den EHC Brandis dieses Ziel auch 60 Minuten zu verfolgen. Gibt's dazu noch ein gewisses Spektakel ohne die Linie zu verlassen, hat bestimmt niemand etwas dagegen.  (pmu)