Vorschau Brandis-Bellinzona

Naegeli Sven vk

Vorschau folgt am 17.12.2016 „Mit Feuer, Leidenschaft und als Linie zu fünft agieren“

Von Päscu Müller

Mit der GDT Bellinzona gastiert ein Klub im Brünnli, der ebenfalls an der Swiss-Regio-League teilnehmen möchte. In den bisherigen Spielen siegte Brandis zu Hause deutlich, im Tessin erst nach Verlängerung. Unterschätzen darf Brandis den Gegner keines Falls, zumal die Tessiner mit Luca Balerna einen Topscorer in ihren Reihen wissen.

Die Nordtessiner gastierten bereits zur Saisoneröffnung am 17. September im Brünnli. Damals setzte sich der EHC Brandis nach 1:3-Rückstand, schliesslich deutlich und souverän mit 6:3 durch. Etwas harziger verlief die Partie im Tessin. Auch da lagen die Emmentaler nach 20 Minuten mit 0:3 zurück, ehe Sven Nägeli mit dem 4:4 sein Team in die Verlängerung schoss. Dort erzielte Matthias Seematter den Game-Winner erst in der letzten Minute. Bellinzona findet sich in der Zentralgruppe immer besser zurecht. Sie zu unterschätzen wäre keine Tugend, zumal sie mit Luca Balerna einen Topscorer in ihren Reihen wissen. Der 30-jährige Stürmer erzielte in 20 Spielen respektable 32 Punkte. Doch Brandis legt den Fokus nicht alleine auf Balerna. Wichtiger werden die eigenen Tugenden sein. Wird mit Feuer und Leidenschaft gespielt, dürften es die Tessiner eher schwer haben. Dies sieht auch Sven Nägeli so.

„Zusammen als Team“

Dabei spielt es für Sven Nägeli keine Rolle, wer der Gegner ist: „Wir müssen unser Spiel spielen, wenn wir das spielen, was wir können, dann spielt es keine Rolle, wie der Gegner heisst“. Der erfolgreiche Stürmer von Brandis – im Durchschnitt 0.94 Punkte pro Spiel – weiss wie der Gegner zu knacken ist: „Defensiv sauber arbeiten, über die Mittelzone einfach spielen und ein Vor-Checking betreiben“; analysiert er. Etwas Wichtiges schiebt er gleich nach: „Wenn wir die Scheibe laufen lassen, sich alle fünf am Spiel beteiligen und nicht nur der, der an der Scheibe ist, dann können wir auch gegen Bellinzona ein gutes Spiel zeigen“, ist er überzeugt. „Wir müssen zusammen als Team agieren“. Wenn nun mit dieser Taktik auch noch die Tugenden Leidenschaft und Feuer in die Waagschale geworfen werden, müssten die Tessiner bezwungen werden können. Kann der EHC Brandis nämlich genau das umsetzen, sind sie jeweils schwer zu schlagen. Im Spiel vom Mittwoch in Adelboden, hat das beim deutlichen 7:2-Sieg recht gut geklappt.

Teamleistung vs. Einzelspieler

Der Schlüssel zum Erfolg wird in der Tat auch im Spiel gegen die Tessiner in der Teamleistung liegen. Ohne dabei die GDT Bellinzona als Team zu schmälern oder zu unterschätzen, gilt es eben dennoch den Einzelspieler Luca Balerna zu beachten. Der Stürmer entstammt den Junioren des HC Lugano und spielte in der Saison 2007/08 gar 38 Spiele beim damaligen SC Langnau in der NLA. Heuer traf Balerna in 20 Spielen bereits 21 Mal ins Netz und lieferte noch elf Pässe für ein Tor dazu. „Klar ganz aus den Augen lassen dürfen wir ihn bestimmt nicht, wir wissen ja was er kann“, zollt Nägeli seinem Kontrahenten Respekt. „Bestimmt werden wir nicht zu fünft auf einen einzelnen Spieler losfahren, die haben noch vier Andere auf dem Eis, die Hockeyspielen können“, ergänzt er. „Wir wissen, dass viel über ihn läuft, wenn wir aber zu fünft unser Spiel beachten, wird es ein einzelner Spieler schwer haben“. (pmu)