Vorschau Brandis-Adelboden

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Vorschau folgt am 07.02.2017 Die unentbehrlichen Wichtel im Hintergrund

Von Päscu Müller

Es zählen mehrere Faktoren, damit ein Eishockey-Team erfolgreich sein kann. Viele dieser Faktoren, werden von aussen kaum wahrgenommen. Die Rolle der Materialverantwortlichen beispielsweise, ist ein solcher Faktor. Beim EHC Brandis sind dies Vreni und Christian Gerber. Sie wirken wie Wichtel im Hintergrund.

Die beiden Gerbers bezeichnen ihre Aufgabe als Materialwart oder Materialbetreuer. Dies umschreibt aber bei weitem nicht alles, was Vreni und Chrigu Gerber für das 1.Liga-Team, rund um den EHC Brandis, in Wirklichkeit leisten. Es sind vielfach die kleinen Dinge, die nur auffallen würden, wenn sie fehlen. Dass sich die Beiden mit Leib und Seele rund ums Team agieren, ist spürbar. Der gelernte Landwirt hat viel Erfahrung rund ums Eishockey. Zwischen 1997 und 2011 beispielsweise, war Chrigu Gerber Eismeister in Huttwil und Betreuer bei den Falcons. Seit 2011 gibt er sein Wissen beim EHC Brandis weiter. Seine Frau Vreni ist die zweite Saison für die 1. Mannschaft aus Hasle tätig. Dass die Beiden seit über dreissig Jahren verheiratet sind, sich somit in- und auswendig kennen, rundet ihr Profil perfekt ab. Jeder weiss genau was er zu tun und zu lassen hat. Viele Absprachen sind da nicht nötig. Die Rädchen greifen, wie in einem Uhrwerk.

„Einfach alles was es so braucht“

Professionelle Strukturen in der Garderobe

Rund drei Stunden vor einem Spiel beginnen Gerbers mit dem Laden des Materials und fahren anschliessend ins Brünnli. Wer die Beiden einmal beobachtet hat, weiss wie viele Kisten, die ein- und wieder auspacken. Vreni und Christian Gerber sind meistens die Ersten vor Ort und die letzten, die wieder nach Hause fahren. Was es dann bereitzustellen gilt, ist Einiges. Neben Getränkeflaschen, Tücher und Pucks, die auf der Spielerbank ihren Platz finden, wird auch das Speaker-Häusschen ausgerüstet. „Einfach alles was es so braucht“, erklärt Christian Gerber kurz und bündig. Vreni Gerber ist für die Leibchen zuständig. „Einlaufdress und Matchleibchen werden zusammengefaltet und mit der Rückennummer nach oben den Spielern an den Platz gelegt“, erklärt sie. Es ist nicht nur dieses Detail. Betritt man vor einem Spiel die Kabine des EHC Brandis, sticht einem unweigerlich etwas Anderes ins Auge. Da liegen aufgeschnittene Äpfel, Bananen und Orangen fein säuberlich auf einem Teller bereit. Daneben mundgerecht zerbrochene Schokolade, Kaugummi und Traubenzucker. „Alles was es halt so braucht“, erklärt Vreni Gerber lächelnd.

„Die Spieler schätzen das sehr“

An den Strukturen fehlt es nicht

Auch Nasentücher, Becher usw. sind fein säuberlich aufgestellt. „Die Spieler schätzen das sehr“, erklärt sie weiter. In diesem Zusammenhang ist es Vreni Gerber wichtig anzufügen: „Wir bekommen sehr oft ein Merci zu hören“. Die Strukturen kommen einem Nationalliga-Klub doch sehr nahe. Die Spieler und ihr Staff, können sich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren.
Während dem Spiel, haben die Beiden eher ihre ruhigere Phase. „Ausser es gibt da an einem Schlittschuh was zu schleifen oder eine Schraube am Helm von Lüku (gemeint ist der Goalie Lukas Gasser), wie letzthin in Thun, zu befestigen“, erklärt Chrigu Gerber ruhig. Auf die Frage, ob es dann Anekdoten zu erzählen gäbe, meint er: „Ach da gibt es sicher Geschichten, da könnte man sich den Ranzen voll lachen, spontan kommt mir da nichts in den Sinn“. Auch Vreni Gerber zuckt verschmitzt mit den Schultern. Ob Vreni und Christian Gerber jetzt partout nichts einfallen wollte oder die Verschwiegenheit einfach zu ihrem Job gehört, kann nicht schlüssig beantwortet werden. Die Betroffenen jedenfalls wissen einmal mehr, dass sie sich auf die Diskretion und das Vertrauen der beiden Gerbers hundertprozentig verlassen können.
(pmu)