Vorschau Brandis-Thun Spiel 1

Brandis Thun1

Vorschau folgt am 11.03.2017 Qualifikations-Sieger Brandis belohnt sich mit dem Final gegen Thun

Von Päscu Müller

Der Qualifikations-Sieger EHC Brandis, bestätigte seine Leistung während der Qualifikation, auch in den Playoffs. Im Viertelfinale wurde die GDT Bellinzona in vier Spielen eliminiert, im Halbfinale der EHC Zuchwil-Regio in ebenso vielen Spielen. Selbstverständlich ist dies keineswegs. Im Final wartet nun, wie letzte Saison, der EHC Thun.

Sowohl die Serie im Viertelfinale gegen Bellinzona, wie auch die Serie gegen Zuchwil, waren bestimmt nicht einfach. Gegen die Tessiner beispielsweise, wurde Spiel drei zu Hause im Brünnli vergeigt und die Truppe musste noch einmal die lange Reise ins Tessin unter die Räder nehmen. Gegen Zuchwil gelang bereits der Auftakt in die Serie, alles andere als wunschgemäss. Das Startspiel – ebenfalls in Hasle – ging wider erwarten diskussionslos verloren. Die Reaktionen, die das Team aber auf diese Niederlagen zeigten, war beide Male beeindruckend. In Spiel vier in Bellinzona, liess Brandis kaum mehr etwas anbrennen. Auf die Startpleite gegen Zuchwil, folgten drei Siege in Serie. Es dürfte ein Indiz sein, dass Niederlagen ein Team auch weiter bringen können. Natürlich unter der Voraussetzung, dass die richtigen Schlüsse aus eben diesen Niederlagen gezogen werden. Dies ist dem EHC Brandis eindrücklich gelungen. Im Finale wartet nun der EHC Thun. Wie in den beiden Playoff-Serien zuvor, wird dies bestimmt keine einfache Angelegenheit werden.

Das wird wohl eine enge Kiste

Dreimal haben sich die Wege der Finalisten in der Qualifikation bereits gekreuzt. Erstaunlich dabei: Jedes Mal siegte das Auswärts-Team. Je länger die Saison dauerte, desto enger fielen die Resultate aus. Putzte der EHC Brandis im Oktober die Thuner noch mit 6:1 weg, kehrten die Oberländer im November den Spiess um und siegten in Hasle mit 4:1. Die ausgeglichenste Partie lieferten sich die beiden Teams im Januar, bei eisigen minus 14 Grad, in Thun. Allein die Torfolge spricht Bände: Aus einem 0:1, 1:1, 1:2, 2:2 resultierte schliesslich ein 2:3 zu Gunsten der Emmentaler. Der Siegtreffer durch Mosimann fiel 38 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels. Auf die dritte Führung der Emmentaler, konnten die Oberländer nicht mehr reagieren. Im Durchschnitt endeten die Partien zwischen dem EHC Brandis und dem EHC Thun mit 3,3 zu 2,3. Ebenfalls ein Indiz dafür, dass dieser Playoff-Final 2017 eine enge Kiste werden könnte. Dass die Finalserie in der letzten Saison, ebenfalls erst im fünften und entscheidenden Spiel zu Ende ging, ist zwar kalter Kaffee, deutet aber ein weiteres Mal auf eine ausgeglichene Serie hin.

Leidenschaft und Wille

Nun, die Qualifikation ist Geschichte. Damit kann sich kein Team etwas kaufen, schon gar keinen Ruhm. Was zählt, ist die Gegenwart, mit einer Serie von maximal fünf Spielen. Wer dreimal gewinnt, steht als Sieger der Zentralgruppe fest und darf sich mit den Sieger aus dem Osten (Dübendorf oder Frauenfeld) und Westen (Sion-Nendaz oder Star Forward) messen. Alleine diese Tatsache, könnte Berge versetzen.
Über Sieg oder Niederlage im Playoff-Final, entscheiden Kleinigkeiten, die Tagesform und auch etwas Glück. Nur, dieses Glück kann man sich auch erarbeiten, auf seine Seite zwingen. Mit viel Einsatz und Leidenschaft, noch mehr Willen und Kampf bis zum Umfallen. Tugenden, die der EHC Brandis in der Qualifikation und zuletzt in den Playoffs mehrfach unter Beweis gestellt hat. Sechszig – wenn nötig gar achtzig – Minuten volles Rohr. Zähne zusammen beissen und kämpfen. Come on Boys, bringt das Ding nach Hause. Wir wollen euch bis am 8. April spielen sehen.
(pmu)