Vorschau Brandis-Thun Spiel 3

Brandis Thun5

Vorschau folgt am 16.03.2017 Drei Matchpucks für den Regional-Meistertitel

Von Päscu Müller

Noch ein einziger Sieg und der EHC Brandis spielt um den Amateur-Schweizer-Meister Titel. Die Emmentaler führen in der Serie gegen Thun mit 2:0. In den beiden bisherigen Spielen, erwies sich Brandis nicht als das dominantere Team, aber als das wesentlich Cleverere. Fertig ist die Serie, aber eben erst, nach drei Siegen.

Der EHC Brandis setzte sich im zweiten Spiel dieser Final-Serie – wenn auch knapp – ebenfalls durch. Damit fehlen den Emmentaler zum Gewinn der Meisterschaft in der Zentralgruppe noch ein Sieg. Ein Sieg in drei Spielen, sollte doch eigentlich machbar sein. Aber aufgepasst. Der Gegner aus Thun, lag im Halbfinale gegen Wiki-Münsingen ebenfalls mit 2:0 in der Serie vorne, mussten die Aaretaler bis auf 2:2 heranlassen, ehe sie sich in Spiel fünf in der Verlängerung für den Final qualifizierten. Für Brandis, dürfte allein diese Tatsache, Warnung genug sein, dieses Spiel drei nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Da stehen dem Team, um Headcoach Andreas Beutler, noch harte sechzig Minuten bevor. Nur der Kampf um jeden Millimeter Eis, viel Leidenschaft und auch etwas Glück, bringt eine Entscheidung. Diese Entscheidung kann heute durchaus fallen. Fällt diese Entscheidung, ist man erstens Regional-Meister und zweitens darf vom Titel als Amateur-Schweizer-Meister geträumt werden. Fällt sie nicht, dürfte das noch eine ganz enge Kiste werden.

Frühes Tor, Shorthander und ein Sololauf

Es war beeindruckend, wie beide Teams in Spiel eins, in diese Final-Serie gestiegen sind. Ohne grosse Abtastphase, wurde das Tor gesucht und im Falle des EHC Brandis, auch früh gefunden. Verteidiger Matthias Seematter traf in den Playoffs mit diesem Treffer bereits zum fünften Mal. Es war ein Treffer, der die Richtung für die Emmentaler in die richtige Bahnen lenkte. Nicht minder wichtig, war der Shorthander von Renato Schütz. Dieser dürfte den Oberländern mental etwas den Schneid abgekauft haben, obwohl sie sich bis zum Ende des Spiels nie aufgaben. Auch nachdem Sololauf von Adrian Steiner zum 3:0 nicht. Durch den Anschlusstreffer der Thuner zum 3:1, blieb die Partie bis zum Schluss spannend und offen. Playoffs eben, ein Final dazu. Es ist , wie Adrian Steiner unmittelbar nach Spiel eins richtig erkannt hatte, erst ein Sieg von dreien, die nötig sind, um die Serie zu gewinnen. Ohne Bestätigung am Dienstag auswärts in Thun, ist dieser Heimsieg nur Makulatur. Die Serie würde von Vorne beginnen, statt best-of-five, halt best-of-three.

Heimsieg vom Samstag in Thun bestätigt – Game-Winner im Powerplay

Und genau diese Bestätigung gelang dem EHC Brandis in Thun – wenn auch knapp – durchaus verdient. Es war zwar nicht mehr das intensive Spiel, wie noch am Samstag im Brünnli, aber eben clever genug. In den Playoffs spielt das Zustandekommen eines Sieges, eine eher untergeordnete Rolle. Das einzige was zählt, ist eben dieser Sieg. Auf die Thuner-Führung hatten die Emmentaler binnen fünf Minuten reagieren können. Neun Minuten vor dem Ende der Partie, klappte endlich auch das Powerplay. Es war bei der fünften Strafe gegen die Oberländer, eine flüssige und schnelle Kombination, die durch Renato Schütz zum Game-Winning-Goal führte. Die Emmentaler haben es nun in der Hand, die Serie in Spiel drei zu entscheiden und sich so ein freies Wochenende zu erspielen. Gelingt dies nicht, trabt man erstens am Samstag nochmals in Thun an und zweitens lässt man die Serie, unter Umständen nochmals anbrennen. Gerade Letzteres gilt es tunlichst zu vermeiden. (pmu)