Vorschau Brandis - Sion

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Vorschau folgt  25.03.2017 Nach dem kleinen Kübel der Grosse ?  

Von Päscu Müller

Für den EHC Brandis ist die Saison nach dem Titel in der Zentralschweizer Meisterschaft, alles andere als vorbei. Die Emmentaler haben gegen den HC Sion-Nendaz 4 Vallées und den EHC Frauenfeld, die Möglichkeit den Amateur- Schweizermeister-Titel zu holen.

Der Triumph am letzten Samstag, nach dem Gewinn der Zentralmeisterschaft und somit des kleinen Kübels, war riesig. Dieser Titel und vor allem, wie er Zustande kam, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Es ist der erste Titel in der Vereinsgeschichte überhaupt. Doch dem EHC Brandis bietet sich nun die Möglichkeit, diesem Titel noch einen drauf zu hauen. In zunächst vier Spielen gegen den HC Sion-Nendaz und den EHC Frauenfeld, geht es je einmal auswärts und zu Hause im Brünnli, für den EHC Brandis weiter. Die beiden Erstplatzierten machen danach in einer Finalissima den Amateurmeister-Titel unter sich aus. Auch dieses Unterfangen, wird nicht einfach werden. Die Emmentaler haben aber bereits in den Playoffs bewiesen, dass sie der Aufgabe „nicht einfach“ durchaus gewachsen sind. Eines ist sicher, wie das Amen in der Kirche: Der EHC Brandis wird an seine Grenzen gehen müssen, es muss alles passen, dazu darf das Quäntchen Glück auch nicht fehlen. Es wird noch einmal mindestens vier Spiele geben, wie im Finale gegen Thun. Und wer weiss, eventuell sogar ein Fünftes, dasjenige um den grossen Kübel.

„Wir wollen den grossen Kübel“

Natürlich war die Begeisterung nach dem Gewinn des kleinen Kübels, mit dem Gewinn des Titels in der Zentralschweizer-Meisterschaft, riesig. „Wir mussten für den kleinen Kübel richtig hart arbeiten, gerade im Spiel vier, haben wir Blut gekotzt, um diesen zu holen, so ist das noch viel mehr wert, als wenn du wenig dafür machen musst“, meinte Assistenz-Coach Daniel Bieri unmittelbar nach dem Spiel in Thun. Solche Spiele wird es wahrscheinlich noch einmal in dieser Meisterrunde geben. „Ich war dabei, als wir mit Brandis den ersten Playoff-Match gewonnen haben, ich durfte dabei sein, als wir die erste Playoff-Serie gewonnen haben und jetzt gewinnen wir den ersten Titel“, beschreibt Daniel Bieri den Steigerungslauf des EHC Brandis, in den letzten Jahren. Für die Emmentaler, ist es der erste Titel der Vereinsgeschichte. Geht es nach Daniel Bieri, soll es nicht der letzte Titel für den Verein gewesen sein: „Es ist der kleine Kübel, erst der kleine Kübel, wir wollen jetzt den Grossen“, beschreibt er die Ziele. Das Team des EHC Brandis will fokussiert bleiben. Die Jungs trainieren seit Montag beinahe täglich. „Wir werden bescheiden bleiben, für uns ist es noch nicht zu Ende, da habe ich keine Angst, dass die Jungs da abheben“, sagte Bieri weiter.

HC Sion-Nendaz 4 Vallées

Die erste Hürde dazu, ist der HC Sion-Nendaz 4 Vallées. Die Walliser sammelten während der Qualifikation in 32 Spielen, satte 73 Punkte. Im Viertelfinal putzten sie den HC Vallée de Joux mit 7:3, 6:3 und 6:0, regelrecht weg. Im Halbfinal hatte der HC Université Neuchâtel mit 9:6, 4:2 und 3:2 ebenfalls kaum eine Chance. Selbst im Finale gegen Star Forward, verlieren die Walliser keine einzige Partie. Die Resultate (3:1, 3:2, 8:3) waren zwar in den ersten beiden Spielen etwas knapper, aber nicht minder souverän holen sie sich den Westschweizer-Meistertitel. Zählt man die zehn Spiel ihrer Masterround dazu, ist der HC Sion-Nendaz seit 19 Spielen ungeschlagen. Alleine diese Tatsachen, dürfte den HC Sion in die Favoritenrolle drücken. Zudem ist es für die Walliser, die dritte Teilnahme an der Meisterrunde in Folge. Ein Sieg des EHC Brandis, wäre bereits ein Husaren-Stück. Bei einer Niederlage der Traum vom Titel aber noch längst nicht ausgeträumt. In der Vorbereitung zu dieser Saison, siegte der EHC Brandis in Sion mit 4:1. Dies ist aber erstens ein halbes Jahr her und zweitens ist die Meisterrunde alles andere, als eine Vorbereitung. Und trotzdem: Come on Boys, we believe. (pmu)