Vorschau Brandis-Frauenfeld

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Vorschau folgt am 06.04.2017 Showdown zur Finalissima im Brünnli  

Von Päscu Müller

Spannender dürfte die Ausgangslage für dieses Spiel kaum sein. Dem Sieger dieser Partie, winkt das Spiel um den Titel des Eishockey Amateur-Schweizermeisters. Für beide Teams war der Weg bis dahin steinig. Er dürfte noch steiniger werden. Tagesform, Details und eventuell auch etwas Glück dürften entscheidend sein. Dieses Spiel ist ein Vor-Finale.

Beide Teams verloren ihre Partien im Wallis gegen den Top-Favoriten HC Sion-Nendaz erst nach Verlängerung. Anders sind die Resultate im eigenen Stadion. Der EHC Brandis verlor die Partie zum Auftakt der Meisterrunde unglücklich mit 3:4. Der EHC Frauenfeld dagegen, bodigte am Dienstag die Walliser mit demselben Ergebnis. Es war übrigens die erste Niederlage des HC Sion-Nendaz-4-Vallées seit über zwanzig Spielen. Damit ist die heutige Ausgangslage sonnenklar und bedarf keiner Rechenkünste. Sowohl der EHC Brandis und der EHC Frauenfeld, weisen vor der heutigen Partie im Brünnli, vier Punkte auf. Dem Sieger winkt das Spiel um dem Amateur-Meistertitel am Samstag in Sion. Dass dies ein Hitchcock-Vorfinale wird, ist selbstredend. Wahrscheinlich nichts für schwache Nerven und Bluthochdruck. Der EHC Brandis hat bereits einmal unter Beweis gestellt, dass er fähig ist die Ostschweizer zu schlagen. Dazu braucht es alles. Jedes Detail muss stimmen, die Tagesform muss höher sein, als die des Gegners und auch etwas Glück dürfte mitspielen. Es wäre für die Brünnli-Truppe ein krönender Vorabschluss, einer bisher eh schon hervorragenden Saison. Come on Boys, we believe.

EHC Frauenfeld

Der EHC Frauenfeld nahm die Playoffs als Viertplatzierter in Angriff. Damit wären die Ostschweizer auch für die Swiss Regio League (neu MySports League) qualifiziert gewesen. Sie verzichten aber auf diese Teilnahme und Seewen SZ – in einem dramatischen letzten Qualifikationsspiel gegen Arosa – rutschte nach. Eben dieses Seewen wurde in den Viertelfinals vorzeitig in die Ferien geschickt. Im Halbfinale eliminierte der EHC Frauenfeld, den etwas höher einzustufenden EHC Bülach. Im Finale gelang Frauenfeld gar das Husarenstück, den souveränen Qualifikationssieger Dübendorf, überraschenderweise aus dem Meister-Rennen zu werfen. Ebenfalls in dieser Meisterrunde, haben die Ostschweizer bisher eine gute Figur abgeben. Dies hat auch der EHC Brandis zu spüren bekommen.

Entscheidung erst in den letzten sieben Minuten

Exakt vor einer Woche, gastierte die Beutler-Truppe in der Ostschweiz. Dabei taten sich die Emmentaler lange schwer. Das 1:0 durch Pargätzi bei Spielmitte, hatte lange Bestand. Unter anderem einem starken Brandis-Keeper Lukas Gasser, war es zu verdanken, dass die Partie offen blieb. Er behielt mit seinen Paraden stets einen möglichen Sieg für sein Team in den Händen. Erst im letzten Drittel drückte der EHC Brandis in der Offensive mächtig aufs Gaspedal. Sieben Minuten vor dem Ende der Partie, wurden diese Bemühungen erstmals belohnt. Patrick Meyer schlenzte den Puck zum 1:1 ins Netz. Nur zwei Minuten später, trifft abermals Patrick Meyer zur 2:1-Führung. Logisch, dass Frauenfeld-Coach Marbach – bei eigener Überzahl – alles riskierte und seinen Torhüter Styger, durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Dieses Risiko zahlte sich zum Glück für die Emmentaler nicht aus. Im Gegenteil. Michael Gurtner erhöhte das Skore zum 3:1, mit einem Treffer ins leere Tor.

Bisherige Spiele und Tabelle

EHC Brandis – HC Sion-Nendaz-4-Vallées 3:4

HC Sion-Nendaz-4-Vallées – EHC Frauenfeld 4:3 n.V

EHC Frauenfeld – EHC Brandis 1:3

HC Sion-Nendaz-4-Vallées – EHC Brandis 5:4 n.V

EHC Frauenfeld – HC Sion-Nendaz-4-Vallées 4:3

Tabelle Spiele / Punkte:

1. Sion 4 / 7

2. Brandis 3 / 4

3. Frauenfeld 3 /4

(pmu)