Vorschau Brandis - Bülach

Witschi 600

Aus dem Zürcher Unterland gastiert der EHC Bülach im Brünnli

Von Päscu Müller

Mit dem EHC Bülach gastiert ein weiterer Traditions-Verein mit NLB-Vergangenheit im Brünnli. Bei den Zürchern spielten auch illustre Namen mit, die auch jüngere Semester noch kennen. Vom aktuellen Brandis-Kader, hat nur Keeper Sven Witschi bereits gegen Bülach in einer Meisterschaft gespielt. Witschi stand auch im Cup gegen den SC Bern ein Drittel lang im Einsatz.

Die Traditions-Klubs mit NLB-Vergangenheit, geben sich in dieser Saison im Brünnli die Klinke in die Hand. Nach dem EHC Chur vom letzten Samstag, ist am Mittwoch der EHC Bülach zu Gast im Emmental. Bei den Zürcher Unterländer spielten in der Vergangenheit auch richtige Kracher. Den älteren Jahrgängen, dürfte beispielsweise Steve Tsujiura noch ein Begriff sein. Er galt als absoluter Bully-König und buchte für Bülach in der Saison 1990/91 sagenhafte 51 Punkte in 35 Spielen. Und wer hätte gedacht, dass der bekannte Trainer Hans Kossmann einst für Bülach auf Punktejagd ging. Auch in jüngster Zeit, schnürten heute bekannte Cracks, wie Denis Hollenstein, Roman Wick oder Sven Lindemann, für den EHC Bülach, wenn auch nur kurz, ihre Schlittschuhe. Selbstredend, dass der EHC Bülach in der neuen MySports League, auch zu den Top-Teams zählen wird. In der letzten Saison verloren die Zürcher das Halbfinale gegen Frauenfeld in fünf Spielen. Frauenfeld wiederum bezwang in der Meisterrunde den EHC Brandis und durfte an Stelle der Emmentaler um den Meistertitel spielen. Alleine auf Grund dieser Voraussetzungen, dürfte ein sehr enges Spiel zwischen Brandis und Bülach zu erwarten sein.

Läuferisch sind die gut“

Einer, der die Bülacher bedingt kennt, ist Torhüter Sven Witschi. Er spielte letzte Saison bei Pikes Oberthurgau gegen die Zürcher in der 1. Liga Ostgruppe. Witschi schätzt den EHC Bülach als starkes Team ein: „Ihre Stärken liegen sicherlich im läuferischen Bereich, da sind die sehr gut“, meint er. Ebenfalls ihren technischen Fähigkeiten zollt Sven Witschi Respekt: „Viele, die bei Bülach spielen, liefen irgend wann einmal durch die Hockey-Schule von Kloten oder den Lions, dort wird das Technische gross geschrieben“, erzählt der junge Torhüter. Solche Teams haben es in der Regel nicht gerne, wenn der Gegner auf den Körper spielt. Dies sieht auch Sven Witsch so: „Hart gegen den Mann spielen, könnte vielleicht ein Schlüssel zum Erfolg sein, dort können wir sie eventuell kitzeln“, fügt er schelmisch grinsend bei. Ein, im Emmental bekannter Bülacher, ist Aurelio Lemm. Der Kapitän der Zürcher spielte 2009 bis 2011 bei den SCL Tigers in Langnau. Witschi zollt Lemm Respekt: „Er ist eine grosse Persönlichkeit, der weiss, wie die Jungen zu führen sind“. Beim EHC Bülach spielen tatsächlich einige junge Spieler mit Jahrgang 96-98, die laut Sven Witschi offenbar gut geführt werden.

Konzentriertes Spiel wird nötig sein

Bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung im Auftaktspiel zur MySports League, traf unter anderem der junge Remo Ottiger und der Routinier Aurelio Lemm. Ebenfalls bei ihrem zweiten Spiel der MySports League, mussten die Zürcher Unterländer in die Zusatzschlaufe. Diesmal gar ins Penalty-Schiessen. Dabei holten sie sich den ersten Saison-Sieg. Die beiden Matchwinner Michael Lanz (Jg.97) und Robin Ganz (Jg.92), zählen zur jüngeren Garde.
Ob es bei „Büli“ jetzt die Jungen oder die Routiniers richten, scheint sekundär zu sein. Festzustellen gilt, dass die bisherigen Meisterschafts-Spiele des EHC Bülach, sehr eng waren. Es ist davon auszugehen, dass dieses Spiel für den EHC Brandis kein Selbstläufer wird, wie beispielsweise am letzten Samstag gegen Seewen. Es wird eher ein Spiel wie gegen Chur, die Entscheidung fiel da erst in den letzten sieben Minuten. Im Spiel gegen Bülach muss wohl von der ersten bis zur letzten Sekunde konzentriert und ohne Hänger gearbeitet werden. Will Brandis, die bis an hin positive Tendenz bestätigen, braucht es gegen die Zürcher Unterländer eine tadellose Leistung.

(pmu)