Vorschau Brandis - Thun

Brandis Thun

Kantonales Derby in der MySports League

Von Päscu Müller

Mit der neuen MySports League, verschieben sich die Derbys. Wie in der NLA sind in der MSL ebenfalls drei Berner Teams vertreten. Als erstes wartet der EHC Thun, letztjähriger Playoff-Final-Gegner des EHC Brandis. Der Langnauer Remo Schlapbach wechselte auf diese Saison vom Oberland ins Emmental.

In der letzten Saison zählte für den EHC Brandis sicherlich die Spiele gegen Burgdorf als das Derby, liegen die beiden Spielstätten doch kaum zwanzig Kilometer Luftlinie auseinander. Mit der neuen MySports League, werden sich ebenfalls die Derbys ein wenig verschieben. Wie in der National League mit Bern, Langnau und Biel, findet sich auch in der MSL eine Berner-Dominanz. Mit Brandis, Wiki-Münsingen und Thun, halten drei Klubs die Berner Fahne hoch. Wiki gegen Thun ist bereits ein echtes Derby, Brandis gegen Thun wird wahrscheinlich eines werden, um so mehr, als sich die beiden Teams in den letzten beiden Saisons der 1. Liga im Playoff-Final gegenüberstanden. Einmal mit dem besseren Ende für die Oberländer, zuletzt mit dem Titel für den EHC Brandis. Einer, der beide Seiten kennt, ist der Langnauer Remo Schlapbach. Schlapbach spielte die vergangene Saison für die Thuner, ist jetzt aber Stürmer bei den Emmentalern. Ein Unbekannter in der Region, ist er aber nicht. Remo Schlapbach wurde bei den SCL Tigers ausgebildet, stieg mit den Langnauer in die NLB (heute Swiss League) ab und wieder in die NLA (heute National League) auf, ehe er via Zuchwil und Thun, den Weg zu Brandis fand.

Das sind alles gute Jungs“

Remo Schlapbach hatte im neuen Team keine Anlaufschwierigkeiten. Man scheint sich halt zu kennen: „Ich kenne viele von früher und wurde sehr gut ins Team aufgenommen“, meinte der neue Brandis-Stürmer. „Das sind alles gute Jungs“, fügte Remo Schlapbach an. Erste Trainingseinheiten mit seinem neuen Team, hat Schlapbach bereits im Sommer hinter sich gebracht. Davon war er begeistert: „Das Sommertraining mit Mike Slongo und Cyrill Gerber, wurde sehr professionell durchgeführt, wir haben da hart gearbeitet“, gibt er zu Protokoll. Dass im Sommertraining offenbar gut gearbeitet wurde, war im ersten Heimspiel gegen Chur feststellbar. Während den Bündnern in den letzten Minuten eher die Luft ausging, konnte Brandis eine Schippe zulegen und das Spiel endgültig entscheiden. Vielleicht wird der konditionelle Aspekt, ebenfalls im Spiel gegen den EHC Thun eine entscheidende Rolle spielen. Für Remo Schlapbach wird es so oder so ein spezielles Spiel werden: „Am Anfang wird dies sicher so sein, wenn du aber einmal im Spiel drin bist, wird dies ausgeblendet“, meinte er. „Während des Spiels selber, merkst du eh nicht ganz genau wer dein Gegenspieler ist“. Auf eventuelle Sticheleien angesprochen, muss Remo Schlapbach lachen: „Ach, ich hatte es gut in Thun, das wird wohl nicht so schlimm werden, die eine oder andere Nachricht, wird aber sicher kommen“.

Kantonales Derby

Etwas Brisanz dürfte in dieser Partie, Brandis gegen Thun, dennoch gegeben sein. Erstens ist es die Neuauflage des Playoff-Finals der vergangenen Saison und zweitens ein kantonales Derby. Da werden zwei starke und voll motivierte Teams am Werke sein. Remo Schlapbach ist vor allem von Thuns offensiver Kraft beeindruckt: „Die haben gute und schnelle Stürmer, da müssen wir vor allem bei Kontern aufpassen“. Der Langnauer Schlapbach sieht dagegen einen Lösungsansatz: „Ein konsequentes und konzentriertes Vorchecking könnte die Lösung in diesem Spiel sein“, orakelt Remo Schlapbach. Sicherlich wird nicht nur dies, ein Faktor in diesem Spiel sein. Wer engagierter und mit weniger Fehler durch dieses Spiel geht, wird Vorteile auf seiner Seite wissen. Wie eigentlich alle Spiele in der neuen MySports League, ist eine volle Leistungsbereitschaft von Nöten, will man als Sieger vom Eis gehen. Leichte Spiele gibt es kaum. Ist das ganze noch ein kantonales Derby, dürften auch die Emotionen ein weiterer Faktor sein. Alleine diese Tatsachen lassen eine spannende und hart umkämpfte Partie vermuten.

(pmu)