Vorschau Brandis - Star Forward

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Der erste Gast aus der Westschweiz: Star Forward HC

Von Päscu Müller

Erst im sechsten Spiel, der MySports League, trifft Brandis auf einen Gegner aus der Westschweiz. Mit Star Forward HC gastiert im Brünnli ein Klub, mit einer etwas komplizierten Vergangenheit. So wie in dieser Saison, existiert dieser Klub nämlich erst seit 2016. Ein Erklärungs-Versuch der Klub-Geschichte. Ein Kenner der Hockey-Szene rund um Lausanne, ist dabei Assistenz-Trainer Daniel Bieri.

Aus der Westschweiz nehmen vier Klubs (Sion, Neuchâtel, Düdingen und Star Forward) an der MySports League teil. Mit Sion hatte der EHC Brandis bereits in der vergangenen Meisterrunde das Vergnügen und verlor beide Spiele äusserst knapp. Der HC Université Neuchâtel wurde zu Beginn der Saison vorerst vom Verband aus der Liga suspendiert, darf nun auf Grund eines hängigen Rechtsverfahrens gleichwohl am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen. Gegen die Bullen aus Düdingen (Farmteam des HC Fribourg-Gotteron) spielen die Emmentaler erstmals am Dienstag 17. Oktober auswärts. Bleibt da Star Forward HC. Die Vereinsgeschichte dieses Klubs aus dem Waadtland ist nicht ganz einfach. In dieser Form, existiert der Klub nämlich erst seit der Saison 2016. Allein der Name des Klubs, ist eine Zusammensetzung. Aus Star Lausanne HC – einst das Farmteam von Lausanne HC – und Forward Morges HC wurde Star Forward HC. Irgendwie aber scheint die Kombination aus Forward und Morges vorherrschend zu sein, denn auch Assistenz-Trainer Daniel Bieri entwischt im Gespräch immer etwa wieder der Zusatz „Morges“, den es aber in der Klubbezeichnung nicht mehr gibt. Dies wahrscheinlich auch, weil Star Forward seine Heimspiele hauptsächlich in Morges austrägt.

„Sind die einmal in Fahrt, sind sie kaum zu stoppen“

Daniel Bieri – zwischen 2000 und 2003 selbst als Profi bei Lausanne HC in der NLA und NLB tätig – kennt die Entstehung von Star Forward HC bestens und entpuppt sich als wahrer Kenner, der Hockey-Szene rund um Lausanne. „Star Lausanne war das 1.Liga-Team des Lausanne HC, Forward Morges ein eigenständiges Team. Seit der letzten Saison sind die beiden Teams zusammengelegt“, erklärt er in einem Atemzug. So nebenbei qualifizierte sich dieses zusammengelegte Team für die MySports League, putzte im Playoff-Viertelfinale Vallée de Joux mit 3:0 und im Halbfinale Düdingen Bulls mit 3:1, weg. Daniel Bieri erwartet auch ein starkes Team gegen den EHC Brandis. „Das ist eine typische welsche Mannschaft, da läuft viel über den Kampf und Leidenschaft. Sind die einmal in Fahrt, sind sie kaum zu stoppen“, warnt er. Genau dieser Leidenschaft, gilt es entgegen zu setzen. „Es wird wichtig sein, dass wir gegen Star Forward permanent Tempo machen. Mit vier ausgeglichenen Linien, sind wir dazu im Stand“, erklärt Daniel Bieri. „Im ersten Drittel werden die nicht schon geschlagen sein“, blickt er auf ein vermutlich wieder hartes Stück Arbeit voraus. „Wir müssen uns bewusst sein, dass wir die Arbeit aus dem ersten und zweiten Drittel, wahrscheinlich erst im letzten Drittel ernten können.“

„Permanent Tempo machen“

Geführt wird Star Forward von zwei schillernden Figuren. Einerseits ist da Malik Benturqui, mit ihm hat Daniel Bieri bei Lausanne noch zusammengespielt. Benturqui hat eben nicht nur für Lausanne, sondern auch für Forward Morges in der NLB gespielt, denn Forward Morges gehörte 2004 bis 2006 der NLB an. Deshalb wohl Benturquis Affinität zu Lausanne und Morges. Er ist heute Präsident des Klubs. Andererseits ist da Laurent Perroton, Trainer und Sportchef in Personalunion. Perroton ist Franzose und seit 2003 in verschiedenen Funktionen rund ums Eishockey der Region Lausanne tätig. „Gerade Perroton ist richtig vernarrt, für ihn gibt es nur Eishockey im Leben“, sagt Daniel Bieri über den Franzosen aus. Wenn der Trainer des Gegners nun diese Besessenheit auf sein Team übertragen kann – und davon ist auszugehen – wird das Spiel gegen Star Forward, wiederum ein hartes Stück Arbeit werden. Wie hat dies Daniel Bieri schon wieder formuliert? Genau: „Permanent Tempo machen, dann können wir die geleistete Arbeit im dritten Drittel ernten“. Alles Voraussetzungen, für ein erneut spannendes Spiel zwischen dem zweitplatzierten EHC Brandis und den drittplatzierten Star Forward HC.

(pmu)