Vorschau Brandis - Basel

Liechti 600

Gegen Basel sind enge Spiel vorprogrammiert

Von Päscu Müller

Es sollte auch ein wenig die Liga für den EHC Basel sein, diese MySports League. Nur scheint die Rechnung vorerst nicht wie geplant aufzugehen. Statt vorne mit zu mischen, krebsen die Basler auf dem eher ungewohnten siebten Tabellenrang. Dies sagt auch viel über das geringe Gefälle in dieser Liga aus. Für Brandis gilt: Der EHC Basel ist nur bei voller Leistungsbereitschaft zu bezwingen.

Der EHC Basel ist bis jetzt nicht wie gewünscht in die Gänge gekommen. Sicherlich hat man sich am Rheinknie den Start in die MySports League etwas anders vorgestellt. Genau diese Tatsache, macht diese Liga so unberechenbar, so spannend. Ein eher mässiger Start, wie dieser von Basel, will noch gar nichts heissen. In dieser Liga kann jedes Team jedes andere Team schlagen. Dazu ist die Saison noch jung. Erst sechs Spiele sind absolviert. Schon jetzt eine Tendenz ausfindig machen zu wollen, wäre unseriös. Deshalb gilt für den EHC Brandis auch in diesem Spiel: Ohne volle Leistungsbereitschaft gewinnst du keine Punkte. Gegen keines dieser Teams in dieser Liga. Auch Verteidiger Thomas Liechti sieht das so: «Ich erwarte eine starke Gegenwehr von Basel. Wir wollen dem mit viel Leidenschaft entgegentreten.» Genau diese Leidenschaft wird es brauchen, denn bereits in der letzten Saison waren die Spiele gegen Basel, jeweils eine sehr enge Angelegenheit.

Liechtis Interesse an News

Thomas Liechti erinnert sich vor allem an zwei Spiel der letzten Saison: «In der Qualifikation zum Cup lagen wir 1:2 hinten, da haben wir das Spiel erst in den letzten fünf Minuten gedreht». Ebenfalls ist Liechti das Meisterschafts-Spiel in Basel, welches Brandis mit 1:4 verlor, sehr präsent: «Gegen vorne hatten wir kaum eine Chance, so gut haben die hinten dichtgemacht und hinten hat uns Joel Fröhlicher quasi im Alleingang abgeschossen», erzählt Liechti. Stimmt, denn Fröhlicher traf damals in der 53. Minuten zum 2:1 für Basel und legte Pfennich zwei Minuten später zum 3:1 auf. Das 4:1 ins leere Tor hatte da nur noch statistischen Wert. Nur, dieser Fröhlicher ist bei Basel nicht mehr dabei, er spielt in der Swiss League beim EHC Olten. Liechti schlüpft kurz in die Rolle eines Journalisten: «Dafür hat Basel mittels B-Lizenz zwei Spieler geholt.» Tatsächlich stellt sich bei der Nach-Recherche heraus, dass Basel Uinter Guerra und Nico Gurtner von Swiss Ligist Rapperswil verpflichtet haben. Darauf angesprochen meinte Thomas Liechti: «Ach das mache ich noch viel, ein bisschen die News der anderen Vereine der MySports League lesen, da bin ich nicht der Einzige.» Liechti lacht dazu. Offenbar werden da in der Fahrgemeinschaft aus der Region Langenthal – Liechti fährt meistens mit den Gebrüdern Meyer nach Hasle – Neuigkeiten ausgetauscht.

„Ich freue mich auf dieses Spiel“

Thomas Liechti weiss nicht nur über die Transfers des EHC Basel Bescheid, er kennt auch deren Resultate. «Basel hat zweimal zu Hause gegen Seewen verloren, aber das heisst noch gar nichts», warnt er. «Ich erwarte, wie letzte Saison ein enges Spiel. Die werden mit viel Tempo gegen uns auffahren wollen». Von der nötigen Leidenschaft, die es braucht, um solche Spiel zu gewinnen, hat Verteidiger Liechti schon gesprochen. Die wird in diesem Klassiker unabdingbar sein. «Von dieser Leidenschaft leben wir auch, die braucht es. Ohne die holst du in dieser Liga keine Punkte», gibt er die Marschrichtung bekannt. Apropos neue Liga: Liechti stellt erhebliche Änderungen in der Spielweise fest: «Da geht alles viel schneller, du musst besser vorausschauen, schneller spielen und schneller denken», beschreibt er. Um kurz darauf noch einen drauf zu setzen: «Ich freue mich auf dieses Spiel».  Dass die Freude am Ende des Spiels dann auch bei Thomas Liechti und dem EHC Brandis bleibt, muss ein weiteres Mal die volle Leistungsbereitschaft abgerufen werden können. Sonst gibt es in dieser Liga keine Punkte zu gewinnen, zu eng liegen die Teams beieinander, zu flach ist das Leistungs-Gefälle in den Teams und ihren Linien.

(pmu)