Vorschau Brandis - Bülach 14.10.17

DBieri 600

Die Zürcher Unterländer aus Bülach zum Zweiten

Von Päscu Müller

Der EHC Bülach tritt bereits zum zweiten Mal in Hasle an. Bei der ersten Begegnung vor zwei Wochen, zeigten sich die Zürcher äusserst hartnäckig und gaben bis zum Ende nie auf. Der EHC Brandis dürfte gewarnt sein, auch dieses Spiel keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen. Assistenz-Trainer Daniel Bieri hat das erste Spiel akribisch analysiert.

Bis zur 22. Minute führte der EHC Brandis gegen die Zürcher Unterländer im ersten Spiel, durch Tore von Roman Messerli, Marco Blaser und Florian Lüthi, vermeintlich entscheidend mit 3:0. Doch die Bülacher verlangten den Emmentalern bis zur letzten Minute alles ab. Für die letzten fünfzehn Minuten, war dieses Spiel, durch zwei Tore der Zürcher, nämlich wieder völlig offen. Die Schlussphase dann etwas hektischer, als sich dies die Emmentaler vorgestellt hatten. Selbst bei diesem frühen 3-Tore-Rückstand, hat sich die junge Truppe von Bülach-Trainer Markus Studer nie aufgegeben. Der EHC Brandis dürfte also gewarnt sein, was sie in diesem zweiten Spiel gegen den EHC Bülach erwartet. Es wird wahrscheinlich erneut ein Spiel auf Biegen und Brechen geben, welches erst im Schlussdrittel eine definitive Entscheidung finden könnte. Bülach gewann beispielsweise das Spiel gegen Brandis-Bezwinger Star Forward auswärts in Morges. Erst erkämpften sich die Zürcher den Ausgleich in der Schlussphase des letzten Drittels, ehe sie in der Verlängerung den Sieg sicherten. Assistenz-Trainer Daniel Bieri, hat das erste Spiel gegen die Bülacher akribisch analysiert. Er steht Red und Antwort.

„Weil wir so viel dafür geleistet haben“
Daniel Bieri war nicht nur von der Leistung seines Teams, in diesem Spiel vom 27. September gegen den EHC Bülach, beeindruckt. Von den Zürcher Unterländern ebenfalls: «Die sind über alle Blöcke ausgeglichen, da kann jeder Block etwas», meint Bieri. In der Tat leben die Bülacher nicht nur von Leitwolf Aurelio Lemm. Daneben spielen viele junge hungrige Spieler. Die Torschützen Ottiger (1996) und Giacobbe (1997) zum 3:1 und 3:2 beispielsweise, zählen zu dieser hungrigen Generation, die das Spiel nochmals spannend machte. Der EHC Brandis hat es zuvor eben verpasst, den Sack zu zumachen. «Ich hätte mich tödlich genervt, hätten wir in diesem Spiel nur einen Punkt abgegeben», wird Daniel Bieri emotional. «Ja wir haben es verpasst das 4:1 oder gar 5:1 zu erzielen, obwohl wir uns sehr viele Chancen herausgearbeitet haben». Bieri wird in seiner Analyse deutlich: «Am Schluss kassieren wir diese Strafe, haben da glücklicherweise ein sehr gutes Boxplay gezeigt. Aber genau da, kann eben ein Spiel kippen, wenn du vorher das 4:1 nicht machst». Bieri weiss, was sein Team in diesem Spiel geleistet hat: «Ich war mit der Leistung im ersten Spiel gegen Bülach extrem zufrieden, weil wir eben auch so viel dafür geleistet haben». Bieri wird noch deutlicher: «Wir mussten Bülach über sechzig Minuten richtig auspowern. Dem Team muss es bewusst sein, was wir im letzten Spiel gegen Bülach alles machen mussten, um zu gewinnen». 

„Mit Standgas gewinnst du in dieser Liga kein Spiel mehr“
Gegen diese jungen und hungrigen Bülacher, wird es wohl auch an diesem Samstag keine einfache Angelegenheit. Wie überhaupt es in dieser MySports League keine einfachen Spiele mehr gibt. Um drei Punkte auf seinem Konto zu wissen, muss alles stimmen. Vor allem die Leistungsbereitschaft und die Leidenschaft. Dies sieht auch Daniel Bieri so: «Es gibt zum Glück keine einfachen Spiele mehr in dieser Liga. Entscheidend sind auch die Tagesleistung und die Einstellung. Im Standgas, gewinnst du in dieser Liga keine Spiele mehr». Selbst bei einem guten Spiel von Brandis, wie vor zweieinhalb Wochen, gegen denselben Gegner, wird dies heute kein Selbstläufer. «Wir brauchen viel Leidenschaft, vielleicht auch etwas Glück», zollt Bieri dem EHC Bülach Respekt. Wer so leidenschaftlich Red und Antwort steht, wird seine Leidenschaft auch auf das Team übertragen. Je mehr Leidenschaft der EHC Brandis nun an diesem Tag aufs Eis legt, desto weniger Glück müsste wohl in Anspruch genommen werden.

(pmu)