Vorschau Brandis - Sion

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Zu Gast ist Leader Sion und Nachwuchshockey Emmental

Von Päscu Müller 

Mit dem HC Sion-Nendaz gastiert ein in den letzten Jahren äusserst erfolgreiches Team im Brünnli. Wie die Walliser aber zu bezwingen sind, wissen die Emmentaler. Im November erkämpften sie sich einen 3:1-Sieg. Unterstützt wird der EHC Brandis in diesem Spiel unter Anderem von Kindern aus dem Nachwuchshockey Emmental.   

Kein einfaches Schlussprogramm erwartet den EHC Brandis zum Abschluss der Qualifikation. War am letzten Mittwoch das zweitplatzierte Dübendorf zu Gast im Brünnli, ist es heute Leader Sion. Im letzten Spiel der Qualifikation vom kommenden Samstag, wird noch der drittplatzierte EHC Wiki-Münsingen erwartet. Wahrlich kein einfaches Schlussprogramm in dieser abschliessenden Qualifikation. Wenigstens im Spiel von heute gegen den unangefochtenen Leader und Titelfavoriten HC Sion-Nendaz-4-Vallées, wird der EHC Brandis von ca. sechzig Kinder aus dem Nachwuchshockey Emmental unterstützt. Je rund fünfzehn Kinder der Hockeyschulen der SCL Young Tigers, Brandis Juniors, HC Husky Region Schallenberg, EHC Burgdorf und des EHC Koppigen werden das Team der ersten Mannschaft des EHC Brandis hoffentlich lauthals unterstützen. Nicht nur das. Die Nachwuchshoffnungen und vielleicht künftigen Hockeystars geben ihr Können zum Besten. Während der ersten Drittels-Pause wird, auf drei kleinen Felder auch Eishockey gespielt. Zudem stehen die Kleinen den Grossen für deren Einlauf Spalier. Der Rahmen für ein würdiges Spektakel ist also gegeben.  

Brandis siegreich im Wallis
Standen sich die beiden Teams EHC Brandis und HC Sion bereits letzte Saison anlässlich der Meisterrunde gegenüber – die Emmentaler verloren dabei mit 3:4 und 4:5 nach Verlängerung zweimal äusserst knapp – siegte Brandis am 15. November in der diesjährigen Qualifikation im Wallis mit 3:1. Obwohl die Walliser den Emmentalern vor allem im ersten Drittel, mit viel Tempo förmlich um die Ohren sausten, stand die Partie nach zwanzig Minuten und dem 1:0 Sions noch völlig offen. «Wir haben uns da auch etwas einschnüren lassen», meinte unmittelbar nach dem Spiel Renato Schütz. «Mit zunehmender Spieldauer haben wir aber gespürt, dass da gegen den Leader etwas drin liegt». So war es auch. Brandis packte einfaches und schnörkelloses Eishockey aus, gespickt mit viel Kampfkraft und erzielte bei Spielmitte durch Thomas Liechti den Ausgleich. Dass drei Minuten vor diesem Ausgleich, Lukas Gasser einen Penalty von Sions Sammali parierte, trug sicherlich zu dieser Wende bei. Statt 2:0 hiess eben 1:1. Dieser Ausgleichstreffer war so etwas wie die Initialzündung. «Jeder ist plötzlich für den anderen gegangen», meinte Renato Schütz. Nach der 2:1-Führung Marco Blasers zu Beginn des letzten Drittels, brannte die Partie definitiv.

Kampf um die Playoffs
Zwei Minuten vor der Schlusssirene zog eben dieser Renato Schütz alleine auf Sions Keeper Rytz los und verwertete eiskalt zum 3:1 für die Emmentaler. Nach zwei Niederlagen in der letztjährigen Meisterrunde, weiss der EHC Brandis jetzt, wie der HC Sion zu bezwingen ist. Es wird vor allem eine schnörkellose und einfache Spielweise gefragt sein. Und ohne unbändigen Kampfwillen, werden die Walliser wohl kaum ein zweites Mal in die Knie bezwungen werden können. Dabei wären Punkte für Brandis nötig. Denn nach der Runde vom Mittwoch, sind die Playoffs zwei Runde vor Ende der Qualifikation immer noch nicht gesichert. Für deren Sicherung braucht es theoretisch noch zwei Punkte, ergo einen Sieg mindestens nach der Verlängerung oder Penalty-Schiessen. Will das viertplatzierte Brandis in den Playoff-Viertelfinals gar das Heimrecht behalten, könnten unter Umständen zwei Punkte nicht reichen. Denn Bülach ist momentan punktgleich und Star Forward – gar mit einem Spiel weniger – nur einen einzigen Punkt dahinter. Dramatisch ist die Lage direkt am Strich. Da kämpfen mit Thun, Basel, Seewen und Düdingen gleich vier Teams um die zwei freien Plätze. Getrennt durch nur einen einzigen Punkt.

(pmu)