Vorschau Brandis - Wiki

MGurtner 600

Wiki im letzten Spiel der Qualifikation – Playoff-Gegner offen

Von Päscu Müller 

Zum Abschluss der Qualifikation wartet Kantonsrivale Wiki. Bei einer Niederlage von Brandis, könnten die Aaretaler im Playoff-Viertelfinal durchaus als Gegner erneut auf die Emmentaler treffen. Bei einem Sieg dürfte es Star Foward oder Bülach sein. Auch der EHC Thun ist möglich. Sicher ist, dass sich Brandis und Wiki in einer Woche wiedersehen. 

Nach dem Husarenstück vom letzten Samstag gegen den souveränen Leader Sion, steht zum Abschluss der Qualifikation das Spiel gegen das drittplatzierte Wiki-Münsingen auf dem Programm. Die Aartetaler wurden im Herbst in Wichtrach mit 5:2 bezwungen. Just nach dem Auswärtssieg in Sion. Die Spielplan-Planer haben nun – ob absichtlich oder nicht ist völlig sekundär – dieselbe Reihenfolge vorgesehen. Für den EHC Brandis entpuppte sich ja genau diese Reihenfolge als Volltreffer. Erst wurde der HC Sion, dann Wiki-Münsingen bezwungen. Blicken wir kurz zurück: Am Samstag wurde Sion nach Verlängerung in einem dramatischen Spiel bezwungen, nun gastiert Wiki in Hasle. Läuft alles nach Gesetzmässigkeit, gewinnt Brandis auch heute. Nun, nur ist das mit den Gesetzmässigkeiten im Sport so eine Sache. Die läuft eben selten bis nie. Im Eishockey schon gar nicht. Will der EHC Brandis nach Leader Sion auch Wiki bezwingen, braucht es einmal mehr eine Leistung, bei welcher alle mitentscheidenden Faktoren stimmen müssen. Es ist quasi ein Vorlauf zu den am 17. Februar beginnenden Playoffs.

Sieben Mal Wiki ist möglich
Apropos Playoffs: Wer da als Gegner im Viertelfinal wartet, ist völlig offen. Einzig Leader Sion wird es mit Bestimmtheit nicht sein, denn Rang acht ist für Brandis nicht mehr möglich. Ebenfalls keine Playoff-Gegner werden Chur und Université Neuchâtel. Beide Teams sind nicht für die Playoffs qualifiziert und müssen die Abstiegsrunde bestreiten. Rang sieben und somit Dübendorf als Gegner im Viertelfinal ist eher unwahrscheinlich. Brandis müsste die letzte Partie der Qualifikation gegen Wiki-Münsingen hoch verlieren und der EHC Thun das Spiel gegen Düdingen hoch gewinnen. Dann würden die Oberländer den EHC Brandis in der Tabelle noch überflügeln. Ebenfalls müsste Bülach in Seewen siegen und Star Forward in Dübendorf nicht punkten. Nur wenn beide Teams die Ränge vier und fünf belegen, wäre ein Viertelfinal gegen Thun möglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies eintrifft, ist von zu vielen Faktoren abhängig. Auf Seewen, Düdingen oder Basel wird der EHC Brandis zu 99 Prozent auch nicht treffen. Am wahrscheinlichsten werden die Gegner Bülach oder Star Forward heissen. Ob mit Heimrecht oder nicht, ist wiederum von den Resultaten, vor allem Star Forward und Brandis, und der anderen abhängig. Bei einer Niederlage heute gegen Wiki, wären sogar die Aaretaler im Viertelfinal ein möglicher Gegner. Da sich die beiden Teams ebenfalls am 10. Februar bei der letzten Hürde zur Qualifikation des Cups 2018/19 gegenüberstehen, könnte durchaus eine Serie von sieben Spielen hintereinander blühen.  

Umsetzen was trainiert wurde
Mit einem Sieg heute, wäre dies elegant umschifft. Dass Brandis Wiki Paroli bieten kann, haben sie am 18. November in Wichtrach bewiesen. Der Grundstein zum Sieg, wurde im Mitteldrittel gelegt. Durch Tore von Florian Lüthi, Matthias Seematter und Michael Gurtner zogen die Emmentaler mit 3:0 davon. Das 3:0 Gurtners war eine herrliche Kombination über Marco Blaser und Sandro Hain. «Der hat genau gepasst», meinte damals der Schütze schmunzelnd. Überhaupt war dies ein tolles Spiel, welches Brandis da abgeliefert hat. «Wir sind alle für einander gegangen und haben das eingehalten, was wir trainiert haben», meinte Michael Gurtner zu diesem Spiel. «Wir haben das gespielt, was wir spielen wollten» präzisierte er.Genau da wird im Spiel von heute der Schlüssel zum Erfolg liegen. Kann Brandis umsetzen, was sie spielen wollen und können, sollte ein Sieg möglich sein. Damit wäre ein Viertelfinal gegen denselben Gegner, wie erwähnt, nicht möglich. Auf jeden Fall aber stehen sich die beiden Teams eine Woche später in Wichtrach wieder gegenüber. Da wird es um den Einzug in die Hauptrunde des Schweizer Eishockey Cups 2018/19 gehen. Dem Sieger würde ein attraktives Los aus der National League oder Swiss League winken.

(pmu)