Vorschau Brandis - Sion vom 6.3.18

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 Brandis gegen Sion noch ungeschlagen

Von Päscu Müller 

In der Qualifikation der MySports League, war der EHC Brandis das einzige Team, welches den Titelfavoriten Sion zweimal bezwingen konnte. Im ersten Halbfinal am vergangenen Samstag in Sion, siegten die Emmentaler mit einer starken Teamleistung erneut. Will Brandis Spiel zwei des Halbfinals ebenfalls gewinnen, muss das Team erneut alles abrufen.

Unschlagbar ist der Titelfavorit HC Sion-Nendaz nicht. Doch um sie besiegen zu können, muss alles stimmen. Während der Qualifikation der MySports League, siegte Brandis im November im Wallis mit 3:1. Sion lief im ersten Drittel Brandis förmlich um die Ohren. Die Emmentaler verstanden es aber ausgezeichnet den HC Sion-Nendaz vorwiegend auf den Aussenbahnen laufen zu lassen und kassierten nur einen Gegentreffer. Bei Spielmitte erzielte Verteidiger Thomas Liechti den Ausgleichs-Treffer zum 1:1, ehe Marco Blaser und Renato Schütz im letzten Drittel den Sack zu machten. «Jeder ist plötzlich für jeden gegangen und wir haben möglichst einfaches Eishockey gespielt», sagte damals nach dem Spiel Renato Schütz. In der Tat hatte Brandis damals schnörkelloses Eishockey und viel Kampfkraft ausgepackt, um die Walliser zu besiegen. Defensiv war es eines der besten Spiel in der Qualifikation, welches der EHC Brandis da abgeliefert hat. Zudem kam dieser Sieg, nach einer kleinen Baisse der Beutler-Truppe und vier Niederlagen in Serie, gegen Seewen, Dübendorf, Neuchâtel und Basel zustande. Ende Januar – zum zweitletzten Spiel der Qualifikation – war Sion dann in Hasle zu Gast.   

Jeweils hochstehende Partien gegen Sion
Der HC Sion-Nendaz – da bereits für die Playoffs gesetzt – traf abermals auf einen EHC Brandis, der zuvor zweimal hintereinander verloren hatte und noch um die Playoff-Teilnahme bzw. das Heimrecht dazu kämpfen musste. Quasi mit dem Messer zwischen den Zähnen, machte der EHC Brandis einen 0:1-Rückstand wett und traf im Mitteldrittel binnen fünf Minuten zum 3:1. Zweimal Sven Nägeli – einmal in doppelter und einmal in einfacher Unterzahl – und Patric Buri kurz vor der zweiten Pause, waren an dieser Führung massgeblich beteiligt. Die Walliser ihrerseits kehrten die Partie bis drei Minuten vor der vermeintlichen Schlusssirene zum 3:4 um und fühlten sich wohl als sicherer Sieger. Was dann kam, war der absolute Wahnsinn und macht diesen Sport so attraktiv. Patrick Meyer ballerte in der letzten Minute den EHC Brandis in die verdiente Verlängerung. Mit drei gegen drei Feldspieler wurde die Partie aufgenommen, der Puck eingeworfen, dieser gelangte irgendwie zu Patric Buri und bumm lag die Scheibe im Netz. Ganze elf Sekunden brauchte Buri dazu.  

Diesmal starke Teamleistung und starkes Boxplay
Ebenfalls im ersten Spiel des Halbfinals, war das Spiel lange nicht entschieden. Das erste Tor fiel erst kurz vor der zweiten Pause und das bei einem Mann weniger auf dem Eis seitens des EHC Brandis. Adrian Steiner entwischte und liess Sions Keeper Rytz keine Chance. Zu Beginn des Schlussdrittels erhöhte Sandro Hain gar auf 2:0. Nur drei Minuten später fanden die Walliser durch Nick Marois’ 2:1 zwar wieder ins Spiel zurück, wurden dennoch in dieser Saison zum dritten Mal bezwungen. Doch auch diesmal blieb die Partie bis zum Schluss sehr spannend. Denn Sandro Hain erzielte den befreienden dritten Treffer des EHC Brandis, erst in der letzten Minute. Sion, ohne Torhüter Rytz, wurde von Brandis im eigenen Drittel bedrängt. Hain traf via Schoner des Verteidigers ins verlassene Tor. Es war eine erneut starke Teamleistung, welche Brandis im Wallis ablieferte. Ähnlich wie die erste Partie an gleicher Stätte im Herbst.Damit ist der EHC Brandis gegen den HC Sion in dieser Saison noch ungeschlagen. In der letzten Saison – während der Meisterrunde gegen Sion und Frauenfeld – setzte es aber gegen die Walliser zweimal eine Niederlage ab. Darum gilt: Will der EHC Brandis erneut gegen die Rhônetaler siegen, muss das Team erneut eine tadellose Leistung abrufen, bei der alles stimmen muss.   

(pmu)