Nicht verzweifeln...

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Nicht verzweifeln, aber rasch Korrekturen anbringen

Der EHC Brandis kommt in der 1.-Liga-Eishockkeymeisterschaft nicht vom Fleck, weil er Spiele verliert, die er eigentlich klar gewinnen müsste, wie zuletzt das Heimspiel gegen Lyss (2:3-Niederlage). «Wir dürfen jetzt nicht verzweifeln, gleichzeitig müssen wir aber nun rasch gewisse Korrekturen anbringen», blickt Stürmer Janick Holzer auf die kommenden Spiele, die wegweisend sein werden.

Noch liegen die Teams in der Zentral-Gruppe nahe beisammen. Dennoch muss der EHC Brandis aufpassen, nicht frühzeitig den Anschluss an die vorderen Mittelfeldplätze zu verlieren. Zuletzt gab es im Heimspiel gegen Lyss erneut einen argen und zugleich unerwarteten Dämpfer. Bei der 2:3-Niederlage gegen die Seeländer waren die Emmentaler zum Teil klar überlegen und dominierten die Partie. «Aber unsere Chancenauswertung war miserabel», zeigt sich Brandis-Stürmer Janick Holzer selbstkritisch.

Man habe genügend Chancen gehabt, um die Partie in andere Bahnen zu lenken. Nachdem man in den ersten Spielen jeweils katastrophal gestartet war und stets früh in Rückstand geriet, konnte dieser Mangel behoben werden, «aber jetzt fehlt die letzte Konsequenz im Abschluss», stellt der 24-jährige Immobilien-Kaufmann fest, der auf diese Saison hin von Düdingen zu Brandis kam. Läuferisch und auch im Defensivverhalten habe man seit Saisonbeginn Fortschritte erzielt, erwähnt der ehemalige Falcons-Spieler. «Wenn wir jetzt noch im Abschluss effizienter werden, dann gewinnen wir solche Spiele wie zuletzt gegen Lyss.»

Gleichzeitig gibt Holzer aber zu, dass gerade solche Partien wie gegen die Seeländer am Nervenkostüm zerren. «Es schmerzt am Ende gewaltig, wenn man nach einem Spiel, das man mehrheitlich dominiert hat, mit leeren Händen da steht.» Trotzdem warnt er davor, nicht zu viele Gedanken daran zu verschwenden. «In dieser Situation darf man nicht zu stark an seinen Fähigkeiten zweifeln», rät er, um sogleich anzufügen: «Man muss einfach alles genau analysieren und korrigieren, was es zu korrigieren gibt.»

Er weiss aber auch, dass es jetzt keine Ausreden mehr gibt. «Jetzt müssen wir ein Heimspiel gewinnen, sonst verlieren wir den Anschluss an die vorderen Ränge.» Das wäre laut Holzer fatal, denn man verfolge in dieser Saison hohe Ziele. Das Erreichen der Masterround mit den sechs besten Teams ist ein erstes, ehrgeiziges Zwischenziel, das gefährdet ist, sollte der Brandis-Motor weiterhin stocken. Janick Holzer hat schon einiges erlebt und weiss, dass es im Teamsport immer wieder solche Phasen gibt. «Deshalb ist es wichtig, dass man Niederlagen wie jene gegen Lyss rasch abhakt. Ein Sieg und die Moral stimmt wieder. Und mit mehr Selbstvertrauen gelingen Dinge, die zuvor ‹abverheit› sind», gibt sich der Stürmer weiterhin optimistisch.

Walter Ryser, artext GmbH