Die Masterround rückt näher...

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Die Masterround rückt wieder deutlich näher

Aufatmen beim EHC Brandis. Mit dem 5:3-Sieg im Derby gegen Nachbar Burgdorf haben die Emmentaler in der 1.-Liga-Eishockeymeisterschaft den Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt und gleichzeitig den verunglückten Saisonstart korrigiert. «Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht gleich wieder einen Rückschlag erleiden», warnt Stürmer Ken Zurflüh vor verfrühter Euphorie.

Der EHC Brandis kann doch noch siegen. Das hat die Misteli- Truppe im Derby gegen Burgdorf eindrücklich unter Beweis gestellt. Brandis dominierte die Partie über weite Strecken, hatte Gegner und Spiel im Griff. Bereits nach 34 Minuten führten die Gäste mit 3:0. «Dieses Spiel hat gezeigt, was wirklich in unserer Truppe steckt», freut sich Stürmer Ken Zurflüh über den gelungenen Auftritt. Er gibt gleichzeitig zu verstehen, dass man nach diesem Erfolg erleichtert gewesen sei, «obwohl wir immer wussten, was wir können und nicht dahin gehören, wo wir zuletzt platziert waren», gibt er zu verstehen.

Mit dem Punktgewinn gegen Leader Zuchwil und dem Erfolg über Burgdorf hat der EHC Brandis den missglückten Saisonstart korrigiert und gleichzeitig auch den Anschluss an die vorderen Mittelfeldränge wieder hergestellt. Das Erreichen der oberen Masterround (die fünf besten Teams qualifizieren sich dafür, rückt wieder in greifbare Nähe. «Obwohl wir gegen Burgdorf viele Absenzen zu beklagen hatten, waren wir auf dem Eis eine verschworene Truppe, bei der Einstellung, Kampfgeist und Disziplin hervorragend waren », streicht Zurflüh die Stärken der Brandis-Truppe heraus. Es sei zweifellos das bislang beste Spiel gewesen, fügt der 33-jährige Haustechnik-Planer aus Kirchberg hinzu. Aber nicht nur mit Blick auf die Tabelle sei der Erfolg sehr wertvoll gewesen, sondern auch für die zuletzt doch etwas angeschlagene Moral. «Wenn man das Nachbarderby gewinnt, ist das ein toller Motivationsschub, den man mit ins nächste Spiel nehmen kann», bestätigt Zurflüh, der die vierte Saison bei Brandis spielt. Gleichzeitig weiss er aber auch, dass dieser Erfolg nur dann wirklich etwas zählt, wenn man im kommenden Spiel nicht gleich wieder einen Rückschlag erleidet, wie zu Beginn der Saison, als man Burgdorf im ersten Spiel ebenfalls bezwang und an-schliessend gegen Wiki sang- und klanglos 0:5 unterging.

Das soll heute Samstag nicht noch einmal der Fall sein. «Wichtig ist, dass wir erneut, wie in den beiden letzten Spielen, von Anfang an parat sind», warnt Zurflüh, denn bislang habe sich gezeigt, dass Brandis mit zunehmender Spieldauer immer besser werde und den Gegner dadurch sowohl spielerisch wie auch mental unter Druck setzen könne. Auch dürfe man sich durch die deutlich bessere Perspektive nicht nervös machen lassen. «Was wir zuletzt gezeigt haben, war wirklich gut. Jetzt müssen wir diese Leistung erneut abrufen und im gleichen Stil weiterfahren», kennt der ehemalige NLB-Spieler Ken Zurflüh (Visp, Forward Morges) das Erfolgsrezept, das es auch gegen die Aaretaler anzuwenden gilt.

Walter Ryser, artext GmbH