Eine hervorragende Ausgangslage...

ehcb-brandis-hockey-michael-reinhard

Plötzlich bietet sich Brandis eine hervorragende Ausgangslage

Obwohl der EHC Brandis momentan in der Erstliga- Eishockeymeisterschaft nur auf Rang acht klassiert ist, bietet sich den Emmentalern eine hervorragende Ausgangslage im Kampf um die obere Masterround der besten fu?nf Teams. Gewinnt nämlich die Misteli-Truppe die beiden nächsten Spiele gegen Adelboden und Belp, ru?ckt das erste Ziel greifbar nahe.

Lange präsentierte sich die Situation des EHC Brandis du?ster. Die Emmentaler kamen spät auf Touren und blieben in den hinteren Regionen der Tabelle hängen. Der Traum vom Erreichen der oberen Masterround der besten fu?nf Teams schien auch diese Saison fru?h zu platzen. Doch plötzlich fing sich die Truppe von Trainer Roger Misteli, zeigte beherzte Auftritte, punktete gegen die favorisierten Teams Burgdorf und Zuchwil und stellte den Anschluss zur Spitzengruppe wieder her. Zwar liegt Brandis momentan nur auf Rang acht, doch der Abstand zum drittplatzierten Burgdorf beträgt bloss zwei Punkte.

Damit verfu?gt Brandis plötzlich u?ber eine gute Ausgangslage im Hinblick auf die obere Masterround der besten fu?nf Teams, nicht zuletzt deshalb, weil man in den nächsten beiden Spielen mit Adelboden und Belp zwei Gegner vorgesetzt bekommt, die man durchaus bezwingen kann. Dabei dient die letzte Partie gegen die Argovia Stars (3:2-Sieg) als Vorbild. «Der Wille war ausschlaggebend. Es war ein harter Kampf und am Ende ein Arbeitssieg», bemerkt Brandis-Verteidiger Michael Reinhard. Der 21-Jährige fu?gt hinzu, dass man sich vor dieser Partie bewusst gewesen sei, dass man jetzt unbedingt gewinnen mu?sse und es dafu?r einen Sonder- Effort benötige.

Klar, sei in dieser Situation ein gewisser Druck vorhanden, bestätigt Reinhard, der seine Karriere beim EHC Napf begann, später im Nachwuchs des SC Langenthal spielte und vor zwei Jahren zu Brandis kam. «Aber nach dem Ausgleich hat sich die Nervosität gelegt», blickt er auf das Spiel gegen die Aargauer zuru?ck. Weil alle Teams von Platz drei (Burgdorf) bis zum zehnten Rang (Basel) nur fu?nf Punkte auseinander liegen, sei es wichtig, eine gewisse Lockerheit zu bewahren, sich nicht zu verkrampfen. «Jetzt mu?ssen wir selbstsicher und bestimmt auftreten», weiss Michael Reinhard was in dieser Situation gefordert ist.

Das habe man in den letzten Spielen bereits getan, betont der Verteidiger. In der Defensive sei man stabiler gewesen, besser gestanden und in der Offensive habe man mit mehr Zug aufs Tor agiert. «Wir haben vermehrt den direkten Weg auf das Tor gesucht und sind in der gegnerischen Zone nicht mehr so verspielt aufgetreten.» Nicht nur die Mannschaft, auch er selber habe sich in den letzten Wochen deutlich gesteigert, freut sich der Verteidiger aus Wasen. Er habe zu Beginn der Saison Mu?he gehabt, weil die Abstimmung in der Abwehr nicht optimal gewesen sei, «doch jetzt haben wir uns gefunden und das hat sich auch positiv auf meine Leistungen ausgewirkt, läuft es mir doch seit einiger Zeit von Spiel zu Spiel besser.»

Walter Ryser, artext GmbH