Vorschau Brandis - Burgdorf

 

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Auf dem Weg zur Playoff-Form

Der EHC Brandis zeigt Stärke. Der Emmentaler Eishockey-Erstligist hat die Leaderposition in den Spielen gegen die Verfolger Lyss (4:3) und Basel behauptet. «Langsam aber sicher befinden wir uns dort, wo wir seit Beginn der Saison hin wollten», zeigt sich auch Stürmer Patric Buri zufrieden mit der jüngsten Entwicklung. Beim abschliessenden Heimspiel gegen Burgdorf soll heute Abend der Qualifikations- Sieg sichergestellt werden.

Lange Zeit warf der EHC Brandis Fragezeichen auf. Doch in den letzten drei Wochen setzte die Equipe von Trainer Andreas Beutler einige bemerkenswerte Ausrufezeichen. Nach dem klaren Sieg im Spitzenkampf gegen Thun (4:0) liessen die Emmentaler auch Siege gegen die Verfolger Lyss und Basel folgen und verteidigten damit ihre Leaderposition. Diese Entwicklung freut auch die Spieler, die in der ersten Hälfte der Qualifikation hin und wieder Zielscheibe von Kritik wurden. «Wir sind praktisch dort angelangt, wo wir von Anfang an hin wollten», hält der 26-jährige Aussendienstmitarbeiter einer Versicherung fest.

Zuletzt wenig Gegentore 

Nun gewinne man auch Spiele, die eng seien, «weil wir zuletzt vor allem in der Abwehr sehr diszipliniert agiert haben », stellt Buri mit Erleichterung fest. Er spricht in diesem Zusammenhang von einem positiven Schritt, den die Mannschaft in den letzten Wochen vollzogen habe. Man erhalte nur noch wenige Gegentore, so habe man in den letzten Spielen kaum noch mehr als zwei Treffen hinnehmen müssen. Auf der andern Seite verfüge man über genügend Offensivpotenzial und man habe in den meisten Spielen drei und mehr Tore erzielt, was meistens zum Sieg reichte.

Gemäss Patric Buri, der nach einem Zwischenjahr in der zweiten Mannschaft auf diese Saison hin wieder ins Erstliga-Team zurückgekehrt ist, habe in den letzten Wochen im Team ein wichtiger Denkprozess stattgefunden. «Nach der durchzogenen ersten Qualifikationshälfte haben wir erkannt, dass es in dieser Gruppe nicht von alleine geht, dass selbst gegen schwächere Gegner Siege nur mit Leidenschaft und Herz zustande kommen.» Ganz wichtig sei aber auch, dass mittlerweile die Rollenverteilung im Team klar geregelt sei.

Zum Instinkthockey zurückgekehrt

Mental seien die letzten Siege enorm wichtig gewesen. «Wir wissen jetzt, dass wir alle Gegner schlagen können.» Nach den Niederlagen gegen Lyss und Thun in der Vorrunde, seien die beiden Siege in den Rückspielen ein wichtiges Signal gegen innen wie aussen gewesen. Das habe dem Team zusätzliches Selbstvertrauen verschafft. «Jetzt wollen wir den ersten Platz verteidigen und den Qualifikationssieg sicherstellen », betonte der Brandis-Stürmer. Dass es ausgerechnet im letzten Spiel zum Derby mit Nachbar Burgdorf kommt, macht aus diesem Vorhaben eine pikante Angelegenheit.

Das werde keine einfache Aufgabe, weiss Patric Buri, Derbys kennen eigene, unberechenbare Gesetze. Nur zu gerne würden sie den «ungeliebten» Nachbarn Brandis am letzten Spieltag noch vom Leaderthron stürzen. Doch Buri gibt zu verstehen, dass man sich im Verlaufe der Saison einerseits gesteigert habe, andererseits aber auch gelernt habe, mit dem Druck der Favoritenrolle umzugehen. «Haben wir zu Beginn der Saison oftmals zu viel überlegt und glaubten, alles perfekt machen zu müssen, sind wir unterdessen zum Instinkthockey zurückgekehrt und spielen einfach frisch von der Leber weg, mit Engagement, Freude und Leidenschaft, ohne immer über alles nachzudenken und alles zu hinterfragen.» Deshalb ist der Brandis-Akteur auch überzeugt: «Wenn es uns gelingt an die letzten Spiele anzuknüpfen und wir Rhythmus und Tempo über weite Strecken bestimmen können, dann werden wir gewinnen, weil es für jeden Gegner extrem schwierig wird, uns zu kontrollieren», wagt Patric Buri eine Kampfansage Richtung Derby-Gegner Burgdorf.

artext GmbH, Walter Ryser