Vorschau Brandis - Thun 1. Spiel

 

Schuetz Markus l 1

Beutler-Team schreibt Vereinsgeschichte

Der 7:2-Sieg im entscheidenden fünften Playoff-Halbfinalspiel gegen Wiki am letzten Dienstag wird in die Vereinsgeschichte des Eishockey-Erstligisten EHC Brandis eingehen. Mit diesem Sieg hat die Beutler- Truppe zum ersten Mal den Playoff-Final erreicht. Doch damit gibt man sich bei den Emmentalern nicht zufrieden, wir Verteidiger Markus Schütz zu verstehen gibt: «Dieser Sieg ist bloss ein weiterer kleiner Schritt auf unserem diesjährigen Weg», sagt er bloss dazu.

Markus Schütz kann den Halbfinal-Erfolg gegen Wiki aber sehr wohl einordnen. «Sicher, für den EHC Brandis war es ein ganz grosser Sieg und eine schöne Geschichte, für uns Spieler aber einfach ein nächster Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel.» Und dieses erste grosse Ziel ist mittlerweile in greifbare Nähe gerückt. Der Gruppensieg in der Zentralschweiz ist zweifellos eines jener Ziele, die sich das Team vor Saisonbeginn gesteckt hat. Damit will der Kirchberger Finanzberater aber keineswegs den Halbfinal-Erfolg über Wiki abwerten. «Im Gegenteil, uns ist nach dem Sieg ein Stein vom Herzen gefallen und wir haben uns nach dem Spiel in der Garderobe mächtig über den Finaleinzug gefreut», betont Markus Schütz.

Mental unantastbar 

Die Brandis-Akteure waren sich in diesem Moment durchaus bewusst, dass sie einen gewaltigen Stolperstein hinter sich gelassen haben, der die Emmentaler aus dem Gleichgewicht, aber nicht zu Fall gebracht hat. Im fünften Spiel kam es erneut, wie schon zuvor in den Spielen zwei und drei (9:0- und 5:0-Siege), zu einer beeindruckenden Brandis-Machtdemonstration. «Es ist uns in diesem Spiel hervorragend gelungen, all das, was bisher vorgefallen war, wegzustecken», bemerkt der Brandis-Verteidiger. Aber auch während des Spiels sei man immun gegen Störmanöver gewesen. «Wir waren mental unantastbar. Egal, was in diesem Spiel geschah, wir haben uns in keiner Phase aus dem Konzept bringen lassen und hielten uns von der ersten bis zur letzten Minute konsequent an unseren Spielplan», erwähnt Markus Schütz. 

Man habe in seinen Bemühungen keinen Moment nachgelassen. Das habe zuvor, in Spiel vier (3:5-Niederlage), gefehlt. «Dadurch haben wir Wiki regelrecht zermürbt.» Vier Tage später beginnt alles wieder bei null und geht es nun im Playoff- Final gegen Thun um den Gruppensieg. Markus Schütz spricht zwar davon, dass Thun, als spielstarkes Team Brandis besser behagen dürfte als Wiki, dennoch erwartet er eine harte und ausgeglichene Auseinandersetzung. «Das wird deswegen für uns nicht einfacher, aber sicher ganz anders als gegen Wiki.» Thun pflege ein schnelles und spielerisch gutes Eishockey, ähnlich wie Brandis. Schütz glaubt deshalb, dass der Final auch für die Zuschauer äusserst attraktiv werden könnte. 

7:2-Sieg als Gradmesser 

Der Verteidiger, der auf diese Saison hin von Unterseen zu den Emmentalern stiess, kennt aber bereits das Erfolgsrezept. «Der 7:2-Sieg im letzten Spiel gegen Wiki ist unser Gradmesser. Diese Partie ist für mich ein Musterbeispiel dafür, wie man eine Partie über weite Strecken spielen sollte, wenn man gewinnen will.» Man dürfe keinen Gedanken daran verschwenden, den einen oder andern Schritt nicht zu tun. «Dadurch wird der Gegner permanent unter Druck gesetzt und besitzt er keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten. Die Serie gegen Wiki habe ihnen noch eine andere, wichtige Erkenntnis geliefert: «Es ist völlig egal, wie hoch man in den Playoffs gewinnt, ein Kantersieg kann bereits zwei Tage später keinen Pfifferling mehr wert sein», ruft er die beiden Kantersiege gegen Wiki in Erinnerung, die Brandis beinahe zum Verhängnis wurden, weil sie den Emmentalern ein (falsches) Gefühl von Überlegenheit vermittelten. «Deshalb ist es wichtig, dass wir in der Finalserie nur noch das nächste Spiel vor Augen und im Kopf haben», betont Markus Schütz. 

artext GmbH, Walter Ryser