Vorschau Brandis - Thun 5.Spiel

Hene 

DAS EIS IST FÜR BRANDIS BIS 9. APRIL RESERVIERT

Der EHC Brandis kämpft Dienstag Abend auf eigenem Eis um den Sieg in der Zentralschweizer Gruppe der Erstliga-Eishockeymeisterschaft. Nach einem 0:2-Rückstand im Playoff-Final gegen Thun sind die Emmentaler zurückgekehrt und stehen vor dem grössten Triumph in der Vereinsgeschichte. Doch bei den Emmentalern lässt man keinen Zweifel daran aufkommen, dass damit nur ein weiteres Teilziel erreicht wäre. «Ich habe für Brandis das Eis in Hasle- Rüegsau bis zum 9. April reserviert», macht Brandis- CEO Heinz Krähenbühl klar, wohin die Reise noch gehen soll. An diesem Tag findet das Finalspiel um den Schweizer Amateurmeister statt…

Heinz Krähenbühl möchte diese Aussage aber keineswegs falsch verstanden haben. «Ich möchte nicht überheblich erscheinen, aber ich weiss, dass in diesem Brandis- Team enorm viel Potenzial steckt.» Auch möchte er damit die Mannschaft vor dem entscheidenden Playoff- Finalspiel gegen Thun nicht unter Druck setzen. «Nein, das wäre falsch, denn wir haben uns ein Ziel gesetzt, das wir über eine Zeitdauer von zwei, drei Jahren anstreben », gibt er zu verstehen, dass man bei einem allfälligen Scheitern nicht vom vorgegebenen Kurs abweichen wird. «Aber, wenn wir die Chance haben, dieses Ziel bereits diese Saison zu realisieren, sollten wir diese auch packen», ist der 51-jährige Huttwiler Unternehmer der Meinung.

Brandis hat noch genug Ziele 

Und Krähenbühl ist sicher, dass man heute Abend gewinnen und den Gruppensieg auf eigenem Eis feiern kann. «Wir verfügen über mehr Erfahrung als Thun, sind individuell besser besetzt und dadurch auch spielerisch besser. Wir müssen lediglich unsere Qualitäten vollumfänglich abrufen», stachelt er die Brandis-Akteure an, sich der grossen Chance bewusst zu sein und diese auch unmissverständlich zu nutzen. Sollte das Ziel verpasst werden, wäre auch der Brandis-CEO zweifellos enttäuscht, er sagt aber bereits vor dem letzten Playoff-Finalspiel: «Unser primäres Ziel für diese Saison war es, erneut einen Schritt vorwärts zu machen. Das haben wir mit der Qualifikation für den Playoff-Final zweifellos erreicht.»

Sollten die Emmentaler am Ende sogar am 9. April triumphieren, würde sich die Frage stellen, welche Ziele der Verein in Zukunft anpeilen könnte, wäre doch die Mission von Heinz Krähenbühl damit wohl bereits erfüllt. «Nein, auf keinen Fall, es gibt weitere Ziele, die wir anstreben», wehrt er ab. Ein grosses Ziel sei beispielsweise der Schweizer Cup, erwähnt der CEO. Zum dritten Mal in Folge hat sich Brandis für die erste Hauptrunde qualifiziert. «Der Cup bildet mittlerweile eine wichtige Einnahmequelle für uns. Deshalb legen wir auch grossen Wert auf diesen Wettbewerb, der für uns auch sportlich ein wichtiges Ziel darstellt. Aus diesem Grunde streben wir an, einmal im Cup eine Überraschung zu schaffen und eine Runde weiter zu kommen.»

Super 1. Liga lockt 

Im Mittelpunkt der nächsten Saison stehe aber ganz klar die Qualifikation für die neue Super 1. Liga, die ab der Saison 2017/18 in Szene gehen wird. Teams, die sich für die neue Spielklasse empfehlen möchten, müssen nach der Qualifikation in den ersten vier Rängen qualifiziert sein. «Auch wenn wir dieses Jahr die Qualifikation als Sieger abschlossen, wird das nächste Saison kein Selbstläufer werden, denn es gibt einige Anwärter für diese ersten vier Plätze», betont Heinz Krähenbühl und erwähnt beispielsweise Zuchwil, das bereits heftige Aktivitäten auf dem Transfermarkt entfalte. Aber auch Burgdorf, Thun oder Wiki seien Kandidaten, weiss der Brandis-CEO. 

Man werde den Kern des aktuellen Teams zusammenhalten, gewährt Krähenbühl einen Blick auf die bevorstehende Kaderbildung für nächste Saison. Daneben werde man das Team verjüngen und punktuell verstärken und ergänzen. Man wolle einige Positionen mit etwas mehr Energie versehen, «damit der Hunger auf weitere Erfolge erhalten bleibt», gibt Heinz Krähenbühl zu verstehen. Er ist überzeugt, dass bei Brandis in allen Belangen noch reichlich Luft nach oben vorhanden ist.

artext GmbH, Walter Ryser