Start mit grosser Portion Euphorie


Beim EHC Brandis freut man sich auf die neue Erstliga-Eishockeysaison. Mehr noch: Im und um den Verein ist eine richtige Euphorie entstanden. Neuerungen in der Eishalle „Brünnli“ in Hasle-Rüegsau, ein neues Dress, ein neues Logo und ein neuer Trainer sorgen für viel frischen Wind bei den Emmentalern. „Es kribbelt gewaltig im Verein“, betätigt Brandis-Stürmer Daniel Bieri.

„Jeder, der die Eishalle betritt, merkt sofort, dass sich hier einiges verändert hat“, sagt Daniel Bieri. Der Brandis-Stürmer und seine Teamkollegen schätzen die Veränderungen, die vorgenommen wurden. Erstmals werden Erstliga-Spiele in Hasle-Rüegsau mit Plexiglas-Banden ausgetragen. Ein Resultat-Anzeigewürfel über dem Eisfeld sorgt für bessere und übersichtlichere Informationen. Und die Mannschaft tritt mit neuem Dress und mit einem neuen Logo an. „Es herrscht eine extreme Aufbruchstimmung, jeder merkt, dass etwas geht in diesem Klub“, bestätigt Bieri.

Der 33-jährige CNC-Programmierer hat festgestellt, dass sich die Neuerungen positiv auf die Mannschaft ausgewirkt haben. „Wir sind motiviert und spüren die Euphorie, die in diesem Verein entstanden ist.“ Gleichzeitig warnt Bieri aber davor, nicht übermotiviert in die Saison zu steigen oder die Euphorie gar als Belastung zu empfinden. „Ich weiss, dass mit den Änderungen auch eine gewisse Erwartungshaltung entstanden ist. Für uns gilt es deshalb, diese Euphorie in positive Energie umzuwandeln und damit einen guten Start zu realisieren.“

Eine gute Balance finden
Auch das Team selbst hat Änderungen erfahren. Einerseits habe man mit diversen Abgängen eine Portion Erfahrung verloren, mit den Zuzügen dagegen aber auch an Ehrgeiz und Willen gewonnen, erwähnt Daniel Bieri. Vor allem über die intensivierte Zusammenarbeit mit Olten ist er froh, der selber einmal das Dress der Dreitannenstädter trug. Dass der NLB-Klub dem Erstligisten mehrere Nachwuchsspieler zur Verfügung stelle, sei ein grosser Vorteil, „nicht zuletzt, weil jene Spieler, die bislang bei uns mitgewirkt haben, mit grosser Motivation und Freude auftraten und dies nicht als Strafaufgabe empfanden.“ So könne man gegenseitig voneinander profitieren. Bieri gibt zu verstehen, dass er es jedem Oltner Nachwuchsspieler gönne, wenn er wieder zu seinem Verein zurückkehren und vielleicht im NLB-Team Unterschlupf finden könne. „Das wäre dann auch für uns ein schöner Leistungsausweis“, betont er.

Für Daniel Bieri ist klar, dass es nun gilt, die vorhandenen Vorteile zu nutzen und optimal einzusetzen. „Mit dem grossen Ehrgeiz, dem Willen und dem Speed, denn die jungen Akteure ins Spiel einbringen, können wir einiges bewirken. Der Ufhuser ist überzeugt, dass es dieses Jahr möglich ist, bereits an Weihnachten einen Playoff-Platz auf sicher zu haben, dass man die Masterround der oberen sechs Teams erreicht. „Wichtig ist, dass wir auf dem Eis eine gute Balance finden, nicht allzu überhastet agieren oder kopflos nach vorne stürmen. Die jungen Spieler müssen lernen, clever und überlegt zu agieren.“ Der routinierte Brandis-Stürmer ist aber überzeugt, dass Brandis dieses Jahr über so viel (Entwicklungs-)Potential verfügt, dass die Emmentaler nicht bloss einen unangenehmen Gegner darstellen werden, sondern einen, der sogar für eine grosse Überraschung fähig sein könnte.