Nicht zu viel nachdenken...

«Spiel für Spiel nehmen und nicht zu viel nachdenken»

Mit Beginn des neuen Jahres startet der EHC Brandis zu einer Aufholjagd. Die Emmentaler wollen im neuen Jahr Versäumnisse aus dem alten Jahr korrigieren und in den zehn Spielen der Quali-Masterround noch den Sprung in die 1.-Liga-Playoffs schaffen. «Jetzt gilt es für uns, in jedem Spiel von Anfang an bereit zu sein», weiss auch Brandis-Verteidiger Martin Gasser, dass man sich in den kommenden Spielen keine grossen Aussetzer mehr leisten darf.    


Für den EHC Brandis beginnt mit dem neuen Jahr ein unerwartet harter Saisonabschnitt. Nach dem klaren Verpassen der angestrebten Masterround sind die Emmentaler gezwungen, eine Aufholjagd zu starten. Vor dem Auftakt zur 1.-Liga-Quali-Masterround liegt das Team von Trainer Roger Misteli bloss auf dem vierten Rang. Der Abstand zum letzten Playoff-Platz (Rang zwei) beträgt zwar nur zwei Zähler, wäre aber gleichbedeutend mit dem Aufeinandertreffen in den Playoffs mit dem bislang überragenden Zuchwil. Also,  wäre es wohl wünschenswert, die Quali-Masterround auf dem ersten Platz abschliessen zu können. Um dieses (hochgesteckte) Ziel noch zu erreichen, müssen die Emmentaler sechs Punkte gegenüber dem führenden Basel aufholen.

Unmöglich scheint dieses Unterfangen nicht zu sein, das glaubt auch Brandis-Verteidiger Martin Gasser. Gleichzeitig weiss der 23-jährige Plattenleger aber auch, dass dafür mehrere erstklassige Leistungen nötig sind – etwas, das Brandis bislang viel zu selten zustande brachte.  Gasser sagt jedoch, dass man zuversichtlich in die Serie steige. «Zum Abschluss der Qualifikation haben wir einige gute Spiele absolviert, dass wir nicht mehr Punkte erobert haben, lag oftmals nur an kleinen Details.» Der Langnauer ist sich aber bewusst, dass genau hier das grösste Problem bei seinem Team liegt. «Ja, nun müssen wir in der Lage sein, während 60 Minuten sehr gutes Eishockey zu spielen», macht er sich nichts vor. Wichtig sei deshalb, dass man jeweils von Anfang an bereit sei und nicht bereits nach wenigen Minuten einem Rückstand nachrennen müsse, wie das in der Qualifikation einige Male der Fall war.

Der Plattenleger-Lehrling, der bei den SCL Young Tigers eine Berufssportlerlehre absolvierte und nach einem Abstecher in die NLB zu Ajoie im Sommer zu Brandis stiess, betont, dass man von aussen keinen Druck verspüre, aber sich selber mit dem Erreichen der Playoffs Druck auferlegt habe. «Wir haben über die Feiertage hart gearbeitet, um dieses Ziel erreichen zu können», erwähnt er und weist darauf hin, dass man sogar an Silvester auf dem Eis gestanden sei.

Für Gasser, dem es bei Brandis sehr gut gefällt, ist wichtig, dass man in den kommenden Spielen als Einheit auftritt. «Alle fünf Spieler auf dem Eis sind gefordert, müssen defensiv und offensiv ihren Anteil leisten.» Es gelte jetzt, den Erfolg konsequent anzustreben. «Jeder Schuss muss aufs Tor kommen», sagt er und gibt gleich zu verstehen, dass dies aber nicht genüge. «Wir müssen vor dem gegnerischen Tor aktiver sein, Schüsse ablenken und blitzschnell auf Abpraller reagieren.» Das Rezept für das Erreichen der Playoffs liegt bereit, die Zutaten sind bekannt, die «Brandis-Köche» müssen jetzt nur noch das Ganze richtig zubereiten...      

Walter Ryser