Einfacher und gradliniger...

«Unser Spiel ist einfacher und gradliniger geworden»

Der EHC Brandis schöpft wieder Playoff-Hoffnung. Der Emmentaler Eishockey-Erstligist ist optimal in die Quali-Masterround gestartet und hat die drei ersten Spiele alle gewonnen und sich auf den zweiten und damit letzten Playoff-Platz vorgearbeitet. «Nach dem Trainerwechsel ist unser Spiel einfacher und gradliniger geworden», zeigt sich Brandis-Verteidiger Sascha Uwer erfreut u?ber die steigende Formkurve.

Beim EHC Brandis wurde viel daru?ber gespropchen, welch grosses Potenzial in der Equipe steckt. Doch im Verlaufe der ersten Saisonphase konnte dieses nur selten ausgeschöpft werden, was zur Folge hatte, dass Brandis die angestrebte Masterround verpasste und sogar mit einem Punkteru?ckstand auf die Playoff-Plätze in die Quali-Masterround starten musste. Doch der Auftakt zu dieser zehn Spiele umfassenden Serie ist den Emmentalern optimal gelungen. Die ersten drei Spiele konnten gleich gewonnen werden. Dabei u?berzeugte
nicht bloss die maximale Pukteausbeute, sondern auch die klaren Resultate (5:1 gegen Thun, 8:3 gegen Basel und 6:4 gegen Zunzgen).

Den Grund fu?r den Umschwung sieht Verteidiger Sascha Uwer im Trainerwechsel, der vor Weihnachten erfolgt ist. «Über die Festtage haben wir viel trainiert und einige Dinge geändert. Das hat sich nun in den ersten Spielen bemerkbar gemacht», erzählt der 21-jährige Signauer. Man lege nun sehr viel Wert auf ein gutes Defensivverhalten. «Die Gegner erhalten nicht mehr so viele Möglichkeiten.» Aber auch im Angriff treten die Brandis-Akteure effizienter in Erscheinung und erzielen mehr Tore als zuvor. «Unser ganzes Spiel ist nicht mehr so kompliziert angelegt, sondern einfacher und gradliniger geworden», stellt Uwer fest.

Die drei Siege seien nicht bloss fu?r das Punktekonto gut gewesen, sondern auch fu?r das Selbstvertrauen der EHCB- Spieler, erwähnt der Schreiner, der im Novizen-Alter von den SCL Young Tigers zu Brandis kam, heuer aber die erste Saison im Erstliga-Team bestreitet. «Gegen Zunzgen haben wir beispielsweise in der Schlussphase eine Partie gewonnen, die wir zuvor wohl noch verloren hätten», weist er auf die Auswirkungen des gesteigerten Selbstvertrauens hin. Sascha Uwer weiss jedoch, dass man trotz drei aufeinanderfolgenden Siegen noch
nichts erreicht hat und die Playoff-Teilnahme nach wie vor fraglich ist. Verlieren verboten lautet weiterhin das Motto beim EHC Brandis.

Fu?r den Verteidiger bedeutet dies aber keine Belastung. «Im Gegenteil, es ist ein schöner Druck und eine tolle Herausforderung, dass wir das Saisonziel wieder in Reichweite haben.» Damit dieses Tatsache wird, mu?sse auch in den kommenden Spielen die Einstellung stimmen. «Alle mu?ssen sich fu?r das Team einsetzen und jeder auf dem Eis auch fu?r den andern arbeiten.» Wichtig sei auch, sich nicht vom Blick auf die Tabelle ablenken zu lassen. Jetzt gilt es gemäss Sascha Uwer, die Vorrunde mit einem Sieg gegen Belp abzuschliessen und dann könne man schauen, wo man stehe und sich neu orientieren und auf die nächsten Partien ausrichten.

Walter Ryser