Viel Ehrgeiz...

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Jürg Dällenbach ist mit viel Ehrgeiz zu Brandis gekommen

Er gehörte über viele Jahre hinweg zu den bestandenen Spielern in der National League B. Mit dem Wechsel in die erste Liga zum EHC Brandis hat er seine Profikarriere abgeschlossen und einen neuen Abschnitt in seiner Eishockey- Laufbahn eingeläutet. Geblieben sei aber der Ehrgeiz, sagt der 30-jährige Verteidiger, der mit seinem neuen Klub vorne mitspielen will.

Mit der Verpflichtung des Verteidigers Jürg Dällenbach vom NLB-Klub La Chaux-de-Fonds hat der EHC Brandis einen Transfer-Coup gelandet. Der 30-jährige Familienvater (Sohn Toivo ist 15 Monate alt) hat viele Jahre lang in der Nationalliga B gespielt, für Visp, Olten, Biel, Sierre und La Chauxde- Fonds. In dieser Zeit war Eishockey zum grössten Teil seine Hauptbeschäftigung. «Der Wechsel in die erste Liga zu Brandis war zugleich ein einschneidender Moment in meinem Leben», gibt er zu verstehen, dass die Beendigung der Profikarriere nicht spurlos an ihm vorüber ging. Dällenbach bestätigt, dass es eine gewisse Zeit gedauert habe, sich an die neuen Lebensumstände zu gewöhnen. Trainiert wird nun abends und nicht mehr während des Tages, zudem arbeitet der in Niederhünigen wohnhafte Jürg Dällenbach in einem 100-Prozent-Job als Sekundarlehrer in Koppigen.

Die Profikarriere ist abgeschlossen, mitgenommen nach Brandis hat er jedoch den sportlichen Ehrgeiz, wie er selbst bestätigt. «Ich habe mich für Brandis entschieden, weil ich hier spürte, dass man in diesem Klub ähnlich denkt wie ich und auch etwas aufbauen und erreichen will», sagt er. Wenn er spiele, müsse es einfach um etwas gehen, fügt er lachend hinzu. Er sei positiv überrascht von den ersten Eindrücken, betont der Verteidiger. «Die Spieler sind sehr gut <zwäg> und weisen ein ansprechendes Niveau auf», stellt er seinen neuen Teamkollegen ein gutes Zeugnis aus. Er sei mittlerweile angekommen in der ersten Liga und vom Team sehr gut aufgenommen worden. Es mache ihm deshalb auch riesig Spass, versichert Jürg Dällenbach.

Daran ändert auch der böse «Taucher» bei Wiki (0:5) im zweiten Meisterschaftsspiel nichts. «Im ersten Spiel, beim 4:2-Sieg gegen Burgdorf ist es uns fast zu einfach gelaufen, dann sind wir von Wiki brutal auf den Boden der Realität zurückgeholt worden», analysiert Dällenbach nüchtern. Er warnt seine Mitspieler, nicht zu lange an dieser Niederlage herumzustudieren. «Von solchen Spielen darf man sich nicht verunsichern lassen.» Dennoch hätten die ersten beiden Spiele Verbesserungspotenzial offenbahrt. Beide Male sei man früh in Rückstand geraten. Das sei ein mentales Problem, an dem man arbeiten müsse.

Für den Brandis-Verteidiger ist deshalb klar, dass man die kommende Partie gegen die Argovia Stars anders beginnen müsse. «Wir müssen uns auf die ersten fünf Minuten konzentrieren und in dieser Phase einfach kein Gegentor kassieren. » Später gelte es dann, sukzessive Druck auf den Gegner auszuüben. Dällenbach ist überzeugt, dass mit dem aktuellen Team in dieser Saison sehr viel möglich ist. «Es gilt einfach, aus jeder Situation das Optimum herauszuholen, denn es ist ganz klar unser Ziel, in der vorderen Tabellenhälfte mitzuspielen.»

Walter Ryser, artext GmbH