Das Team hat Charakter...

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Das Team hat Charakter gezeigt und sehr gut reagiert

Der EHC Brandis steht bereits früh in der Saison vor wegweisenden Spielen. In den zwei Heimspielen morgen gegen Belp und am Samstag gegen Thun wird sich weisen, ob die Emmentaler ein ernsthafter Kandidat für die Masterround der besten sechs Teams sind. «Nach dem 0:5 gegen Wiki hat die Mannschaft Charakter gezeigt und gut reagiert», blickt Stürmer Sandro Hain den Partien zuversichtlich entgegen.

Der Auftakt zur neuen Erstliga-Saison verlief für den EHC Brandis wie eine Berg-und-Talfahrt. Nach dem überraschenden Startsieg gegen Burgdorf (4:2) folgte der Taucher bei Wiki (0:5), der anschliessend im Heimspiel gegen die Argovia Stars wieder korrigiert wurde (5:4-Sieg n. V.). Gerade diese Partie habe gezeigt, dass man diese Saison eine gut funktionierende Mannschaft habe, ist Stürmer Sandro Hain überzeugt. Denn auch gegen die Aargauer taten sich die Emmentaler lange Zeit sehr schwer und lagen bis zur 43. Minute mit 2:4 in Rückstand, ehe man mit einem Kraftakt noch den Ausgleich bewerkstelligen und in der Verlängerung gar noch den Sieg sicherstellen konnte.

«Das war sehr wichtig für die Moral der Mannschaft», stellt Sandro Hain erleichtert fest. Man habe gesehen, dass viel Charakter in dieser Truppe stecke. Gleichzeitig hätten die ersten Spiele aber auch einige Mängel offenbart. «Wir haben in den ersten Spielen zu viele individuelle Fehler begangen », hat der 20-jährige Hain erkannt. Das sei eine Frage der Konzentration, «deshalb ist es enorm wichtig, dass sich jeder von uns voll und ganz auf seine Aufgabe konzentriere. » Es gehe nämlich darum, die Fehlerquote gering zu halten, weil das Leistungsgefälle in der Liga noch einmal abgenommen habe und viele Spiele eine enge Angelegenheit seien, gibt der Hochbauzeichner zu verstehen. Das Vermeiden von unnötigen Fehlern ist für Hain eine Grundvoraussetzung, um das erste Ziel zu erreichen. Er ist überzeugt, dass die aktuelle Brandis-Equipe über das Potenzial verfügt, um bis Ende Jahr unter den besten sechs Teams klassiert zu sein und damit die obere Masterround zu erreichen. Die beiden nächsten Spiele, zu Hause gegen Belp und Thun, seien diesbezüglich bereits wegweisend, weiss Hain, der aber deswegen keinen zusätzlichen Druck verspürt. «Das gehört zum Business, denn jeder von uns weiss, dass wir diese Spiele gewinnen sollten.»

Genauso wie mit der Leistung der gesamten Equipe, ist Stürmer Sandro Hain auch mit seinen bisherigen Auftritten nicht restlos zufrieden. Er habe noch körperliche Defizite, weil er wegen der Rekrutenschule kein Sommertraining absolvieren konnte. Kraft und Ausdauer sind gemäss Hain noch zu wenig vorhanden. Aus diesem Grunde absolviert er momentan zusätzlich auch Einsätze mit den Junioren Top des EHC Olten. Für ihn sei dies eine ideale Ergänzung, betont der Stürmer, der die dritte Saison bei Brandis spielt. «Hier kann ich nicht nur Spielpraxis sammeln, sondern auch zusätzliches Vertrauen tanken. Vertrauen, das er mit in die erste Liga nehmen kann, um mit dem EHC Brandis Richtung Masterround zu marschieren.

Walter Ryser, artext GmbH