CUP - Qualifikation Brandis-Basel

 

Brandis Heim 1

Cup-Qualifikation: EHC Brandis – EHC Basel KLH 3:2 (1:0, 0:0, 2:2)

Game-Winner 26 Sekunden vor der Schluss-Sirene

Von Päscu Müller

Anders als noch vor Wochenfrist präsentiert sich diese Cup-Qualifikation. Ein Spektakel blieb aus, eng war das Spiel aber alle mal. Kurz vor Ende der Partie überschlugen sich die Ereignisse mit einem Happy-End für Brandis. Brandis ist mit diesem Sieg im Cup 2017 eine Runde weiter.

Die Partie blieb äusserst eng und wurde in den Schlussminuten des dritten Drittels so richtig lanciert. Bis dahin führte Brandis mit 1:0, Basel. Danach drohte die Partie zu Gunsten der Basler zu kippen, diese führten plötzlich mit 2:1, ehe Marco Blaser mit einem kuriosen Treffer und Florian Dähler mit dem Game-Winner 26 Sekunden vor der Sirene den Sieg noch sicherten. „Nach dem 1:2 kurz vor Schluss waren wir in einer schwierigen Situation, als Mannschaft haben wir aber sehr gut reagiert“, sagt der überglückliche Schütze zum Siegestreffer. „Wir haben immer daran geglaubt, das 2:2 war enorm wichtig, klar ist es ein schönes Gefühl hat das mit dem Sieg noch geklappt“, erklärt Dähler seine Gefühlslage. „Wir haben das Spiel mehrheitlich kontrolliert und solide gespielt, schade haben wir nicht mehr aus unseren Chancen gemacht“, analysiert er das Spiel. „Das Spiel ist nicht zu vergleichen mit dem von letzter Woche, das war im Gegensatz zu heute nicht kontrolliert“. Dass es wiederum gegen die Basler eng wurde, hat auch mit den ausgelassenen Chancen zu tun. Zugegeben ein glücklicher Sieg des EHC Brandis, für dieses Glück haben sie aber auch bis zur letzten Sekunde hart gekämpft. Im Cup sind die Emmentaler damit eine Runde weiter.  

Diesmal starten beide Teams verhalten

Im Gegensatz zum Meisterschaftspiel vor einer Woche, wo es bereits in den ersten drei Minuten drei Tore zu beklatschen gab, starten diesmal beide Teams sehr abwartend in diese Cup-Qualifikation. Die erste wirkliche Chance, spielten sich die Basler heraus, für den Rebound lief aber keiner nach. Mit zunehmender Spieldauer fand Brandis besser ins Spiel, ohne aber gefährliche Torszenen zu kreieren. Auch die erste Überzahl-Situation sah zwar gefällig aus, blieb aber harmlos. Trotzdem blieb der EHC Brandis am Drücker, setzte Basel immer wieder unter Druck. In der 13. Minute wurde diese Hartnäckigkeit auch belohnt: Steiner passt in den Slot, dort lenkt Nägeli zur 1:0-Führung für die Emmentaler ab. Vergleicht man dieses erste Drittel mit dem ersten Drittel aus der Meisterschaft gegen den gleichen Gegner vor einer Woche, so bieten beide Teams kein Spektakel. Dies dürfte vor allem den beiden Trainer Beutler und Waldmeier aus taktischer Sicht besser gefallen haben, als noch vor Wochenfrist.

Die herausgearbeiteten Chancen wurden zahlreicher

Die ersten paar Minuten des Mitteldrittels gehören den Baslern. Brandis-Keeper Kaufmann zeigt sich aber hellwach und wehrt alle 7 Basler Schüsse in diesem Drittel ab. Die optische Überlegenheit von Brandis lässt sich in diesem Abschnitt auch statistisch belegen: Sie feuern 13 mal auf Osterwalder, ein Torerfolg will aber auch ihnen nicht gelingen. Selbst beste Chancen wurden ausgelassen. Erst verpasst Dähler eine tolle Hereingabe von Buri, dann Nägeli, der von Steiner bedient wurde um nur 2 Chancen heraus zu picken. Kurz darauf verzieht Gurtner seinen Schuss und kaum eine halbe Minute später sieht auch Kohler seinen Abschluss vom Basel-Keeper pariert. Zeitweise sah das Ganze aus wie in einem Powerplay. Apropos Powerplay: Zweimal durfte Brandis in Überzahl agieren, doch wie im ersten Drittel, sah das Ganze gefällig aus, war aber im Endeffekt zu harmlos.

Brutal dann der Start ins letzte Drittel. Inniger mit starker Arbeit im gegnerischen Slot, wird hart attackiert ohne dass die Schiedsrichter eingreifen. Basel fährt den Konter und trifft mit dem ersten Schuss zum 1:1. Keeper Osterwalder wurde gar der Assist gut geschrieben. Fünf Minuten vor Ende des Drittels braucht es sogar einen Big-Save von Kaufmann um nicht in Rückstand zu geraten. Nur 30 Sekunden später ist er aber machtlos, als Verteidiger Gfeller in den Slot spielt und Tuffet zum 1:2 abschliessen kann. Ein Kunstschuss von Blaser gleicht das Spiel wieder aus. Sein Schuss ans Plexiglas prallt via Rücken von Osterwalder zum 2:2 ins Tor. Fünfzig Sekunden vor Ablauf beklagt Brandis gar einen Pfostenschuss und 26 Sekunden vor der Sirene hämmert Dähler seinen Schuss zum 3:2-Sieg ins Basler Netz.
(pmu)

Telegramm: EHC Brandis – EHC Basel KLH 3:2 (1:0, 0:0, 2:2)

Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 185 Zuschauer – Schiedsrichter: Gäumann; Fankhauser / Cadonau

Torfolge:
13. Nägeli (Steiner) 1:0, 47. Voegelin (Osterwalder) 1:1, 55. Tuffet (Gfeller, Fritz) 1:2, 56. Blaser 2:2, 59. Dähler (Malicek, Patrick Meyer) 3:2

Strafen:
Brandis 2-mal 2 Minuten, Basel 3-mal 2 Minuten

Brandis:
Kaufamnn; Mosimann, Malicek; Prinz, Liechti; Seematter, Oberli; Schaad; Marco Meyer, Renato Schütz, Inniger; Nägeli, Holzer, Steiner Adrian; Dähler, Buri, Meyer Patrick; Gurtner, Blaser, Kohler;

Basel KLH:
Osterwalder, Maurer, Schnellmann; Fluri, Gfeller; Asal, Cederbaum; Lenz; Spreyermann, Rohrbach ,Mombelli; Voegeli, Fritz,Tuffet; Guantario, Müller, Pfennich; Zink, Bichsel, Cueni.

Bemerkungen:
Brandis: ohne Rüfenacht (rekonvaleszent), Schütz Markus, Hain , Reinhard (alle verletzt)
Basel: ohne Gusset, Morand.