Basel- Brandis 4:1

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EHC Basel KLH – EHC Brandis 4:1 (0:1, 1:0, 3:0)

Offensive kaum existenter EHC Brandis – Starker Goalie Gasser

Von Päscu Müller

Das erste Drittel für Brandis, ab dem Zweiten klare Vorteile für Basel. Ein starker Goalie Gasser verhindert in dieser Phase für Brandis Schlimmeres. Er behielt sein Team lange im Spiel. Erst fünf Minuten vor der Schluss-Sirene entschied Basel die Partie durch einen Doppelschlag.

Die Partie lag lange auf Messers Schneide, das Spiel wurde erst ab der 53.Minute entschieden. Im Mitteldrittel musste der EHC Brandis arg unten durch. Es ist Keeper Lukas Gasser zu verdanken, dass das Spiel noch lange offen blieb. Das 1:1 nach 40 Minuten jedenfalls schmeichelte den Emmentalern. „In der Mittelzone haben wir es Basel zu einfach gemacht und in dieser Phase waren wir zu wenig konsequent auf dem Mann“, analysiert Brandis-Keeper Lukas Gasser. Gerade ihm war es zu verdanken, dass Brandis lange im Spiel blieb. Ansonsten wäre das Spiel nach dem Mitteldrittel entschieden gewesen. Dem war aber nicht so. „Ich konnte den Sieg leider auch nicht stehlen“, gibt Gasser frustriert zu Protokoll. Von einem Sonder-Lob will er dagegen nichts wissen: „Schlussendlich bin ich ein Teil des Teams und wir haben dieses Spiel zusammen verloren“. „Wir haben auch schon schlechter gespielt und gewonnen“. Dass Basel heute eine gute Partie gelungen ist, darf bei dieser Niederlage von Brandis nicht vergessen werden. Erst fünf Minuten vor dem Ende, wurde die Partie definitiv entschieden. Bei den Toren durch Fröhlicher und Pfennich zur Entscheidung, war Gasser völlig machtlos. Ein Faktor für die heutige Niederlage, war sicherlich auch ein ungenügendes Powerplay. Keine der acht kleinen Strafen gegen Basel, konnte von Brandis ausgenutzt werden. Die Offensive blieb im Allgemeinen zu kompliziert und zu harmlos.

Brandis hatte zu Beginn mehr vom Spiel

Kontrolliertes Spiel stand für beide Teams in den Startminuten zur Debatte. Eine saubere, etwas unspektakuläre Spielweise wurde in der St. Jakob Arena geboten. Bereits nach knapp zwei Minuten wurde Brandis geweckt, es galt in Unterzahl zu agieren. Die Box stand wie gewohnt sehr sicher und der Weckruf somit erfolgreich. In dieser Unterzahl konnte gar Holzer entwischen, er wurde aber von Basels Keeper Osterwalder gestoppt. Die schönste Kombination zeigten kurze Zeit später Dähler und Holzer. Doch auch sie bringen die Scheibe nicht im Basler Tor unter. Anders dann Patrick Buri: Er schiesst, fährt seinem Schuss nach und verwertet den eigenen Abpraller zum 0:1. Die Emmentaler finden offensiv immer besser ins Spiel. Teilweise waren die Kombinationen auch recht gefällig, jedoch blieben sie mehrheitlich ungefährlich. Gerade in den drei Möglichkeiten in Überzahl müsste mehr herausschauen. Das Powerplay wurde zwar rasch installiert, die Scheibe wie üblich laufen gelassen, aber so richtig gefährlich war kein Schuss. Gemessen an den Spielanteilen geht die 1:0-Führung völlig in Ordnung. Sie war sogar etwas gar knapp.

Starker Gasser hält Brandis lange im Spiel

Den Einstieg dann ins Mitteldrittel hat sich der EHC Brandis sicherlich anders vorgestellt. Für rote Köpfe auf Bank, muss ein Entscheid des Refs gesorgt haben. Weshalb bei Überzahl der Emmentaler plötzlich eine Teamstrafe ausgesprochen wurde, ist kaum schlüssig zu erklären. Exakt in dieser Phase, fiel bei vier gegen vier Feldspieler, der 1:1 Ausgleich. Dieser Ausgleich schien Basel Flügel zu verleihen und Bandis arg zu lähmen. Jedenfalls mussten die Emmentaler plötzlich unten durch und nur Keeper Gasser war es zu verdanken, dass das Resultat lange unentschieden blieb. Er rettete beispielsweise innerhalb von vier Minuten mit vier Big-Saves. Plötzlich trat offensiv nur doch der EHC Basel in Erscheinung. Coach Beutler sah sich veranlasst sein Team durch ein Time-Out wieder zu versammeln. Offensiv blieben aber die Basler tonangebend. Erst gegen Ende des Mittelabschnittes fand Brandis wieder etwas in die Spur. Begünstigt wurde dieser Umstand auch durch ein weiteres Powerplay, welches aber zum fünften Mal erfolglos blieb.
Auch im letzten Drittel drückten eher die Basler dem Spiel den Stempel auf. Offensiv blieb das Spiel der Emmentaler ein Stückwerk, zu ungenau wurden die Pässe vorgetragen. Defensiv dagegen liess Brandis weniger zu. Wie Gasser dann acht Minuten vor Spielschluss rettete, muss als mirakulös bezeichnet werden.
Eine Minute später war er aber dann machtlos. Joel Fröhlichers Hammer bedeute das 2:1 für den EHC Basel. Nur zwei Minuten später war die Partie mit dem 3:1 durch Pfennich entschieden. Selbst in vierminütiger Überzahl am Schluss, gelang dem EHC Brandis offensiv nichts mehr. Sie mussten sich gar einen Shorthander ins leere Tor gefallen lassen.

(pmu)

Telegramm: EHC Basel KLH – EHC Brandis 4:1 (0:1, 1:0, 3:0)
St. Jakob Arena, Basel BS – 512 Zuschauer – Schiedsrichter: Aegerter; Fankhauser / Wittwer

Torfolge:
8. Buri 0:1, 25. Wüthrich (Gfeller) 1:1, 53. Fröhlicher 2:1, 55. Pfennich (Fröhlicher, Voegelin) 3:1, 58. Spreyermann 4:1 (SH/ins leere Tor)

Strafen:
Basel 8-mal 2 Minuten ; Brandis 5-mal 2 Minuten

Brandis:
Gasser; Mosimann, Malicek; Prinz, Liechti; Reinhard, Oberli; Patrick Meyer, Blaser, Inniger; Dähler, Holzer, Marco Meyer; Gurtner, Renato Schütz, Kohler; Nägeli, Buri, Steiner.

Basel KLH:
Osterwalder; Fröhlicher, Asal; Gfeller, Schnellmann; Lenz, Fluri; Maurer; Tuffet, Wüthrich, Guantario; Voegelin, Müller, Mombelli; Spreyermann, Pfennich, Fritz; Cola.

Bemerkungen:
Brandis ohne Rüfenacht (rekonvaleszent), Seematter (Rücken), Markus Schütz, Hain, Schaad (alle verletzt)
Basel ohne Cederbaum, Gusset, Cueni, Bichsel.