Adelboden-Brandis 2:7

Trainer1

EHC Adelboden – EHC Brandis 2:7 (0:1, 2:3, 0:3)

Brandis gewinnt in Adelboden schlussendlich deutlich

Von Päscu Müller

Trotz einer Dominanz ab den ersten Minuten, tat sich Brandis anfangs schwer. Die Tore und somit der Unterschied im Spiel, fielen erst ab dem Mitteldrittel. Spätestens nach dem 4:2 hatten die Adelbodner mit dem Ausgang der Partie nichts mehr zu tun. Der 7:2-Sieg widerspiegelt den Unterschied beider Teams in jeder Form.

Die Dominanz im Spiel des EHC Brandis war augenfällig. Mit dem Toreschiessen haperte es anfänglich noch gewaltig. Dies sah auch Verteidiger und Torschütze Manuel Schaad so: „Wir kamen nach einem eher harzigen ersten Drittel immer besser ins Spiel“. „Wir haben die Scheibe dann besser Richtung Tor gespielt“, analysiert er das Spiel. In der Tat gelang dies dem EHC Brandis ab der 26. Minute besser als zuvor. „Ab da sind die Pucks auch reingefallen“, meint Torschütze Schaad weiter. Damit die Pucks den Weg ins Tor finden, muss dafür auch gearbeitet werden. Genau dies hat Brandis heute besser gemacht, als beim ersten Auftritt Ende Oktober im Berner Oberland. Die erneut mangelhafte Effizienz im Powerplay begründet Schaad folgendermassen: „Durch die vielen Absenzen und Wechsel macht dies das Powerplay nicht gerade einfacher. Wir sind da schlicht nicht wirklich eingespielt“. Heute war das Powerplay gegen Adelboden kein Faktor, musste es auch nicht sein. Gegen einen stärkeren Gegner sollte dies aber unbedingt wieder eine schnittige Waffe des EHC Brandis werden.

Brandis zu Beginn dominant jedoch nur mit einem Tor

Über die ersten sieben Minuten in Adelboden, gab es keine Zweifel, wer das Spiel an sich reissen wollte. Der EHC Brandis war spielbestimmend, ja gar dominant. Praktisch sämtliche offensiv agierenden Akteure erarbeiteten sich Torszenen. Das Schussverhältnis von 10:1 spricht Bände. Den Weg ins Tor fand aber trotz engagierter Spielweise kein Puck. Torhüter Gasser war anders als am letzten Samstag in Basel, praktisch beschäftigungslos. Er musste gerade einmal zwei Schüsse parieren. In den letzten fünf Minuten des Startdrittels, flachte die Partie zunehmend ab. Selbst das Powerplay überzeugt – wenn dann nur in den letzten Sekunden. Trotz diesem dominanten Startdrittel, fehlte irgendwie die letzten Konsequenz, der letzte Biss. Erst knapp zwei Minuten vor der Sirene erzielt Yanick Kohler mit einem Backhand-Schlenzer die längst fällige Führung für die Emmentaler.

Fünf Tore innerhalb von knapp fünf Minuten

Ganz unglücklich startete der EHC Brandis in den Mittelabschnitt. Erst wurde bei der Reststrafe gegen Adelboden ein Ausbau der Führung verpasst, dann entwischte Adelbodens Burn und markiert den 1:1 Ausgleich. Nur 34 Sekunden später antwortete Renato Schütz mit der erneuten Führung für Brandis. Doch diese hatte nicht lange Bestand. Knappe zwei Minuten später war die Partie wieder ausgeglichen. Mit dem zweiten Schuss in diesem Drittel, markierte Maurer das 2:2. Adelboden traf dabei in Überzahl, Buri sass wegen Haltens auf der Strafbank. Aber dieser Spielstand wurde in den nächsten drei Minuten auf den Kopf gestellt. Erst traf Manuel Schaad, dann Lukas Mosimann zum 4:2 für den EHC Brandis. Für beide Verteidiger war es je der zweite Treffer in der laufenden Meisterschaft. Nach diesen spektakulären fünf Minuten mit fünf Toren, stellten beide Teams für dieses Drittel, die Torproduktion wieder ein. Zu Beginn des Schlussdrittels hätte Brandis im Powerplay die Chance gehabt, das Spiel zu entscheiden. Es blieb beim hätte, das Powerplay war schlicht und ergreifend katastrophal. Nicht ein einziger Schuss wurde auf das Adelbodener Tor abgegeben. Besser klappte dies im vierten Powerplay, Manuel Schaads Schuss ab der blauen Linie fand den Weg ins Tor zum vorentscheidenden 5:2. Nur 21 Sekunden später gab es nach dem 6:2 durch Blaser am Sieger in dieser Partie nichts mehr zu rütteln. Holzers 7:2 rundete den schlussendlich deutlichen Sieg ab.(pmu)

Telegramm: Adelboden – EHC Brandis 2:7 (0:1, 2:3, 0:3)
Freizeit und Sportarena, Adelboden. – 133 Zuschauer – Schiedsrichter: Fausel; Lambert / Baumgartner

Torfolge:
19. Kohler (Gurtner) 0:1, 24. Burn 1:1, 24. Renato Schütz (Oberli) 1:2, 26. Maurer (Marcon, Tschanz) 2:2 (PP), 26. Schaad (Oberli, Blaser) 2:3, 28. Mosimann (Malicek, Inniger) 2:4, 48. Schaad (Nägeli) 2:5 (PP), 49. Blaser (Mosimann, Renato Schütz) 2:6, 52. Holzer (Nägeli) 2:7.

Strafen:
Adelboden 7-mal 2 Min + 1-mal 10 Min (Santschi) ; Brandis 6-mal 2 Min + 1-mal 10 Minuten (Malicek)

Brandis:
Gasser; Reinhard, Liechti; Malicek; Mosimann; Oberli, Schaad; Nägeli, Buri, Steiner; Patrick Meyer, Blaser, Sven Inniger; Gurtner, Renato Schütz, Kohler; Holzer, Marco Meyer.

Adelboden:
Friedli; Armbruster, Brunner; Allenbach, Willen; Gyger, Sandro Inniger; Zryd;
Maurer, Marcon, Tschanz; Burn, Schmid, Gyger; Germann, Roth, Christen; Hürzeler, Furer, Büschler.

Bemerkungen:
Brandis ohne Rüfenacht (rekonvaleszent), Markus Schütz, Hain (verletzt), Seematter (Rücken), Prinz (abwesend), Dähler (krank)
Adelboden keine Angaben