Brandis-Bellinzona 6:5 n.V.

Brandis Bellinzona1

EHC Brandis – GDT Bellinzona 6:5 n.V. (1:0 2:3, 2:2, 1:0)

Brandis mit wichtigem Sieg in der Overtime gegen Mitkonkurrent Bellinzona

Von Päscu Müller

Ein äusserst attraktiv geführtes Spiel von beiden Teams mit zahlreichen Torszenen, blieb lange offen. Bis zur 60. Minute war das Resultat ausgeglichen. Die Führungen wechselten ständig. In der Overtime erlöst Matchwinner Patric Buri sein Team nach 16 Sekunden. Mit diesem wichtigen Sieg kann Bellinzona auf Distanz gehalten werden.

Die 202 Zuschauer im Brünnli bekamen eine äusserst attraktive Partie zu sehen. Beide Teams spielten mit hohem Tempo und die involvierten Goalies hatten mehrfach die Gelegenheit sich auszuzeichnen. Die Führungen wechselten ständig, keinem Team gelang es entscheidend davon zu ziehen. Irgendwie logisch, dass dieses Spiel erst in der Verlängerung einen Sieger fand. Patric Buri – mit drei Toren Matchwinner – war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „Dies war ein turbulentes Spiel und wir wollten das unbedingt gewinnen“. „Beide Teams spielten sehr offenes Eishockey, liessen dem Anderen die Möglichkeit zum Kontern, so ist dieses Resultat zu erklären“, analysiert er das Spiel. „Der Game-Winner war sicher auch etwas glücklich, ich gewinne das Bully gegen hinten, der Schuss trifft meinen Stock, dem Goalie an den Schoner und dann haue ich einfach drauf“, beschreibt er sein Tor zum wichtigen 6:5-Sieg des EHC Brandis. Mit diesem wichtigen Sieg distanziert Brandis einen Mitkonkurrenten um die Plätze der Swiss-Regio-League und grüsst sogar als Leader fürs neue Jahr.

Ständige Tor-Bohrerei bricht den Rhythmus

Tolle Startminuten beider Teams. Beide Torhüter durften sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen, das Tempo war hoch und ein Auftakt, der sehr gefällig anzusehen war. Bis zum ersten längeren Unterbruch nach knapp fünf Minuten. Egal in welchem Stadion, egal bei welchen Teams, vermehrt muss mindestens einmal pro Spiel die Torverankerung nachjustiert werden. Dies bricht einem Spiel den Rhythmus. Längere Zapfen würden das Problem entschärfen. Dies war auch gegen die Tessiner der Fall. Plötzlich war vom flotten Auftakt wenig zu sehen. Erst ab Mitte des Drittels nahm Brandis wieder Fahrt auf. Allen voran Patric Buri, wie der den Puck zum 1:0 ins hohe Eck schlenzte, war sehenswert. Dieses Tor beflügelte das ganze Team. Das Tempo der ersten Minuten wurde wieder aufgenommen. Gebremst wurde der offensive Spielfluss von Brandis durch zwei Strafen innert kurzer Zeit. Die Abschlüsse der Tessiner wurden aber sauber geblockt oder von Keeper Kaufmann zunichte gemacht. Die 1:0-Führung des EHC Brandis nach dem ersten Drittel, war gemessen an den Spielanteilen doch eher zu knapp.

Attraktives und lange offenes Spiel – Tore im Zweiminuten-Takt

Keine Zeit zum Verschnaufen für Brandis zu Beginn des Mitteldrittels, Liechti sass wegen Hakens auf der Strafbank. Das Überzahlspiel der Tessiner war gefährlich und führte kurz vor Ablauf der Strafe zum 1:1 Ausgleich. Diese Tatsache schien die Tessiner zu beflügeln und Brandis etwas zu lähmen. Jedenfalls tauchte Bellinzona jetzt öfters vor Brandis-Keeper Kaufmann auf. Er hielt Brandis mit Paraden im Spiel, gegen den Vorstoss in der 27. Minute war er aber machtlos. Der EHC Brandis musste zeitweise etwas gar fest unten durch. Erst Patrick Meyers Frustschuss zum 2:2 brachte den EHC Brandis wieder in die Spur. Das Spiel blieb attraktiv und offen. Im anschliessenden Powerplay, zeigte sich die Emmentaler sehr gefährlich, schneller ist der Puck kaum zu spielen. Was fehlte war einzig der Torerfolg. Auch das Gebotene danach konnte entzücken. Beide Teams mit hohem Tempo und prickelnden Torszenen. Dafür spricht auch die Torfolge kurz vor Ende des Mitteldrittels: Erst gelingt Gianinazzi die erneute Tessiner Führung, doch Brandis braucht zum 3:3 Ausgleich nur zehn Sekunden. Renato Schütz trifft und lässt das Spiel erneut offen. Ebenfalls im Schlussdrittel wurde das Tempo hochgehalten. Buri rauschte nach knapp zwei Minuten Richtung Tessiner Tor und verwertete eiskalt zum 4:3. Weitere zwei Minuten später stellt Bellinzona wieder auf Ausgleich, Albisetti verwertete zum 4:4. Doch nach den nächsten zwei Minuten, lag Brandis mit 5:4 vorne. Sven Nägeli verwertete ein Zuspiel von Verteidiger Reinhard. Kaum zu glauben, aber zweimal zwei Minuten später gleicht Topscorer Balerna das Spiel für Bellinzona erneut aus. Die Defensive von Brandis konnte die Scheibe nur ungenügend wegwischen. Vier Minuten vor der Schlusssirene durfte der EHC Brandis in Überzahl agieren. Aus einer Entscheidung wurde nichts, das Powerplay war zu harmlos. Irgendwie logisch, dass dieses Spiel erst in der Verlängerung einen Sieger fand. In dieser Overtime benötigt Patric Buri 16 Sekunden für den Game-Winner.(pmu)

Telegramm: EHC Brandis – GDT Bellinzona 6:5 nV (1:0 2:3, 2:2, 1:0)
Brünnli, Hasle. – 202 Zuschauer – Schiedsrichter: Gäumann; Zimmermann / Wittwer

Torfolge:
11. Buri (Schütz) 1:0, 22. Scheidegger (PP) 1:1, 27. Pinana (End) 1:2, 30. Patrick Meyer (Schütz, Blaser) 2:2, 39. Gianinazzi (Schmid, Celio) 2:3, 39. Schütz (Patrick Meyer, Blaser) 3:3, 42. Buri (Nägeli) 4:3, 44. Albisetti (Bianchi) 4:4, 46. Nägeli (Reinhard) 5:4, 50. Balerna (Schena) 5:5, 61. Buri (Schaad) 6:5

Strafen:
Brandis 4-mal 2 Minuten ; Bellinzona 4-mal 2 Minuten

Brandis:
Kaufmann; Reinhard, Liechti; Malicek, Mosimann; Schaad Oberli; Seematter; Nägeli, Buri, Adrian Steiner; Patrick Meyer, Blaser, Renato Schütz; Inniger, Holzer, Marco Meyer; Gurtner, Kohler.

Bellinzona:
Chmel; S. Guidotti, Scheidegger; Gianella, End; Rochat, Gianinazzi; Schena, Masa, Balerna; Cerinotti, Bianchi, Albisetti; Pinana, Juri, F. Guidotti; Celio, Schnüriger, Schmid.

Bemerkungen:
Brandis ohne Hain, Markus Schütz (alle verletzt), Rüfenacht (rekonvaleszent), Dähler (krank), Prinz (wird Vater)
Bellinzona ohne Mengoni, Isabella, Camarda