Brandis-Argovia 6:1

Brandis Heim 2

EHC Brandis – Argovia Stars 6:1 (1:0, 2:0, 3:1)

Gelungener Jahresauftakt – Argovia ohne Chance 

Von Päscu Müller

Kein grossartiges Spiel, aber ein sehr souveränes Spiel lieferte Brandis gegen eher bescheidene Aarauer ab. Am Sieger gab es ab der ersten Minute keine Zweifel. Auch in dieser Höhe, ist der Sieg mehr als gerechtfertigt. Der EHC Brandis war für die Argovia Stars schlicht eine Nummer zu gross.

Schliesslich ein souveräner Sieg des EHC Brandis gegen eher bescheidene Aarauer. Zu Beginn wurde zwar etwas fahrlässig mit dem Verwerten von Chancen umgegangen. Mit zunehmender Spieldauer wurde dieses kleine Manko dann aber ausgemerzt. In regelmässigen Abständen wurde das Skore zum ungefährdeten 6:1 Sieg in die Höhe geschraubt. „Es war nach der langen Pause über den Jahreswechsel nicht einfach“, analysiert Verteidiger Thomas Liechti das Spiel. Davon dass Argovia eher ein bescheidener Gegner sei wollte Liechti nichts wissen: „Die haben schnelle Spieler in ihren Reihen, auf die muss man immer aufpassen, das sind nicht immer einfache Spiele“, zollt er dem Gegner Respekt. Dennoch war Liechti überglücklich, nicht nur über den Team-Sieg, sondern auch über seinen ersten Saisontreffer: „Klar ist das für mich eine kleine Erlösung, immerhin ist schon Januar“, grinst er über seinen Treffer zum 5:1. Verteidiger Liechti ist primär auch zum Tore verhindern und nicht zum Erzielen ein Teil dieser Mannschaft. Den defensiven Job haben die Mannen um Liechti – bis auf den Gegentreffer – souverän erledigt. Am deutlichen Sieg gegen die Argovia Stars gibt es kaum etwas zu bemängeln. Der Gegner war aber auch nicht ein wirklicher Gradmesser.

Zahlreiche Torchancen – Ausbeute vorerst zu gering

Konzentrierte Startphase von Brandis, denn bereits nach 57 Sekunden musste sich der Aarauer Keeper Wehrli gegen Sven Nägeli mächtig strecken. Nach knapp drei Minuten erspielte sich Brandis die nächste hochkarätige Chance, diesmal scheiterte Gurtner. Doch auch Argovia hatte seine Tormöglichkeit. Nach sieben Minuten verpasste Topscorer Wittwer ein Zuspiel glücklicherweise knapp. Bei Drittelsmitte lag dann der Puck pfannenfertig auf Seematters Stock, sein Slapshot wurde aber erneut eine Beute von Wehrli. Der Aarauer Goalie hatte weitere Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Denn auch Patrick Meyers Schuss landete nicht im Tor. Anders dann acht Minuten vor der Sirene. Verteidiger Schaad beteiligte sich am Angriff, schlich sich weit über links nach vorne, Holzers Schuss prallte bei Wehrli ab, Schaad war zu Stelle und markierte beim 13. Schuss das 1:0 für Brandis. Über das ganze Drittel gesehen, war der Vorsprung zu knapp. Argovia hätte sich bei zwei oder gar drei Gegentreffer nicht beklagen können. Anders gesagt muss Brandis eine gewisse Fahrlässigkeit im Verwerten der heraus gearbeiteten Torchancen vorgeworfen werden. Jedenfalls war der 1:0 Vorsprung nach 20 Minuten zu bescheiden.

Schlussendlich souverän

Wie es das Team gehört oder zu hören bekommen hätte, denn im zweiten Drittel wurde bereits nach 47 Sekunden die erste Torchance verwertet. Blaser bedient Patrick Meyer am langen Pfosten und Meyer hatte keine Mühe das 2:0 zu markieren. Danach verhielt sich der EHC Brandis zu passiv, was wiederum Argovia eine erstklassige Möglichkeit bescherte. Doch, der zuvor kaum beschäftigte Gasser, hielt mit einem Big-Save seinen Kasten rein. Die Phase danach wurde etwas gar auf die leichte Schulter genommen. Jedenfalls war die Spielweise nicht mehr konsequent genug, die Passgenauigkeit litt. Trotzdem schraubte Brandis das Skore in die Höhe. Patrick Meyer traf bei Spielmitte zum 3:0. Das Mitteldrittel war spielerisch nicht mehr so zwingend, wie der erste Abschnitt. Bei weniger Top-Chancen fielen aber doppelt so viele Tore, als im ersten Drittel. Zu Beginn des letzten Drittels durften die Aarauer in Überzahl agieren. Ihnen entwischte aber Janick Holzer und wie dieser das 4:0 markierte, darf ruhig als abgebrüht und eiskalt bezeichnet werden. Grosses Kino. Weniger gross dann das Kino wenig später, durch eine Unaufmerksamkeit durfte Argovia durch Wittwer zum 4:1 einnetzen. Verteidiger Thomas Liechti korrigierte dieses kleine Missgeschick wenig später wieder. Sein satter Hammer liess Wehrli keine Abwehrchance. Etwas mehr als eine Minute später lenkt Buri einen Schuss von Schaad zum 6:1 ab. Die Partie war damit definitiv gelaufen. (pmu)

Telegramm: EHC Brandis – Argovia Stars 6:1 (1:0, 2:0, 3:1)
Sporthalle Brünnli, Hasle BE. – 174 Zuschauer – Schiedsrichter: Leimgruber; Zimmermann / Feuz

Torfolge:
12. Schaad (Holzer, Nägeli) 1:0, 21. Patrick Meyer (Blaser, Dähler) 2:0, 30. Patrick Meyer (Mosimann) 3:0, 42. Holzer 4:0 (SH), 45. Wittwer (Noll, Barz) 4:1, 52. Liechti (Kohler, Schütz) 5:1, 53. Buri (Schaad, Nägeli) 6:1

Strafen:
Brandis 5-mal 2 Minuten ; Argovia Stars 4-mal 2 Minuten

Brandis:
Gasser; Mosimann, Malicek; Reinhard, Schaad; Seematter, Oberli; Liechti, Prinz; Dähler, Blaser, Patrick Meyer; Buri, Holzer, Nägeli; Adrian Steiner, Hain, Marco Meyer; Gurtner, Schütz, Kohler.

Argovia:
Wehrli; Barz, Olesen; Gisin, Thöny; Fopma, Leuenberger; Zuberbühler; Noll, Christoph Frei, Wittwer; Tobias Steiner, Simmen, Scherwey; Christoph Fabian Frey, Augstburger, Lanz; Rechtsteiner, Merkli, Colangelo.

Bemerkungen:
Brandis ohne Rüfenacht, Markus Schütz (rekonvaleszent), Inniger (verletzt)
Argovia keine Angabe