Brandis- Unterssen 9:2

Brandis Heim 2

EHC Brandis – SC Unterseen-Interlaken 9:2 (4:0, 1:1, 4:1)

Brandis trifft vor allem im ersten und letzten Drittel zum hohen Sieg

Von Päscu Müller

Die Partie war bereits nach zwanzig Minuten mehr oder weniger entschieden, Brandis führte mit 4:0. Die Oberländer konnten wenigstens das Mitteldrittel ausgeglichen gestalten, auch weil Brandis wenig, im sonst starken Kollektiv agierte. Im letzten Drittel legten die Emmentaler wieder einen Zacken zu.

Gross erwärmen konnte im bitterkalten Brünnli die Partie zwischen Brandis und dem SCUI nicht wirklich. Zu unterschiedlich waren vor allem im ersten Drittel die Spielstärken. Eine Reaktion auf die beiden eher bescheidenen Spiele gegen Argovia und Burgdorf, ist der Brandis-Truppe aber gelungen. Zumindest war dies während zwei Dritteln so. Einfach sind solche Spiele nicht, dies sah auch dreifach Torschütze Patric Buri so: „Wir haben uns vorgenommen, eine Reaktion auf die beiden letzten Spiele zu zeigen. Im ersten Drittel ist uns das auch ein bisschen einfach gelaufen“, meint er. Dass Unterseen-Interlaken das Mitteldrittel ausgeglichen gestalten konnte, hat Buri erstaunt: „Wir suchten da plötzlich vermehrt den Pass, statt den Abschluss“, hat er eine Erklärung. „Ein schlechtes Spiel war das sicherlich nicht, eine Reaktion auf die beiden nicht so guten Spiele der letzten Woche, ist uns sicherlich gelungen“. Es wäre auch reichlich übertrieben, bei einem 9:2-Sieg von einem schlechten Spiel zu sprechen. Denn dies war es definitiv nicht. In der Detail-Analyse ist sicher das eine oder andere Haar in der Suppe zu finden. Schliesslich aber erledigte der EHC Brandis seine Aufgabe gegen die Oberländer deutlich, auch wenn der SCUI heute kein wirklicher Gradmesser war.

Eine Bogenlampe und zwei schnelle Treffer

Wer glaubte der SC Unterseen-Interlaken verstecke sich zu Beginn des Spiels, sah sich getäuscht. Die Oberländer spielten wacker mit, ohne jedoch Torhüter Gasser in den Startminuten zu beunruhigen. Auch der EHC Brandis konnte in den ersten Minuten das Tor des SCUI nicht wirklich unter Druck setzen. Die erste wirkliche Chance hatte Blaser – heute ausnahmsweise mit einem Gitter am Helm – nach knapp vier Minuten. Sein Schuss flog aber neben den Kasten. Den Weg ins Tor fand dann aber der Schuss – oder besser die Bogenlampe – von Verteidiger Manuel Schaad nach sechs Minuten zum 1:0. Kurz darauf bot sich den Emmentalern gar die Möglichkeit das Score zu erhöhen, denn Unterseens Müller sass in der Kühlbox. Das Powerplay von Brandis blieb aber weitgehend ungefährlich. Bei der nächste Szene fuhr Marco Meyer mit viel Speed ins gegnerische Drittel und konnte nur regelwidrig gestoppt werden. Die folgende Überzahl dauerte aber nur eine halbe Minute, denn auch der Torschütze zum 1:0, Manuel Schaad, wurde in die Kühlbox verbannt. Dies hatte, bei offenerem Eis, positive Folgen für den EHC Brandis. Binnen 35 Sekunden wurde das Score von 1:0 auf 3:0 hochgeschraubt. Erst traf Sven Nägeli zum 2:0, dann Patrick Meyer zum 3:0. Dies alles bei vier gegen vier Feldspieler. Mit einem trockenen und platzierten Schuss, erhöhte Marco Meyer vier Sekunden vor der Sirene zum 4:0

Mitteldrittel ausgeglichen – Patric Buri mit drei Toren

In den ersten fünf Minuten des Mitteldrittels, plätscherte das Spiel so dahin. Erst eine Strafe gegen Brandis, brachte für kurz etwas Hektik vor das Emmentaler Tor. Gasser, zuvor praktisch beschäftigungslos, reagierte aber hellwach. Damit waren die offensiven Bemühungen der Mätteler bereits wieder beendet. Auch vom EHC Brandis war offensiv kaum Nennenswertes zu sehen. Optisch zwar klar überlegen, aber der, ab dem 2. Drittel eingesetzte Keeper Geissbühler, hatte kaum brennende Chancen zu verhindern. Bei Unterzahl von Brandis, erhielt Lukas Gasser weiter Gelegenheit sich warm zu behalten und sich auszuzeichnen. Gegen Ende dieses Boxplays, wurde Gasser sogar beinahe unter Beschuss genommen. Dass der EHC Brandis offensiv nicht mehr konsequent in Erscheinung trat, belegt auch die Statistik. Bei 13 zu 13 Schüssen blieb das Spiel wesentlich ausgeglichener, als noch im ersten Abschnitt. Ebenfalls die Torausbeute blieb unentschieden. Für Brandis traf Buri zum 5:0 (38.), für die Oberländer Schneider 28 Sekunden vor der Sirene zum 5:1 nach vierzig Minuten. Dass Holzer für Brandis noch einen Penalty verschoss, ist eine Randnotiz. In der ersten Hälfte des Schlussdrittels, traten die Emmentaler wieder etwas konsequenter auf. Doch die Oberländer hielten dabei, wenigstens was das Torschiessen anbetrifft, mit. Erst war es erneut Patric Buri, der sein Team mit 6:1 in Front schoss, ehe Marc Nägeli – der Bruder von Sven – die Differenz von vier Toren wieder herstellte. Patric Buri schien etwas gegen diese Tordifferenz zu haben, denn kurz danach war er für den nächsten Treffer verantwortlich. Sein Tor zum 7:2, war sein dritter Treffer am heutigen Abend. Bei der 6. Strafe gegen den SCUI klappte auch der Torerfolg in Überzahl für Brandis. Malicek traf zum 8:2. Gurtner war drei Minuten vor dem Ende für das Schlussresultat von 9:2 besorgt.
(pmu)

Telegramm: EHC Brandis – SC Unterseen-Interlaken 9:2 (4:0, 1:1, 4:1)
Sporthalle Brünnli, Hasle. – 192 Zuschauer – Schiedsrichter: Stegmann, Rentsch / Dumauthioz

Torfolge:
6. Schaad 1:0, 16. Nägeli (Renato Schütz) 2:0, 16. Patrick Meyer (Malicek, Mosimann) 3:0, 20. Marco Meyer (Malicek) 4:0, 38. Buri 5:0, 40. Schneider (Uhlmann) 5:1, 45. Buri (Holzer) 6:1, 47. Marc Nägeli (Müller) 6:2, 52. Buri 7:2, 55. Malicek (Patrick Meyer, Dähler) 8:2 (PP), 57. Gurtner (Kohler) 9:2

Strafen:
Brandis 5-mal 2 Minuten ; SCUI 6-mal 2 Minuten + 1-mal 10 Minuten (Bracher)

Brandis:
Gasser; Mosimann, Malicek; Markus Schütz, Schaad; Seematter, Oberli; Liechti, Reinhard; Dähler, Blaser, Patrick Meyer; Buri, Holzer, Marco Meyer; Steiner, Hain, Sven Nägeli; Gurtner, Renato Schütz, Kohler.

SCUI:
Seiler (ab 21. Geissbühler); Bracher, Lengacher; Müller, Lüthi; Mathys, Bieri; Schneider, Lehner, Uhlmann; Nydegger, Uebersax, Marc Nägeli; Brügger, Meyes, Bucher.

Bemerkungen:
Brandis ohne Inniger, Prinz , Rüfenacht (alle rekonvaleszent),
SCUI ohne Streit, Bieri, Fuchser, Segessemann, Stähli, Fankhauser, Kohler, Rohrbach,