Zuchwil- Brandis 3:6

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EHC Zuchwil-Regio – EHC Brandis 3:6 (0:2, 1:2, 2:2)

Brandis in Zuchwil mit zwölftem Sieg in Serie

Von Päscu Müller

In einem durch viele Strafen, aber keineswegs hässigen Spiel, gewinnt der EHC Brandis in Zuchwil mit 6:3. Für die Emmentaler war es der zwölfte Sieg in Serie. Brandis zeigte sich dabei äusserst effizient. Spielentscheidend waren sicherlich auch die doppelten Unterzahl-Spiele, die ohne Gegentore überstanden wurden.

Anfangs bekamen die 237 Zuschauer in Zuchwil, ein relativ flüssiges Spiel zu sehen. Danach wurde dieser Spielfluss durch etliche Strafen arg gebremst. Nicht nur eine minutenlange doppelte Überzahl, wusste der EHC Zuchwil-Regio nicht zu nutzen. Es waren deren Drei. Zu kompakt stand die Box und Lukas Gasser in der Defensive. „Die Box stand sicherlich gut, trotzdem kam da Zuchwil zu etlichen Abschlüssen, da hat uns Gasser im Spiel gehalten“, gibt Doppeltorschütze Holzer das Lob an den Keeper weiter. Die eher lasche Phase, vor allem im Schlussdrittel, führt Holzer auf mangelnde Konzentration zurück:“ Diese Laueri-Phasen müssen wir unbedingt ändern, auch wenn wir bereits für die Playoffs qualifiziert sind“. Diese Phasen dürften auch Coach Andreas Beutler weniger gefallen haben, er nahm Mitte des Schlussdrittels ein Time-Out. „Die Playoff-Simulation haben wir heute definitiv nicht gemacht“, wird Holzer kritisch. „Gegen Basel am Samstag müssen wir einen höheren Rhythmus gehen“, blickt er voraus. Auch mit diesen Hängern, gewinnt der EHC Brandis schlussendlich deutlich mit 6:3. Wer mehrfach doppeltes Unterzahl-Spiel übersteht, hat den Sieg zweifelsfrei verdient.

Effizientes Brandis

Flüssiger Spielbeginn beider Teams, der erste Unterbruch wurde erst nach über zwei Minuten gepfiffen, Torchancen konnten aber beidseitig keine notiert werden. Für die erste Aufregung war Patric Buri verantwortlich, er traf aber nach vier Minuten nur das Lattenkreuz. Geklingelt hat es kurz darauf dennoch: Mit einem Zuckerpass aus der eigenen Zone, bediente Adrian Steiner den startenden Sven Nägeli, der seinen eigenen Abpraller sauber zum 0:1 im Netz versteckte. Die gefährlichen Aktion häuften sich auf beiden Seiten. Viel Pech bekundete dabei Zuchwils Zigerli, er sah seinen Schuss vom Pfosten zurück prallen. Es war nicht die einzige gefährliche Szene vor Brandis-Keeper Lukas Gasser. Durch ein Powerplay konnte Brandis wieder etwas mehr für die Offensive tun. Die beste Chance hatte wiederum Buri, er verzog aber seinen Schuss knapp. Kaum war Zuchwil komplett, erzielte Brandis trotzdem das 0:2. Als Torschütze wurde Janick Holzer aufgeführt. Brenzlig für Brandis wurde es knapp zwei Minuten vor der Pause. Zuchwil durfte mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren. Mit viel vereinten Kräften, konnten die Angriff der Zuchwiler ohne Gegentor in die Pause gerettet werden.

Trotz vielen Strafen überhaupt kein hässiges Spiel

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels durfte Brandis in einer 4:3-Situation agieren. Dies gelang hervorragend. Manuel Schaad mit einem Hammer in den Slot, Buri mit dem Ablenker, den Abpraller verwertete schliesslich Holzer zum 0:3 eiskalt. Kurz nach dem 0:3 sah sich Brandis fünf Zuchwilern mit nur drei Feldspielern gegenüber. Dabei wurde mit Adrian Steiner ein dritter Emmentaler in die Kühlbox geschickt. Minutenlange doppelte Überzahl, wurden von den Solothurner nicht in ein Tor umgemünzt. Kaum war auch Steiner endlich zurück, wanderte Malicek für ein Beistellen raus. Die Unterzahl dauerte aber nur elf Sekunden, da gesellte sich ein Solothurner dazu. Die Gefahr war vorerst minimiert. Als dann Brandis wieder einmal in Überzahl spielen durfte, kassierten die Emmentaler prompt nach nur 24 Sekunden einen Shorthander zum 1:3. Es war kurz vor der zweiten Pause die schlechteste Phase von Brandis in diesem Spiel. Fünf Sekunden vor der Sirene – erneut in Überzahl – schlenzte aber Adrian Steiner den Puck zum 1:4 ins Netz.
Zu Beginn des letzten Abschnittes nahm Brandis das Spiel wieder vermehrt in die Finger. Dabei gelang Patric Buri auf feines Zuspiel von Janick Holzer das 1:5. Sekunden später war Zigerli für das 2:5 besorgt. Drei Minuten später trifft Marco Vogt gar zum 3:5. Es war erneut eine lasche Spielphase bei Brandis. Sie agierten viel zu passiv, teilweise gar gleichgültig. Dies kann durchaus einmal ins Auge gehen. Heute in Zuchwil hat das für den zwölften Sieg in Serie gereicht. Brenzlig wurde es nur noch drei Minuten vor Schluss – Markus Schütz gemeinsam mit Janick Holzer auf der Strafbank – Zuchwil mit 6. Feldspieler, doch Renato Schütz machte mit seinem Schuss ins leere Tor alles klar.
(pmu)

Telegramm: EHC Zuchwil-Regio – EHC Brandis 3:6 (0:2, 1:2, 2:2)
Sportzentrum Zuchwil, Zuchwil. – 237 Zuschauer – Schiedsrichter: Aegerter; Cantamessi / Schlegel

Torfolge:
5. Nägeli (Steiner, Hain) 0:1, 15. Holzer (Marco Meyer, Buri) 0:2, 23. Holzer (Buri, Schaad) 0:3 (PP), 34. Müller (Leuenberger) 1:3 (SH), 40. Adrian Steiner 1:4, 47. Buri (Holzer, Schaad) 1:5, 48. Zigerli (Fabian Steiner, Müller) 2:5, 50. Vogt (Messerli, Born) 3:5, 58. Renato Schütz 3:6 (2SH, ins leere Tor)

Strafen:
Zuchwil 11-mal 2 Minuten ; Brandis 15-mal 2 Minuten

Zuchwil-Regio:
Zaugg; Kühni, Bösiger, Hirsbrunner, Felder; Anderegg, Röthlisberger; Minder, Hojac; Fabian Steiner, Müller, Zigerli; Born, Vogt, Messerli; Bättig, Rohrbach, Leuenberger; Ast, Nydegger, Suter.

Brandis:
Gasser; Reinhard, Malicek; Markus Schütz, Schaad; Seematter, Oberli; Liechti, Prinz; Dähler, Blaser, Patrick Meyer; Buri, Holzer, Marco Meyer; Adrian Steiner, Hain, Nägeli; Gurtner, Renato Schütz, Inniger.

Bemerkungen:
Zuchwil ohne Scherrer, Sahli, Hirsbrunner
Brandis ohne Mosimann (geschont), Kohler (abwesend)