Brandis-Basel 5:0

Brandis Basel2

EHC Brandis – EHC Basel KLH 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)

Brandis besiegte Basel in einem Klasse-Spiel

Von Päscu Müller

Es war ein echter Playoff-Test, den die beiden Teams im Brünnli ablieferten. Viel Tempo, verbissene Zweikämpfe und eine sehr disziplinierte Spielweise waren zu sehen. Die ersten beiden Drittel, waren etwas vom Besten, was Brandis in dieser Saison ablieferte.

Schlicht und ergreifend ein hochstehendes Spiel, bekamen die 256 Zuschauer in Hasle zu sehen. Beide Teams schenkten sich kaum einen Zentimeter Eis. Seitens der Emmentaler, war es vermutlich das beste Spiel der gesamten Saison. Soviel Disziplin in den Details, in den Zweikämpfen und im Abschluss, hat Brandis trotz überlegen angeführter Tabelle, nicht immer gezeigt. Brandis gelingt gegen den EHC Basel ein beinahe perfektes Spiel. „Perfekt ist sicher nie alles, aber nahe zu“, meinte Marco Blaser, Torschütze zum 1:0 nach dem Spiel. „Wir wussten, dass Basel stark ist, zudem konnte dieses Spiel, wie eine Hauptprobe zu den Playoffs gesehen werden“, ergänzte er. Trotzdem hält Blaser den Mahnfinger hoch: „Klar es war eine riesige Teamleistung, die Leistung im Boxplay hat gestimmt, die Wechsel klappten sehr gut, trotzdem müssen wir ans uns weiter feilen“. Beeindruckend war in der Tat, die Teamleistung über praktisch die gesamte Spieldauer. Das war bei Brandis in dieser Saison nicht immer so. Ebenfalls, wie diszipliniert die Beutler-Truppe aufgetreten ist. „Wir können uns immer optimieren“, stellte Marco Blaser den überzeugenden Sieg etwas in den Schatten. Heute hat Brandis beinahe restlos überzeugt. Der 5:0 ist hochverdient und wurde regelrecht mit viel positivem Engagement erarbeitet. Der Test zu den Playoffs ist dem EHC Brandis eindrücklich gelungen.

Spielerisch hohes Niveau im ersten Drittel

Beide Teams nahmen diese Begegnung wohl als Test, zu den am nächsten Samstag beginnenden Playoffs. Nur so ist die Intensität ab der ersten Sekunde zu erklären. Nicht nur das Tempo war hoch, auch wurden die Zweikämpfe verbissen geführt. Die erste gute Chancen für Brandis, vergab Florian Dähler nach über drei Minuten. Sein Backhand abgegebener Schuss flog neben das Gehäuse. Als dann Basels Guantario kurz darauf die Strafbank drückte, dauerte es gerade einmal zwölf Sekunden, bis Blaser zum 1:0 für Brandis traf. Er schloss eine schöne Kombination von Patrick Meyer und Florian Dähler mit einem One-Timer gekonnt ab. Drei Minuten später verpasst dann Blaser ein weiteres schönes Zuspiel der Beiden nur haarscharf. Das nächste Powerplay von Brandis, war zwar wieder gefährlich, blieb aber ohne Torerfolg. Bei fünf gegen fünf Feldspielern, wurde das Tempo weiterhin hochgehalten und sehr diszipliniert gespielt. Den nächsten Hochkaräter verpasste vier Minuten vor der Pause Yanick Kohler ebenfalls nur knapp. Das Tor für Brandis fiel dennoch: Michael Gurtner traf aus schier unmöglichen Winkel zwischen Bauch und Arm des Basel Keepers Osterwalder hindurch zum 2:0. Festzuhalten gilt es für die ersten zwanzig Minuten, dass Brandis Keeper Kaufmann keineswegs beschäftigungslos war, er stand aber wie gewohnt sicher zwischen seinen Pfosten.

Klasse Partie auch bis (fast) zum Schluss

Das Mitteldrittel wurde genau so temporeich weitergeführt. Exakt ein solch temporeicher Vorstoss führte zum nächsten Tor für die Emmentaler. Patrick Meyer war der Basler Defensive schlicht zu schnell und verwertete seinen Vorstoss eiskalt. Weniger mit Tempo, dafür mit phantastischem Boxplay – Reinhard sass draussen, präsentierte sich der EHC Brandis weiterhin tadellos. Was an Schüssen nicht aufopfernd geblockt wurde, wurde von Kaufmann abgewehrt. Kaum war diese Situation überstanden, ging es mit viel Schwung weiter. Die nächste nennenswerte Aktion betraf einen Doppelauschluss gegen Brandis. Patrick Meyer und Lukas Mosimann drückten gleichzeitig die Strafbank. Auch da agierten die Emmentaler äusserst verbissen und hoch diszipliniert. Chancen wurden den Baslern kaum zugelassen. Offensiv wurde ebenfalls hart gearbeitet, doch mit der Präzision haperte es. Dies wäre bis zur 55. Minute auch das einzige Haar in der Suppe. So vergaben beispielsweise Blaser, Dähler und Steiner sogenannte Hochkaräter. Wenigstens für Adrian Steiner klappte das mit dem Torerfolg doch noch, er traf fünf Minuten vor dem Ende zum 4:0. Ebenfalls Yanick Kohler durfte noch jubeln, sein Tor beutete das 5:0. Dass dann das Tempo in den Schlussminuten nicht mehr so hoch gehalten werden konnte, wie dies in den ersten vierzig Minuten zu sehen war, ist verständlich und absolut nachvollziehbar.
Festzuhalten gilt es ebenfalls, dass sich Basel als ebenbürdig und starkes Team erwies. Durch den perfekt umgesetzten Game-Plan von Brandis, aber vor einer schwierigen Aufgabe stand.
Durch die heutigen Resultate – Bellinzona verlor beispielsweise sein letztes Qualifikationsspiel in Adelboden – wartet der EHC Brandis immer noch auf seinen Playoff-Gegner. Es wird Lyss oder eben Bellinzona sein. (pmu)

Telegramm: EHC Brandis – EHC Basel KLH 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)
Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 256 Zuschauer – Schiedsrichter: Schober; König / Cantamessi

Torfolge:
5. Blaser (Patrick Meyer, Dähler) 1:0 (PP), 17. Gurtner (Inniger) 2:0, 24. Patrick Meyer 3:0, 55. Steiner (Nägeli, Hain) 4:0, 56. Kohler (Holzer) 5:0.

Strafen:
Brandis 4-mal 2 Minuten, Basel 3-mal 2 Minuten

Brandis:
Kaufmann; Mosimann, Malicek; Markus Schütz, Schaad; Seematter, Oberli; Liechti, Reinhard; Dähler, Blaser, Patrick Meyer; Kohler, Holzer, Marco Meyer; Steiner, Hain, Nägeli; Gurtner, Renato Schütz, Inniger.

Basel KLH:
Osterwalder; Cederbaum, Fröhlicher; Schnellmann, Fluri; Maurer, Gusset; Asal, Zinkl; Pfennich, Wüthrich, Voegelin; Guantario, Müller, Tuffet; Gfeller, Rohrbach, Mombelli; Cueni, Spreyermann, Fritz.

Bemerkungen:
Brandis ohne Buri (verletzt), Prinz (abwesend)
Basel ohne Morand, Lenz