Brandis-Adelboden 7:2

Brandis Adelboden2

EHC Brandis – EHC Adelboden 7:2 (3:1, 3:1, 1:0)

Auch das letzte Spiel der Qualifikation siegreich

Von Päscu Müller

In einem für beide Teams nicht sonderlich relevanten letzten Spiel der Qualifikation, gewinnt der EHC Brandis deutlich mit 7:2 gegen Adelboden. Vielmehr als das Resultat, dürfte die Tatsache sein, dass die Emmentaler positiv in die Playoffs gehen können und sich kein Spieler verletzt hat. In den Playoff Viertelfinals trifft Brandis auf Bellinzona.

Solche Spiele sind sicherlich für beide Teams nicht einfach. Kein grosses Risiko eingehen seitens des EHC Brandis, sich mehr oder weniger würdig von der Saison verabschieden, seitens des EHC Adelboden. Das Resultat ist bei einer solchen Ausgangslage ziemlich sekundär. „Wir hatten heute einen Gegner, der versuchte Tempo aus dem Spiel zu nehmen, deshalb hat das sicher nicht so toll ausgesehen, wie beispielsweise am letzten Samstag gegen Basel“, versuchte Yanick Kohler, Torschütze zum 1:0 das Spiel zu erklären. „Sicher sind solche Spiele nicht einfach“, erklärte er weiter. In der Tat war dieses Spiel keine Augenweide. Dennoch siegte der EHC Brandis deutlich mit 7:2. Am Samstag beginnen die Playoff Viertelfinals. Da beginnt die Meisterschaft bei Null. Gegner der Emmentaler wird die GDT Bellinzona sein.

Spielen und spielen lassen

Für beide Teams ging es rein was die Tabelle anbelangt, um nichts mehr. Brandis seit längerem gefestigt auf dem Leader-Thron, Adelboden definitiv auf Rang zehn. Dass da kein Spektakel zu erwarten war, erklärt sich von selber. Trotzdem – oder gerade deswegen – ging der EHC Brandis früh in Führung. Yanick Kohler nutzte in der vierten Minuten eine Unaufmerksamkeit im Adelbodener Slot zum 1:0. Kurz darauf sass Marco Meyer wegen Hakens auf der Strafbank, aber das Powerplay der Oberländer, war nicht einmal im Ansatz gefährlich.
Ganz anders dann das Überzahl-Spiel der Emmentaler: Zackig stand die Formation, flüssig lief die Scheibe von Lukas Mosimann zu Renato Schütz, dieser bedient rechts Marco Blaser und schon stand es 2:0 für Brandis. Die ganze Aktion dauerte gerade einmal 34 Sekunden. Ab diesem Zeitpunkt, spielte praktisch nur ein Team in der Offensive, der EHC Brandis. Beim 3:0 kombinierten sich Ralph Prinz und Sven Inniger durch die völlige überforderte Abwehrreihe der Oberländer. Nicht minder schön war dann die Kombination von Adelboden zum 1:3, zu wenig konsequent wurde der Torschütze Tschanz attackiert. Die Abwehr von Brandis stand da etwas gar nur Spalier. Es war übrigens erst die dritte Chance der Oberländer in diesem Drittel. Das Schussverhältnis von 17:6 sagt ziemlich alles über die ersten zwanzig Minuten dieses Spiels aus.

Verständlicher Abbau in der Spielweise

Mit einem riesen Knaller baute Buri nach knapp fünf Minuten im Mitteldrittel den Vorsprung weiter auf 4:1 aus. Dass die Scheibe auch den Pfosten berührte, hat man bis unter das Tribünendach gehört. Nur 31 Sekunden später, ist es Seematter, der ins Drittel hineinfährt und sich die Ecke auslesen kann. Er trifft trocken zum 5:1. Nicht erst jetzt, war das Spiel längst entschieden. Zwei Minuten vor der Sirene kombinieren sich die Oberländer für einmal schön im Powerplay durch und erzielen so das 5:2. Die Antwort von Brandis darauf, dauerte eine halbe Minute. Patrick Meyer trifft auf Zuspiel von Yanick Kohler postwendend zum 6:2. Zu Beginn des Schlussabschnittes, sah das Spiel wenigstens optisch etwas ausgeglichener aus. Dies auch, weil Brandis mindestens einen Gang runter schaltete. Zu verübeln ist es, bei dieser Ausgangslage und diesem deutlichen Resultat, keinem. Zwei Minuten vor der Schlusssirene trifft noch Marco Meyer zum deutlichen 7:2. Es war nach einer Tor-Durststrecke von beinahe zwanzig Spielminuten das erste Tor für Brandis im letzten Drittel. Mehr gibt es – irgendwie verständlich – über dieses Spiel nicht zu erzählen.  (pmu)

Telegramm: EHC Brandis – Adelboden 7:2 (3:1, 3:1, 1:0)
Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 193 Zuschauer – Schiedsrichter: Balz; Cadonau / Fankhauser

Torfolge:
4. Kohler 1:0, 9. Blaser (Renato Schütz, Mosimann) 2:0, 15. Sven Inniger (Prinz) 3:0, 16. Tschanz (Maurer, Marcon) 3:1, 25. Buri (Marco Meyer) 4:1, 26. Seematter 5:1, 38. Willen (Burn, Zryd) 5:2 (PP), 29. Patrick Meyer (Kohler, Blaser) 6:2, 58. Marco Meyer (Buri, Prinz) 7:2

Strafen:
Brandis 3-mal 2 Min   ;   Adelboden 6-mal 2 Min

Brandis:
Gasser; Mosimann, Malicek; Markus Schütz, Schaad; Seematter, Oberli; Liechti, Prinz; Kohler, Blaser, Patrick Meyer; Buri, Holzer, Marco Meyer; Steiner, Hain, Nägeli; Gurtner, Renato Schütz, Sven Inniger.

Adelboden:
Lanz; Armbruster, Allenbach; Willen; Gyger; Sandro Inniger, Zryd; Grossenbacher;
Maurer, Marcon, Tschanz; Burn, Schmid, Germann; Christen, Santschi, Hürzeler; Börner.

Bemerkungen:
Brandis ohne Reinhard, Dähler (abwesend)
Adelboden ohne Brunner, Roth, Furer