Brandis-Zuchwil 7:1

Brandis Zuchwil1

EHC Brandis – EHC Zuchwil-Regio 7:1 (3:0, 2:0, 2:1) - Stand: 2:1

Zwei Matchpucks für den EHC Brandis nach eindrücklichem Spiel

Von Päscu Müller

Die Entschlossenheit, mit der Brandis ans Werk ging, war gut sicht- und spürbar. Im ersten Drittel erarbeiteten sie sich eine klare Drei-Tore-Führung. Im Mitteldrittel wurde die Führung gar ausgebaut. Entscheidend für diesen Sieg, war ebenfalls ein hervorragend gespieltes Box-Play der Emmentaler.

Nimmt man wieder den Vergleich zum ersten Auftritt in dieser Serie gegen Zuchwil als Referenz, ist der damalige Auftritt kaum zu erklären. Jedenfalls traten die Emmentaler heute wesentlich entschlossener auf, als noch am letzten Samstag. Sie knüpften an der Leistung vom Dienstag in Zuchwil an. Die 3-Tore-Führung nach den ersten zwanzig Minuten, wurde bis zur zweiten Pause gar in ein 5:0 ausgebaut. Entscheidend in diesem Mitteldrittel, war ebenfalls ein hervorragend gespieltes Boxplay. Selbst eine anderthalb minütige doppelte Unterzahl, wurde schadlos überstanden. Trotz jetzt zwei sehr guten Spielen hintereinander, wäre es seitens von Brandis unangebracht, in Euphorie auszubrechen. „Wir brauchen jetzt noch einen Sieg und dafür werden wir am Samstag alles geben“, wollte auch Verteidiger Matthias Seematter den Puck eher noch flach halten. „Wir müssen dabei genau so spielen, wie wir es heute gemacht haben, mit viel Feuer“. Dieses Feuer und die Leidenschaft, war dem EHC Brandis anzusehen. Auf seine drei Skorer-Punkte angesprochen, meinte Seematter: „ Ich probiere primär dem Team zu helfen, das ist heute gut gelungen, Skorerwerte interessieren mich dabei weniger“. Gelingt dem EHC Brandis in Zuchwil erneute eine Leistung, wie heute Abend, dürfte ihnen der Final-Einzug kaum mehr zu nehmen sein. Dass dafür aber ein weiteres Mal hart gearbeitet werden muss, dürfte jedem klar sein.

Konzentriert und sehr entschlossen

Kaum eine halbe Minute war gespielt, als Patrick Meyer zum ersten Mal Richtung Zuchwiler Tor los stürmte. Er verzog nur knapp, der Tarif wurde aber damit durchgegeben. Die Startminuten blieben druckvoll, die erste Überzahl-Situation bot sich den Emmentalern noch vor drei gespielten Minuten. Diese Phase nutzte Brandis gnadenlos aus, Verteidiger Matthias Seematter traf von rechts zum 1:0 ins Netz. Danach vergab Brandis innert Sekunden zwei Hochkaräter, die Führung auszubauen. Bereits nach sieben Minuten fiel dieses 2:0 doch noch: Sven Nägeli tankte sich ab der blauen Linie, mit viel Kampfkraft durch und erzielte Backband den zweiten Treffer. Zuchwil Coach Reinhard versammelte danach seine Spieler zum Time-out. Brandis aber blieb mehrheitlich spielbestimmend. Die erste Hälfte dieses Drittels, war in keiner Weise mit dem Auftritt im ersten Heimspiel dieser Serie zu vergleichen. Sechs Minuten vor Ende des Startdrittels, wurde Stefan Oberli in die Kühlbox geschickt. In den ersten beiden Spielen, zeigten sich die Solothurner im Powerplay ja äusserst effizient. Diesmal liess Brandis kaum etwas zu. Es dürfte ein sehr wichtiges Boxplay der Emmentaler gewesen sein. Die nächste nennenswerte Phase betraf erneut eine Überzahl. Diesmal sass wieder ein Zuchwiler draussen. Ein Torerfolg gelang Brandis aber in dieser Phase nicht. Das Tor fiel dann trotzdem: Sekunden vor der Sirene traf Sven Inniger zum völlig verdienten 3:0 nach zwanzig Minuten.

Ebenfalls starkes Boxplay

Auch im zweiten Drittel, brauchten die 347 Zuschauer nicht lange auf eine Torchance zu warten. Nur waren es diesmal die Solothurner, die knapp am aufmerksamen Brandis-Keeper Michael Kaufmann scheiterten. Doch auch Zuchwils Keeper Sandro Zaugg, hatte Gelegenheit sich auszuzeichnen. Nach drei Minuten fischte er beispielsweise einen starken Schuss von Adrian Steiner herunter. Das Mitteldrittel war dann nicht mehr so gehaltvoll, wie die ersten zwanzig Minuten. Entscheidendes passierte trotzdem. Erst wehrte sich Brandis im zweiten Boxplay des Abends weiter erfolgreich, ehe kaum nach dessen Ablauf, Patric Buri mit einem halben Buebetrickli Sandro Zaugg zum 4:0 düpierte. Es ging weiter mit sehr heissen Szenen. Zuchwil in doppelter Überzahl, entwickelte sehr viel Druck aufs Emmentaler Tor, eine sehr gute Konterchance hatte aber auch Brandis durch Adrian Steiner. Am Resultat änderte sich trotz dieser heissen Phase nichts. Anders dann im Powerplay der Emmentaler: Brandis erhöht das Skore auf 5:0 durch Patric Buri. Es war das zweite Tor bei der sechsten Strafe gegen Zuchwil, was einer Powerplay-Quote von 33% entspricht. Diese Quote wurde dann bis zum Ende des Spiels, noch etwas nach unten gedrückt, bleibt aber für dieses Spiel ein sehr guter Wert. Dass das Spiel bei diesem Spielstand abflachte, ist irgendwie verständlich. Denn eine Entscheidung ist in dieser Serie noch nicht gefallen. Es gilt bereits am Samstag in Zuchwil, diese Leistung zu bestätigen. Tore fielen dennoch: Nach einem kapitalen Fehlpass, verkürzte Vogt neun Minuten vor der Schlusssirene auf 5:1. Auch Janick Holzer traf noch, assistiert wurde er von Matthias Seematter, der sich somit am heutigen Abend drei Skorer-Punkte gutschreiben lassen konnte. Kurz darauf schepperte es ein weiteres Mal, Renato Schütz erhöhte gar zum Schlussresultat von 7:1. (pmu)

Telegramm: EHC Brandis – EHC Zuchwil-Regio 7:1 (3:0, 2:0, 2:1)
Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 347 Zuschauer – Schiedsrichter: Fausel; Romang / König

Torfolge:
5. Seematter (Buri, Steiner) 1:0 (PP), 7. Nägeli (Seematter) 2:0, 20. Inniger (Gurtner, Blaser) 3:0, 29. Buri (Marco Meyer) 4:0, 38. Buri (Mosimann, Nägeli) 5:0 (PP), 51. Vogt 5:1, 55. Holzer (Seematter, Kohler) 6:1, 57. R.Schütz (P.Meyer, Holzer) 7:1.

Strafen:
Brandis 8-mal 2 Minuten, Zuchwil 7-mal 2 Minuten

Brandis:
Kaufmann; Markus Schütz, Liechti; Seematter, Oberli; Mosimann, Malicek; Renato Schütz, Blaser, Patrick Meyer; Kohler, Holzer, Marco Meyer; Adrian Steiner, Buri, Nägeli; Gurtner, Inniger.

Zuchwil-Regio:
Zaugg (ab 40. Sauthier); Kühni, Bösiger; Felder, Anderegg; Röthlisberger, Minder; Fabian Steiner, Vogt, Leuenberger; Messerli, Müller, Born; Bättig, Scherrer, Rohrbach; Sahli, Nydegger.

Bemerkungen:
Brandis ohne Schaad, Hain, Prinz, Dähler (alle verletzt), Reinhard (abwesend)
Zuchwil ohne Zigerli, Anderegg (beide verletzt) Hojac, Schär, Seifert (abwesend)