Brandis-Thun 2:3

Brandis Thun6

EHC Brandis – EHC Thun 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)            Stand: 2:1

Erster Matchpunkt nicht verwertet – Es bleiben zwei

Von Päscu Müller

Hektik, Spannung, viele Scharmützel. Dieses Playoff-Final Spiel drei, beinhaltete viel. Auch viel Nervosität seitens des EHC Brandis. Zweimal konnte Brandis eine Zwei-Tore-Führung der Thuner wieder um ein Tor verkürzen. Trotz hektischer Spielphase gelang aber der ersehnte Treffer nicht mehr.

Lange Zeit liessen die Emmentaler den EHC Thun zu stark gewähren. Eine Portion Nervosität, war dem EHC Brandis wohl nicht abzusprechen. Durch einen Treffer in Überzahl und einen bei angezeigter Strafe, zogen die Thuner bis Spielmitte mit zwei Toren davon. Kurz vor der zweiten Pause, trifft Patrick Meyer endlich auch für die Emmentaler. Es war ein Tor, dass die Emmentaler wieder am Regional-Meistertitel schnuppern liess. Es blieb leider beim Schnuppern. Da aber zu Beginn des Schlussdrittels, eine weitere Überzahl-Situation nicht ausgenutzt wurde und Thun kurz darauf wieder mit zwei Tore vorne lag, wurde das Unterfangen nicht einfacher. Wirkte das 0:2 wie ein Schock, war es dieses 1:3 definitiv. Erst ab dem 2:3 Anschluss-Treffer, erneut durch Patrick Meyer, brannte das Spiel lichterloh. Zu mehr reichte es leider nicht mehr. Brandis war bestimmt nicht das schlechtere Team, einfach das etwas Nervösere. Noch hat der EHC Brandis zum erstmaligen Titel der Vereinsgeschichte, erst ein Spiel verloren. Es bleiben immer noch zwei Matchpucks zu eben diesem Titel. Mehr Coolness und vermehrte Ordnung im Spielaufbau, wären aber auf diesem Weg keine schlechten Tugenden.

Spannendes, aber nervöses Startdrittel, des EHC Brandis

Der erste Schuss des Spiels, wurde nach 36 Sekunden abgefeuert, die erste Chance sahen die 629 Zuschauer nach einer Minute. Beide Male kreierten die Aktionen der EHC Brandis. Es waren überhaupt die Emmentaler, die die Startminuten prägten. Dies änderte sich nach vier Minuten – David Malicek wurde für ein Beinstellen in die Kühlbox verbannt. Die Thuner fackelten in diesem Powerplay nicht lang. Es war Verteidiger Boss mit einem satten Schuss ab der blauen Linie zum 0:1. Danach mussten die Emmentaler zeitweilig arg unten durch. Es war erneut Michael Kaufmann zu verdanken, dass Brandis im Spiel blieb. Die erste Überzahl für den EHC Brandis, dauerte nur 45 Sekunden, danach musste erneut auch David Malicek raus. Eine gewisse Nervosität, war den Emmentalern im ersten Drittel nach diesem Rückstand, nicht abzusprechen. Ein richtiger Playoff-Fight war das Spiel aber definitiv. Dies unterstreichen diverse Scharmützel, die immer wieder zu sehen waren. Eine gute Chance vergab fünf Minuten vor der Pause Geburtstags-Kind Sven Nägeli. Er sah seinen druckvollen Vorstoss gestoppt. Ebenfalls Sven Inniger reüssierte in einer druckvollen Phase kurz vor der Sirene des EHC Brandis nicht. Sekunden vor der Pause, verpassen zuerst wieder Sven Nägeli, dann Adrian Steiner den Ausgleich.

Ein nervöser Krimi bis zum Schluss

Etwas mehr als zwei Minuten waren im Mitteldrittel gespielt, als Brandis zum zweiten Mal im Powerplay agieren durfte. Dabei wurden etliche Schüssen Richtung Thuner Tor abgegeben, ohne dass die Scheiben den Weg ins Netz fanden. Anders die Thuner. Bei angezeigter Strafe gegen die Emmentaler, treffen sie zum 0:2 durch Weber. Gespielt waren dabei im zweiten Drittel knappe sechs Minuten. Es dürfte zumindest in den Köpfen für Brandis ein fataler Treffer gewesen sein.Thuns Rossel vergab fünf Minuten später gar die Chance zur Drei-Tore-Führung für Thun. Michael Kaufmann blieb aufmerksam. Auch weitere drei Zeiger-Umdrehungen später, brauchte es den Brandis-Keeper zweimal kurz hintereinander. Selbst ein Time-Out seitens des EHCB, brachte die Jungs nicht wirklich in die Spur zurück. Der einzige der wirklich hellwach blieb, war Goalie Michael Kaufmann. Er hielt mit diversen Paraden, die minimale Chance für sein Team, aufrecht. Die letzten Minuten dieses Drittels dann doppelte Überzahl für die Emmentaler. Und endlich klappte das Powerplay, endlich gelang auch der Torerfolg. Es war Patrick Meyer, der zum erlösenden 1:2 Anschluss-Treffer einschob. Da sich ein Thuner ein weiteres Foul erlaubte, spielte Brandis anschliessend kurz wieder doppeltes Powerplay. Doch diesmal gelang nicht einmal mehr das richtige Installieren. Kaum waren wieder fünf Thuner auf dem Eis, legen diese wieder einen Treffer vor. Diesmal traf Allemann. Es war der zweite Schocktreffer des Abends für die Emmentaler. Doch die Emmentaler kamen sieben Minuten vor der Schlusssirene erneut durch Patrick Meyer wieder in die Partie zurück. Ab da brannte das Spiel lichterloh, ohne dass Brandis noch den Treffer für die Verlängerung erzielen konnte. Noch ist nichts verloren. Am Samstag in Thun steht bereits Spiel vier dieser Serie auf dem Programm. (pmu)

Telegramm: EHC Brandis – EHC Thun 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)
Sportbetriebe Brünnli, Hasle BE. – 629 Zuschauer – Schiedsrichter: Aegerter; Dumauthioz / Wittwer

Torfolge:
6. Boss (Schlapbach,Y.Kaufmann) 0:1 (PP), 26. Weber (R.Lüthi, F.Lüthi) 0:2, 39. P.Meyer (Blaser, Liechti 1:2 (2PP), 43. Allemann (Studerus) 1:3, 53. Patrick Meyer (Malicek, Nägeli) 2:3

Strafen:
Brandis 4-mal 2 Minuten, 1-mal 10 Minuten (Malicek) ; Thun 6-mal 2 Min

Brandis:
Kaufmann; Markus Schütz, Schaad; Mosimann, Malicek; Seematter, Oberli; Liechti, Prinz; Renato Schütz, Blaser, Patrick Meyer; Adrian Steiner, Buri, Nägeli; Kohler, Holzer, Marco Meyer; Gurtner, Hain, Inniger.

Thun:
Gregory Steiner; Martin Keller, Kaufmann; Hebeisen, Stefan Keller; Weber, Studerus; Nicolas Steiner, Pascal Kohler; Schlapbach, Rossel, Boss; Neff, Reymondin, Bärtschi; Allemann, Florian Lüthi, Raffael Lüthi; Joch, Stettler , Eicher.

Bemerkungen:
Brandis ohne Dähler (verletzt), Reinhard (rekonvaleszent)
Thun ohne Bartlome