Sion-Brandis 5:4 n.V.

Brandis Heim 2

HC Sion-Nendaz 4 Vallées – EHC Brandis 5:4 n.V. (1:1, 2:1, 1:2, 1:0)  

Brandis verliert in der Verlängerung

Von Päscu Müller

Die Differenz in diesem Spiel lag einmal mehr im Powerplay. Wie schon am letzten Samstag in Hasle, zeigte sich der HC Sion dabei äusserst effizient. Die Emmentaler dagegen nicht. Bei fünf gegen fünf Feldspieler, war der EHC Brandis gar besser. Eindrücklich dazu, wie sich die Brünnli-Truppe immer wieder zurück gekämpft hat.

Einmal mehr lag die Differenz im Powerplay. Diesmal nutzte der HC Sion-Nendaz drei von fünf Strafen gegen den EHC Brandis kaltblütig aus. Die Emmentaler dagegen erzielten alle ihre Treffer bei fünf gegen fünf Feldspieler. Ausschlaggebend war ergo die Effizienz der Walliser und die Impotenz der Emmentaler in Überzahl. „In den Special-Games haben wir jetzt beide Spiele gegen Sion verloren“, analysierte Assistenz-Coach Daniel Bieri. „In der Box bekommen wir die Tore und in Überzahl machen wir sie nicht“, meinte er weiter. Wie sich das Team aber immer wieder ins Spiel zurück gekämpft hat, spricht für die Moral, die in dieser Equipe steckt. „Das Team zeigte einmal mehr viel Moral, wir mussten immer einem Tor nachrennen und haben uns immer wieder zurück gekämpft“, meinte auch Bieri. Trotzdem zeigte sich Daniel Bieri kämpferisch: „Wir haben jetzt die Chance am Donnerstag Frauenfeld zu bezwingen, dann kommen wir am nächsten Samstag noch einmal nach Sion und dreimal schlagen die uns nicht“, blickte er voraus. In der Tat dürfte die Partie am Donnerstag gegen die Ostschweizer von kapitaler Bedeutung sein. Der EHC Brandis hat gegen effiziente Walliser ein Spiel verloren, nicht aber die Möglichkeit, dennoch um den Meistertitel mitspielen zu können.

Sion's Powerplay-Effizienz

Bereits in der ersten Minute verzeichneten beide Teams je eine Chance, bei Brandis war es Sven Nägeli, der Sion-Keeper Todeschini prüfte. Nach zwei Minuten wurde Sions Nendaz in die Kühlbox verbannt. Knapp eine Minute später, wanderte auch Matewa raus. Ausser einem Knaller ab der blauen Linie von Renato Schütz, war in dieser doppelten Überzahl nichts zu sehen. Es sollte nicht die einzige Impotenz in Überzahl gewesen sein. Der EHC Brandis aber blieb offensiv am Drücker. Erst bei der ersten Brandis-Strafe nach neun Minuten, zog Sion sein druckvolles Spiel auf und reüssierte prompt. Es war Kevin Dayer, der zum 1:0 für Sion traf. Dies war bereits der dritte Treffer der Walliser bei vier Strafen gegen die Emmentaler aus beiden Spielen. Brandis liess sich keineswegs entmutigen. Janick Holzer mit einem Solo über rechts, der zum 1:1 Ausgleich nur vier Minuten später traf, brachte Brandis wieder ins Spiel. Kaum war der Spielstand ausgeglichen, bot sich den Emmentalern eine weitere Chance in Überzahl. Auch diesmal gelang der Powerplay-Treffer nicht. Zwei Minuten vor der Pause, brannte es erstmals richtig vor Lukas Gasser. Erneut war es die Linie um Gailland und Loeffel, die das Gehäuse von Brandis mächtig unter Beschuss nahmen. Lukas Gasser aber blieb cool. Das Unentschieden zur Pause geht in Ordnung und stellte einen besseren Start dar, als noch vor Wochenfrist im Brünnli. Damals lag der EHC Brandis zur ersten Pause mit 2:3 zurück.

Kampfbereitschaft von Brandis nur mit einem Punkt belohnt

Der Start ins Mitteldrittel,war nicht mehr so hochstehend, wie noch die ersten zwanzig Minuten. Zu gut schirmten beide Teams ihre eigene Zone ab. Bis zur 25. Minute ging diese Rechnung für den EHC Brandis auf, eine kurz Unaufmerksamkeit in der Defensive und Sion lag aber wieder in Front. Für das 2:1 zeichnete sich die komplette Linie um Gailland verantwortlich. Anschliessend übersteht Brandis ein wichtiges Boxplay. Kaum ausgestanden, sehen sich die Emmentaler wieder zu Viert auf dem Eis. Dies aber nur für sechs Sekunden, da wanderte ebenfalls ein Walliser auf die Strafbank. Kaum waren beide Teams komplett, drückte Marco Meyer beherzt ab und trifft zum 2:2. Abermals war der EHC Brandis wieder dran. Bei der nächsten Strafe – Brandis in Unterzahl – legte der HC Sion erneut ein Tor vor. Die Effizienz der Walliser im Powerplay ist beneidenswert. Bei vier kleinen Strafe treffen sie zweimal, Brandis dagegen bei fünf Strafen, bis zu diesem Zeitpunkt, nie. Noch dicker betreffend Strafen, wurde es kurz vor Ende des zweiten Drittels. Ralph Prinz wurde mit einer fünf Minuten Strafe vorzeitig in die Kabine geschickt. Für die letzten zwei Minuten dieses Powerplays, sah sich Brandis gar mit zwei Mann weniger auf dem Eis. Wie kaum anders zu erwarten, reüssierte der HC Sion zum wiederholten Mal im Powerplay. Der EHC Brandis gab sich aber keineswegs geschlagen. Denn zwei Minuten später verkürzte Patrick Meyer zum 4:3. Danach spielte in der Offensive eigentlich nur noch der EHC Brandis. Selbst mit einem Mann mehr, wollte der Ausgleich vorerst nicht gelingen. Was bei Überzahl nicht gelingen wollte, klappte bei fünf gegen fünf Feldspieler. Yanick Kohler erzielte nach Zuspiel von Stefan Oberli endlich den 4:4 Ausgleich. Drei Sekunden vor der Sirene hatte Manuel Schaad gar den Siegestreffer auf dem Stock. Er traf den Puck leider nicht wunschgemäss.
So musste die Verlängerung über den Sieg entscheiden. Dort war es Kevin Dayer, der den Zusatzpunkt ins Wallis schoss.
Damit ist aber der Traum der Finalissima für den EHC Brandis nicht ausgeträumt. Für diese Teilnahme braucht es am Donnerstag gegen Frauenfeld einen Sieg.

(pmu)

Telegramm: HC Sion-Nendaz 4 Vallées – EHC Brandis 5:4 n.V (1:1, 2:1, 1:2, 1:0)
Patinoire de l'ancien Stand, Sion VS. – 910 Zuschauer – Schiedsrichter: Hungerbühler; P.Nater / L.Nater

Torfolge: 10. K. Dayer (Nendaz) 1:0 (PP), 14. Holzer 1:1, 25. Gailland (Guex, Loeffel) 2:1, 32. Marco Meyer 2:2, 35. Rimann (Cheseaux, Loeffel) 3:2 (PP), 45. Depraz ( Cheseaux) 4:2 (2PP), 47. Patrick Meyer (Seematter, Kohler) 4:3, 56. Kohler (Oberli) 4:4, 61. K. Dayer 5:4

Strafen:
Sion-Nendaz 6-mal 2 Min.
Brandis 5-mal 2 Minuten, 1-mal 5 Minuten (Prinz)

Sion-Nendaz:
Tordeschini; Oudelet, Bonnet; Cheseaux, Matewa; Pelletier, Kalbermatten; Gut, Bitz; Seydoux, Nendaz, Kevin Dayer; Gailland, Loeffel, Guex; Depraz, Wyssen,Rimann; Curty, Sven Dayer, Locher.

Brandis:
Gasser; Markus Schütz, Schaad; Mosimann, Malicek; Seematter, Oberli; Prinz, Reinhard; Liechti; Renato Schütz, Blaser, Marco Meyer; Steiner, Buri, Nägeli; Kohler, Holzer, Patrick Meyer; Gurtner, Hain, Inniger.

Bemerkungen:
Sion-Nendaz keine Angaben
Brandis ohne Dähler (rekonvaleszent)

Tabelle Anzahl Spiele/ Punkte:
1.Sion 3/7
2.Brandis 3/4
3.Frauenfeld 2/1

Die Restlichen Spiele:
Dienstag: Frauenfeld – Sion
Donnerstag: Brandis – Frauenfeld