EHC Brandis - SC Bern 2:9

TorjubelvsBern

EHC Brandis – SC Bern 2:9 (0:3, 1:4, 1:2)

Der Meister kannte keine Gnade

                                                                                                                                     Von Päscu Müller

Es war mehr als ein Klasse-Unterschied bei diesem Spiel zwischen dem EHC Brandis und dem SC Bern – mit allen Stars angetreten – zu sehen. Um so mehr, als der Meister sein Spiel, zum Leidwesen von Brandis, gnadenlos durchzog. Trotzdem kann seitens des EHC Brandis von einem gelungenen Hockey-Event gesprochen werden.

Der Schweizermeister aus Bern, brauchte zwar rund fünf Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. In diesen ersten fünf Minuten, spielte Brandis nicht nur wacker, sondern gut mit. Danach erhöhte, der mit allen Stars angetretene SCB, die Kadenz und zog sein Spiel gnadenlos durch. Ein Beispiel dafür, lieferte die erste Überzahl der Stadtberner. Ganze zwölf Sekunden brauchten sie zu einem erfolgreichen Abschluss. Bereits nach dem ersten Drittel, war die Partie entschieden. Stimmung brauste in der gut gefüllten Halle auf, als Sven Nägeli zum 1:3 für die Emmentaler traf. Ebenso bei Patric Buris 2:8. Diese Tore wurde frenetisch gefeiert. Dass der SCB nach diesen Gegentoren immer wieder einen oder gar zwei Gänge hochschaltete, spricht dafür, wie ernsthaft die Berner offenbar dieses Spiel nahmen. Selbstredend, dass bei dieser Erhöhung der Kadenz, weitere Tore in regelmässigen Abständen fielen. Das Resultat dürfte unter dem Strich auch sekundär sein. Das Team und die zahlreichen Zuschauer erlebten einen grossartigen Eishockey-Event.

Trotz drei Gegentoren im ersten Drittel wackeres Brandis

Der erste Schuss der Partie wurde nicht vom SCB abgeben, es war Brandis, das Keeper Caminada nach knapp einer Minute prüfte. Auch sonst spielte der EHC Brandis die ersten Minuten nicht nur wacker, sondern gut mit. Nach etwas mehr als drei Minuten kreierte Florian Lüthi gar eine gefährliche Situation vor Caminada. Auf der anderen Seite, musste Lukas Gasser erst nach sechs Minuten zum ersten Mal sein Können unter Beweis stellen. Einen Angriff später, war er gegen den satten Schuss von Gian-Andrea Randegger machtlos. Weitere zwei Minuten später, lag die Scheibe erneut im Tor. Die Defensive von Brandis, für einmal nicht aufmerksam genug, vergass im Slot den freistehenden Dario Meyer, der zum 2:0 einschob. Ab diesem Zeitpunkt war der Schweizermeister SCB voll im Spiel. Die gefährlichste Chance für Brandis, wurde in der 14.Minute vorgetragen: Patric Buri tankt sich über links durch und bedient, den in der Mitte mitlaufenden Janick Holzer, der an Caminada scheiterte. Drei Minuten vor der ersten Sirene, überlief Marc Kämpf die gesamte Brandis-Linie und traf eiskalt zum 0:3.

Sven Nägeli und Patric Buri mit den Ehrentreffern

Auch Anfangs des Mitteldrittels nahm der SCB kaum den Fuss vom Gaspedal. Brandis in der Offensive mit gelegentlichen Kontern, mehr liess der Meister kaum zu. Einen dieser Angriffe, schloss in der 24. Minute Sven Nägeli mit dem 1:3 ab. Dieser Treffer wurde in der gut gefüllten Halle frenetisch bejubelt. Kaum war wieder angespielt, stand Lukas Gasser mehrmals im Brennpunkt des Geschehens. Mindestens einmal parierte er mit einem Big-Save. Beim ersten Powerplay des Spiels – Liechti musste wegen Haltens raus – kannte der SCB keine Gnade. Die Überzahl dauerte gerade einmal zwölf Sekunden und bereits stand es 1:4.Das nächste Tor des SCB, war ein Knaller von André Heim. Er liess Lukas Gasser beim 1:5 nicht den Hauch einer Chance. Pyörälä und Colin Gerber schraubten das Score noch vor der zweiten Pause auf 1:7. Auch Sven Witschi – er hütete ab dem 3. Drittel das Brandis-Tor – durfte sich auszeichnen. Den ersten Berner-Schuss, hatte er nach 55 Sekunden im Schlussabschnitt zu parieren. Auch Caminada wurde noch beschäftigt, nacheinander hatte er Schüsse von Patric Buri und Florian Lüthi zu entschärfen. Eines muss man dem EHC Brandis lassen. Trotz einem klaren Rückstand, gab sich das Team nicht auf und versuchte bis zum Ende mitzuspielen. Dass da noch Gegentore kassiert wurden, spricht nicht gegen die Emmentaler, sondern für die Ernsthaftigkeit des SC Bern. Um so mehr muss den SCB das zweite Brandis-Tor gewurmt haben, Patric Buri durfte sich zum Schützen des 2:8 feiern lassen. Die Antwort des SCB darauf blieb nicht aus. Sieben Minuten vor der Schlusssirene markierte Marc Arcobello das 2:9. Dieses blieb das letzte Tor einer sehr unterhaltsamen Partie.

(pmu)

Telegramm: EHC Brandis – SC Bern 2:9 (0:3, 1:4, 1:2)

Campus Perspektiven, Huttwil BE. – 2099 Zuschauer – Schiedsrichter: Hebeisen / Weber ; Kovacs / Schüpbach

Torfolge: 7. Randegger (Noreau, B.Gerber) 0:1, 11. D.Meyer (Noreau) 0:2, 17. Kämpf 0:3, 24. Nägeli 1:3, 28. Raymond (Untersander, Haas) 1:4 (PP), 31. Heim (Andersson) 1:5, 34. Pyörälä (Randegger, Raymond) 1:6, 36. C.Gerber (Heim) 1:7, 48. D.Meyer (Raymond) 1:8, 50. Buri (Schaad) 2:8, 53. Arcobello (Moser, Rüefenacht) 2:9.

Strafen: Brandis 2-mal 2 Min ; Bern 1-mal 2 Minuten

Brandis: L.Gasser (ab. 41.Witschi); Scheidegger, R.Schütz; Schaad, Liechti; Oberli, Gasser; Mosimann, Tschanz; Nägeli, Lüthi, Messerli; Buri, Holzer, Schlapbach; Steiner, Blaser, M.Meyer; P.Meyer, Hain, Gurtner.

Bern: Caminada; B.Gerber, Noreau; Burren, Untersander; Wolf, Andersson; C.Gerber, Dubois;
Moser, Arcobello, Rüefenacht; Scherwey, Haas, Bodenmann; Raymond, Pyörälä, D.Meyer; Randegger, Heim, Kämpf.

Bemerkungen:

Brandis ohne M.Schütz, Seematter (rekonvaleszent)

Bern ohne Blum, Krüger, Genoni (Ersatz)