Seewen - Brandis 2:6

MMeyer Steiner

EHC Seewen – EHC Brandis 2:6 (0:4, 1:2, 1:0)

Brandis Arbeits-Sieg in Seewen

                                                                                                                                                                                    Von Päscu Müller

Die Partie war über weite Strecken eine einseitige Angelegenheit. Seewen steckte wohl noch im Cup-Blues, Brandis nicht. Die Emmentaler entschieden das Spiel bereits im ersten Drittel mit vier Toren. Dabei fielen die Tore eins bis drei, binnen zwei Minuten. Die Beutler-Truppe kontrollierte den Rest des Spiels weitgehend.

Beide Teams hatten am Mittwoch noch Cup-Partien gegen NLA-Klubs zu bestreiten. Seewen steckte der Cup-Blues wohl noch mehr in den Knochen, als dem EHC Brandis. Ohne wirklich zu überzeugen, schaukelten die Emmentaler die Partie mehr oder weniger locker über die Zeit. Kunststück, denn die Partie war bereits nach dem ersten Drittel entschieden. Vier Tore gingen dabei auf das Konto der Gebrüder Meyer – schön brüderlich geteilt. Der eine Doppeltorschützen Marco Meyer war nur mit dem ersten Drittel zufrieden: „Der Start mit der 4:0-Führung ist uns gelungen, danach haben wir nachgelassen, die ganz einfachen Sachen, waren wir nicht bereit zu machen“, analysierte er selbstkritisch. „Wir haben mindestens einen Gang runter geschaltet, gegen einen anderen Gegner kann das dann ins Auge gehen“. Dass beide Meyers heute doppelt getroffen haben, dafür hat Marco keine Erklärung: „Nein wir hatten keine spezielle Vorbereitung, das lief wie sonst auch“, meinte er lachend.
Dem EHC Brandis gelang heute gegen Seewen ein Arbeits-Sieg, Grundstein dazu wurde im ersten Drittel gelegt. Dass das Team dann ein bis zwei Gänge runter geschaltet hat, ist ihnen kaum zu verübeln. Die zwei Treffer in Unterzahl sind etwas ärgerlich und werden sicherlich im Training noch zum Thema.

In zwei Minuten drei Tore

Beide Teams waren am Mittwoch im Cup engagiert, Seewen gegen Lugano, Brandis gegen den SC Bern. Vielleicht war das ein Grund, dass Anfangs des Spiels, kein richtiger Fluss aufkommen wollte. Dies änderte sich in der 7. Minute schlagartig, denn Joel Scheidegger verwertete ein Zuspiel von Roman Messerli zum 0:1. Es war der erste ernsthafte Angriff der Emmentaler in diesem Spiel. Kaum eine Minute später, schlenzte Patrick Meyer den Puck zum 0:2 ins Netz. Es war eine herrliche Kombination über Mosimann, Steiner und Blaser. Wieder keine Minute später zappelte der Puck erneut im Netz. Diesmal profitierte Sandro Hain von einem kapitalen Fehler in der Abwehr der Innerschweizer. Ab diesem Zeitpunkt kontrollierte Brandis das Spiel weitgehend. Selbstredend, dass da ein weiteres Tor fiel. Es war Marco Meyer, der aus dem Gewühl einen Abschluss von Adrian Steiner zum 0:4 ablenkte. Gäbe es in diesem Drittel etwas zu kritisieren, wäre es das Powerplay bei der ersten Strafe gegen Seewen. Das Überzahl-Spiel von Brandis, sah zwar ansehnlich aus, war aber nicht von Erfolg gekrönt. Es war sogar eine Phase, in der, der bis anhin kaum beschäftigte Keeper Lukas Gasser, etwas beschäftigt wurde.

Spiel nach Hause geschaukelt

Im zweiten Drittel schien Seewen anders aus den Kabinen zu kommen, als noch zu Beginn des Spiels. Lukas Gasser jedenfalls war der Erste, der eine Parade zeigen musste. Kaum war diese Aktion vorbei, klingelt es bereits wieder. Erneut tanken sich Adrian Steiner und Marco Meyer durch. Das 0:5 war bereits der zweite persönliche Treffer von Marco Meyer. Auch Patrick Meyer kann sich als Doppeltorschütze feiern lassen. Er trifft im Powerplay ab der blauen Linie zum 0:6. Gespielt war da etwas mehr als dreissig Minuten. Die nächste Überzahl – Joel Scheidegger sass draussen – brachte das erste Tor für den EHC Seewen. Simon Schöni lenkte einen Schuss von Rolf Portmann unhaltbar ins Netz ab.
Dass das Niveau der Partie im letzten Abschnitt nicht mehr hoch war, ist Brandis nicht arg zu verübeln. Zu gross war der heraus gespielte Vorsprung. Der Spielfluss und die Konzentration litten aber etwas zu stark. Jedenfalls hatte dieses Spiel nie die Intensität, wie noch beispielsweise gegen Chur am letzten Samstag. In der Schlussphase erzielte der EHC Seewen noch sein zweites Tor. Es war wieder ein Treffer in Unterzahl, der die Trainer ärgern wird.

(pmu)

Telegramm: EHC Seewen – EHC Brandis 2:6 (0:4, 1:2, 1:0)

KEB Zingel, Seewen. – 324 Zuschauer – Schiedsrichter: Wiegand; Nater / Remund

Torfolge: 7. Scheidegger (Messerli) 0:1, 8. P. Meyer (Blaser, Steiner) 0:2, 9. Hain 0:3, 15. M.Meyer (Steiner, Blaser) 0:4, M.Meyer (Steiner) 0:5, 32. P.Meyer (Schaad, Blaser) 0:6 (PP), 34. Schöni (Portmann, Schnüriger) 1:6 (PP), 58. Christen(Arnold) 2:6 (PP).

Strafen: Seewen 5-mal 2 Min ; Brandis 5-mal 2 Minuten

Seewen: Schweiger; R.Büeler, Suter; End, Schnüriger; T.Büeler, Holdener; Scheiber, Djodjevic;
Marzan, Portmann, Zurkirchen; Fries, Christen, Wellinger; Koller, Arnold, Schön; S.Steiner, Bettinaglio, Gisler.

Brandis: L.Gasser; Mosimann, Tschanz; Scheidegger, M.Gasser; Schaad, Liechti; R. Schütz, Oberli;
P.Meyer, Hain, Gurtner; Steiner, Blaser, M.Meyer; Buri, Holzer, Schlapbach; Nägeli, Lüthi, Messerli.

Bemerkungen:
Seewen keine Angaben
Brandis ohne M.Schütz, Seematter (rekonvaleszent)