Brandis - Bülach 3:2

Messerli

EHC Brandis – EHC Bülach 3:2 (2:0, 1:1, 0:1)

Aufsässiges Bülach verlangt Brandis alles ab

Von Päscu Müller

Mit einer frühen 3:0-Führung legte Brandis den Grundstein zu diesem Sieg. Einfach gemacht hat es ihnen der EHC Bülach aber nicht. Die aufsässigen Zürcher verlangten Brandis vor allem in der Defensive viel ab und steckten nie auf. Ein kleines Nachlassen des EHC Brandis im Mitteldrittel, ist kaum zu kaschieren.

Die 179 Zuschauer sahen lange Zeit ein spannendes Spiel. Selbst nach dem 3:0 für Brandis zu Beginn des Mitteldrittels, blieb die Partie hart umkämpft. Die Zürcher steckten nie auf. Sie verkürzten bis zur zweiten Pause auf 3:1, später gar 3:2. Diesen Umstand haben sich die Emmentaler auch etwas selber zu zuschreiben. Nach der frühen und klaren Führung, liessen sie etwas stark nach, anstatt die Entscheidung zum 4:1 oder 4:2 mit Vehemenz zu suchen. Plötzlich gelangen auch die einfachen Dinge nicht mehr wunschgemäss. Es war unter dem Strich ein hartes Stück Arbeit. Dies sah auch der Torschütze zum 1:0 Roman Messerli so: „Das war in der Tat ein hartes Spiel, ich habe aber das Gefühl , dass wir das gut gemacht haben. Wir haben vor allem Defensiv solid gearbeitet“, meinte er. Auf die klare 3:0-Führung angesprochen sagte Messerli: „Ja klar das kann gefährlich sein und die Schlussphase war vielleicht hektischer, als wir uns das vorgestellt haben“. Genau solche Spiele in dieser MySports League zeigen exakt, dass eben kein Gegner auf die leichte Schulter genommen werden kann. Bülach erwies sich trotz eines vermeintlich grossen Rückstandes, als äusserst aufsässiger Gegner, der nie aufsteckte und bis zum Schluss auf einen Punktgewinn hoffen konnte. Wie Roman Messerli erwähnte, ist es einer sauberen defensiven Arbeit des EHC Brandis zu verdanken, dass die drei Punkte im Emmental blieben.

Messerli und Blaser legen vor

Gefälliger Spielbeginn des EHC Brandis, mit mehr Spielanteilen, als Bülach. Der erste Schuss Richtung gegnerisches Tor, wurde von Verteidiger Martin Gasser abgefeuert. Danach musste sich gleich der andere Gasser, Lukas, zur Wehr setzen. Gespielt waren da knapp zwei Minuten. Richtig gefährlich wurde es aber vor beiden Toren kaum. Dies blieb lange so, da sich beide Teams neutralisierten. Den nächsten Brandis-Schuss notierte man nach acht Minuten. Es war wieder ein Verteidiger, Manuel Schaad, der Gianluca Hauser im Tor der Zürcher prüfte. Etwas brenzliger wurde es nach einem Abschluss von Marco Blaser. Bei Unterzahl Brandis zog Michael Gurtner los, scheiterte aber knapp. Danach stand logischerweise Lukas Gasser im Brennpunkt. Neunzehn Sekunden vor Ablauf der Strafe schien er geschlagen, jedenfalls sahen das die Zürcher so, nicht aber die Schiedsrichter und der Brandis Keeper Lukas Gasser. Er hatte seinen Fänger auf dem Puck. Der vermeintliche Treffer wurde zu Recht nicht gegeben. Kaum war diese Szene vorbei, bediente Patric Buri, den nahe im Slot stehenden Roman Messerli und dieser trifft seitlich nach zwölf Minuten zum 1:0 für die Emmentaler. Kurz darauf tanken sich Adrian Steiner und Sandro Hain durch, verpassen aber einen weiteren Treffer. Es schien als schaltete Brandis nach diesem 1:0 einen Gang höher. Dies zahlte sich auch aus. Einen herrlichen Treffer von halb rechts in den Winkel gelang dabei Marco Blaser. Er tanzte davor beinahe alle aus. Diese 2:0 lähmte die Zürcher Unterländer keineswegs, im Gegenteil. Sie versuchten mit Vehemenz an diesem Resultat noch vor der Pause etwas zu ändern. Es gelang ihnen vorerst nicht, das Spiel aber, war richtig lanciert.

Solide defensive Arbeit

Zu Beginn des zweiten Drittels musste Brandis zum zweiten Mal an diesem Abend in Unterzahl spielen. Brandis überstand diese Phase schadlos. Kaum war diese Spielsituation vorbei, klingelte es dennoch. Joel Scheidegger lancierte über rechts Florian Lüthi, dieser zog gegen das Tor und bezwang Gianluca Hauser in der linken oberen Torecke. Erneut ein sehenswerter Treffer des EHC Brandis. Bülach steckte aber keineswegs auf. In der 25. Minuten verkürzte Remo Ottiger zum 3:1. Kurz darauf verpasste Renato Schütz bei einer erstklassigen Chancen, den alten Torabstand wieder herzustellen. Das Spiel war jetzt hart umkämpft und schon gar nicht langweilig. Bei einer Bankstrafe gegen die Emmentaler, geriet Brandis mehr unter Druck, als ihnen lieb war. Gemeinsam hielten sie gegen aufsässige Zürcher den Kasten aber rein. Der EHC Brandis gab das Spieldiktat zunehmend aus den Händen.
Ebenfalls in den Startminuten des Schlussdrittels, wogte das Spiel auf und ab. Bülach suchte den Anschlusstreffer und Brandis die Entscheidung. Bülach stand dem Anschlusstreffer aber näher, als Brandis der Entscheidung. Erst nach etwa sechs Minuten im Schlussabschnitt entwickelte Brandis eine kleine Druckphase. Exakt in dieser Phase, gelingt Bülach das 3:2 durch Noe Giacobbe. Knapp drei Minuten vor der Sirene, verpasste binnen Sekunden Patrick Meyer die definitive Entscheidung herbei zu führen. Seine harten Schüsse landeten zweimal knapp neben dem Tor. Keine zwei Minuten vor dem Ende, fassten die Emmentaler noch eine kleine Strafe. Trotz sehr hektischen Sekunden, brachte Brandis den Sieg über die Runde. Es ist vor allem einer sauberen defensiven Arbeit der Emmentaler zu verdanken, dass Bülach nur an der Verlängerung riechen konnte.
(pmu)

Telegramm: EHC Brandis – EHC Bülach 3:2 (2:0, 1:1, 0:1)
Sportbetriebe Brünnli, Hasle BE. – 179 Zuschauer – Schiedsrichter: Leimgruber; Bachelut / Baumgartner
Torfolge: 12. Messerli (Liechti, Buri) 1:0, 17. Blaser 2:0, 22. Lüthi (Scheidegger) 3:0, 25. Ottiger (Lanz) 3:1, 46. Giacobbe 2:3
Strafen: Brandis 5-mal 2 Min ; Bülach 2-mal 2 Minuten
Brandis: L.Gasser; Scheidegger, R.Schütz; Schaad, Liechti; Oberli, M.Gasser; Mosimann, Tschanz;
Nägeli, Lüthi, Messerli; Buri, Holzer, Schlapbach; Steiner, Blaser, M.Meyer; Gurtner, Hain, P.Meyer.
Bülach: Hauser; Pozzorini, Bucher; Waller, Thomet; Pfister, Schnetzer; Ronner; Däscher, Boner, Ganz; Lemm, Tonndorf, Schaufelberger; Basarte, Ottiger, Lanz; Giacobbe, Stiefel, Walder; Andersen.
Bemerkungen:
Brandis ohne M.Schütz, Seematter (rekonvaleszent)
Bülach ohne (keine Angaben)