Wiki - Brandis 2:5

PMeyer Gurtner

EHC Wiki-Münsingen – EHC Brandis 2:5 (0:0, 1:3, 1:2)  

Nach Sieg in Sion gewinnt Brandis auch gegen Wiki 

Von Päscu Müller

Mit zwei tadellosen Leistungen vor allem in defensiver Hinsicht, bezwingt der EHC Brandis nach Sion am Mittwoch, auch den EHC Wiki-Münsingen. Vor allem in der defensiven Arbeit haben sich die Emmentaler gesteigert. Das Spiel blieb bis zum Schluss spannend, anbrennen liess Brandis aber nichts mehr.

Der EHC Brandis knüpfte an die starke Leistung vom Mittwoch in Sion an und gewinnt auch gegen Wiki-Münsingen mit einer tadellosen Leistung 5:2. Grundpfeiler auch da, eine äusserst kompakte Spielweise. Endete das Startdrittel noch torlos, legte Brandis zwischen der 28. und 34. Minute mit drei Toren durch Florian Lüthi, Matthias Seematter und Michael Gurtner, vor. «Wir sind wieder alle für einander gegangen», meinte auch Michael Gurtner zur gesteigerten Teamleistung gegenüber der Niederlagen-Serie. Brandis spielte in der Tat wie am Mittwoch gegen Sion wieder sein Eishockey. «Wir haben wieder das Spiel gemacht, wie wir es wollten». Das 3:0 durch Michael Gurtner war eine kleine Vorentscheidung. Es war ein herrlich herausgespielter Treffer. «Scheinbar hat der genau gepasst», meinte Gurtner mit einem Lachen im Gesicht. Stürmer Gurtner und sein Team haben diesen Sieg verdient. Es ist wieder der EHC Brandis, wie er noch vor zwei bis drei Wochen zu sehen war. Mit viel Kampfkraft, defensiv sauberer Arbeit von vorne bis hinten und einem funktionierenden Teamgeist. So darf es durchaus weitergehen.

Beide Teams defensiv solid
Keine Minute war das Spiel alt, als Renato Schütz erstmals Wikis Keeper Vock prüfte. Die Aaretaler tauchten zwei Minuten später mit Allemann gefährlich im Slot der Emmentaler auf. In dieser ersten Phase dieses Spiels, zeigten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei Wiki mehr Spielanteile besass. Dass sich kein Team etwas schenken wollte, wurde nach sieben Minuten sichtbar. Je ein Spieler wurde für übertriebene Härte in die Kühlbox verabschiedet. Da sich zwanzig Sekunden später ein weiterer Emmentaler dazu gesellte, spielte Wiki erstmals in Überzahl. Da brauchte es bereits eine tolle Abwehr von Lukas Gasser, um nicht in Rückstand zu geraten. Die nächste Chance kreierte dann der EHC Brandis. Erneut war es Renato Schütz mit einem satten Schuss, der Vock zu einer Parade zwang. Zwei Minuten später verpasste Wikis Baumgartner die leere Kiste von Brandis nur um Haaresbreite. Danach tankte sich Patric Buri bis vor den Slot und wurde in Extremis gestoppt. Waren es in den ersten fünf Minuten die Aaretaler, die das Zepter in die Hand nahmen, waren es gegen Ende des ersten Drittels die Emmentaler, die aufs Gaspedal drückten. Ein Zuspiel von Sven Nägeli wurde aber beispielsweise von Florian Lüthi nicht verwertet. Da beide Equipen defensiv äusserst diszipliniert agierten, geht das torlose Startdrittel völlig in Ordnung.

Drei Tore in knapp sechs Minuten
Zu Beginn des Mitteldrittels in etwa dasselbe Bild. Wiederum beide Teams kreierten sich eine Chance, für Brandis war es Marco Blaser, der aber zu wenig präzise abschloss. Irgendwie war es eine Frage der Zeit, bis eine der Mannschaften das Score eröffnet. Da aber beide Teams defensiv sehr kompakt agierten, blieb dieses Unterfangen vorerst verwehrt. Bis ein Fehler in der Abwehr von Wiki dem EHC Brandis den ersten Treffer ermöglichte. Ein Schuss aus dem Hinterhalt wurde ungenügend abgewehrt und Florian Lüthi bedankte sich mit dem 1:0. Nur eineinhalb Minuten später doppelten die Emmentaler nach. Es war ein sehenswertes Tor, welches Patric Buri einleitete und Matthias Seematter direkt zum 2:0 versenkte. Vier Minuten später der nächste sehenswerte Treffer. Diesmal bediente Sandro Hain, den rechtsstehenden Michael Gurtner. Dieser traf – erneut mit einem Direktschuss – präzise zum 3:0 ins hohe Eck. Wichtig dann die Phase in den letzten Minuten dieses Drittels. Brandis – mit einem Mann weniger – überstand das erste Boxplay schadlos, musste sich im Zweiten dann doch geschlagen geben. Topscorer Studer traf für Wiki zum 1:3. Zu Beginn des Schlussabschnittes bot sich den Emmentaler in Überzahl die Möglichkeit den Sack zu zumachen. Trotz eines ansprechenden Powerplays, gelang dies vorerst nicht. Wiki machte die Räume zu eng. Der Treffer fiel aber dann zehn Minuten vor der Sirene durch Kapitän Janick Holzer doch noch. Er verwertete ein Zuspiel von Renato Schütz zum 1:4. Wiki war aber keineswegs geschlagen, die Aaretaler marschierten vorwärts und erzielen drei Minuten vor dem Ende den Treffer zum 2:4 durch Baltisberger, welcher die Partie wieder spannend machte. Der Druck von Wiki wurde erhöht, zeitweise sah dies wie ein Powerplay aus. Zu mehr reichte es den Aaretalern aber nicht mehr, im Gegenteil: Mit einem Empty Netter machte Adrian Steiner alles klar.

(pmu)

Telegramm: EHC Wiki-Münsingen – EHC Brandis 2:5 (0:0, 1:3, 1:2)
Sportzentrum Sagibach, Wichtrach BE. – 510 Zuschauer – Schiedsrichter: Rüegg; Hollenstein/ Bohner
Torfolge: 28. Lüthi (Scheidegger) 0:1, 30. Seematter (Buri) 0:2, 34. Gurtner (Hain, Blaser) 0:3, 38. Studer (Dällenbach, Loretan) 1:3 (PP), 50. Holzer (R.Schütz) 1:4, 53. Baltisberger (Baumgartner) 2:4, 60. Steiner 2:5 (EN)
Strafen: Wiki 3-mal 2 Minuten   ;    Brandis 5-mal 2 Minuten
Wiki: Vock; Bruni, L.Steiner; Dällenbach, K.Marolf; N.Kormann, Gerber; Pianta; Studer, Loretan, P.Marolf; C.Kormann, Wenger, Reber; Baltisberger, Baumgartner, Allemann; Waber, Joch.
Brandis: L.Gasser; Scheidegger, Oberli; Seematter, Mosimann; Schaad, M.Gasser; M.Schütz, Tschanz; Nägeli, Lüthi, Steiner; R.Schütz, Holzer, Buri; Blaser, Hain, Gurtner; Messerli, Schlapbach, Liechti.
Bemerkungen:
Wiki keine Angaben
Brandis ohne P.Meyer, M.Meyer, Witschi (alle verletzt), Ersatztorhüter Melchior Lanz

Interview Michael Gurtner, Torschütze zum 0:3