Brandis - Dübendorf 2:4

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EHC Brandis – EHC Dübendorf 2:4 (2:1, 0:1, 0:2)

Brandis mit dritter Niederlage in Serie

Von Päscu Müller

Wie bereits gegen Bülach vor Weihnachten und am letzten Mittwoch gegen Düdingen, musste Brandis auch gegen Dübendorf als Verlierer vom Eis. Erneut brachten die Emmentaler eine Zwei-Tore-Führung nicht ins Trockene. Hauptgrund heute sicherlich die mangelnde Effizienz im Powerplay.

Fielen die ersten beiden Tore des EHC Brandis durch Sven Nägeli noch in Überzahl, haperte es ab Strafe vier gegen Dübendorf mit dem Torerfolg der Emmentaler gewaltig. Sieben weitere Möglichkeit blieben dabei ungenutzt, während hundert Sekunden gar mit zwei Mann mehr auf dem Eis, brachten für Brandis kein weiteres Tor. Topscorer Joel Scheidegger sah darin einen Hauptgrund: «Wir hatten viele Chancen im Powerplay und müssten dieses Spiel damit entscheiden, die Scheibe wollte einfach nicht rein», meinte er niedergeschlagen. Es dürfte in der Tat die mangelnde Effizienz im Powerplay gewesen sein, die den EHC Brandis in die dritte Niederlage in Serie führte. Scheidegger will aber darüber nicht lange lamentieren: «Klar nervt das jetzt noch, da müssen wir aber als Team durch und irgendwann werden die wieder reingehen». Die Art und Weise, wie Brandis dieses Spiel verloren hat, ist entscheidend. Denn die Chancen auf einen Sieg wären durchaus vorhanden gewesen. Aber einerseits bringen die Emmentaler erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit und andererseits ist da eben die, von Joel Scheidegger angesprochenen mangelnde Effizienz in Überzahl. Begann das Spiel für Brandis verheissungsvoll, endete es mit dem schnellen Gegenstoss Dübendorfs zum 2:3 mit einer Enttäuschung. Diese Enttäuschung war nicht nur Joel Scheidegger anzusehen.

Zwei Powerplay Tore durch Sven Nägeli
Erstmals einzugreifen hatte Brandis Keeper Lukas Gasser bereits in der ersten Minute. Es war ein schneller Gegenstoss von Dübendorfs Bührer, den er zunichtemachen musste. Bei der nächsten offensiven Aktion – diesmal von Brandis – stand sein Gegenüber Remo Trüeb im Fokus. Umso mehr, als noch ein Zürcher weniger auf dem Eis stand. Für dreissig Sekunden spielte Brandis gar in doppelter Überzahl. Die Zweifache nutzte Brandis zwar nicht, bei der anschliessenden Reststrafe aber schoss Joel Scheidegger und Sven Nägeli lenkte zum 1:0 für die Emmentaler ab. Da eine weitere Strafe gegen Dübendorf stehen blieb, spielte Brandis immer noch mit einem Mann mehr und reüssierte von Neuem. Erneut hiess der Torschütze Sven Nägeli. Bei beiden Treffern hatte zudem Patrick Meyer seinen Stock im Spiel. Danach glich sich die Partie, was die Spielanteile betrifft, wieder aus. Dass eine Zwei-Tore-Führung nicht einmal die halbe Miete wert ist, musste Brandis am letzten Mittwoch bei der Niederlage gegen Düdingen schmerzlich erfahren. Wie schnell eben ein Treffer gelingt, zeigte die 14. Minute, da brach der Dübendorfer Marco Suter durch und traf Backhand zum 2:1 ins Netz. Eine wunderschöne Kombination dann vier Minuten vor der Sirene: Sven Nägeli und Florian Lüthi kombinieren sich herrlich durch die Zürcher Abwehr, der Abschluss Lüthis aber landet am Gestänge. Zwei weitere Treffer an die Torumrandung sollten bis Spielende noch folgen. Trotz Brandis Powerplay in den letzten Minuten dieses Drittels, blieb es bei der 2:1-Führung der Emmentaler.  

Schneller Konter zum 2:3
Nach zwei Minuten im mittleren Abschnitt, die Emmentaler zum fünften Mal in diesem Spiel in Überzahl. Die beste Chance verpasste Renato Schütz am linken Pfosten. Als Kombination durchaus schön anzusehen, aber eben wenig effizient. Die nächsten Minuten gehörten offensiv den Zürchern aus Dübendorf. Zunehmend mussten auch kritische Torszenen zur Kenntnis genommen werden. Zeitweise konnten sich die Emmentaler kaum mehr aus der eigenen Zone befreien. Dabei standen sie aber defensiv meistens gut. Entlastung brachte eine weitere Strafe gegen Dübendorf. Wiederum scheiterte Renato Schütz mit zwei seiner Abschlüsse äusserst knapp. Zwei Strafen gegen Brandis in den letzten Minuten kurz hintereinander, erhöhten den Druck der Zürcher abermals. Ein Abschluss fand denn auch den Weg ins Netz, der EHC Dübendorf glich zum 2:2 aus. Erneut hiess der Torschütze Marco Suter.
Vielversprechend verlief der Start ins letzte Drittel, Brandis für neunzig Sekunden in doppelter Überzahl. Die Chancen zur Führung waren durchaus da, in ein Tor umgemünzt wurden sie nicht. Fünf Minuten später, abermals die Möglichkeit für Brandis im Powerplay wieder ein Tor vorzulegen. Was bei den ersten Strafen gegen Dübendorf noch klappte, nämlich der Torerfolg, wurde Brandis erneut verwehrt. Bei der nächsten Zürcher Strafe – es war bereits die zehnte – wurde es richtig gefährlich. Das Tor aber blieb wie vernagelt. Und wer sie nicht macht, kassierte sie. Es war ein blitzschnell vorgetragener Konter von Widmer, über Theodoridis den Seiler erfolgreich abschloss. Da spielt Brandis minutenlang in Überzahl, trifft die Kiste nicht und beim nächsten Gegenstoss liegen die Emmentaler 2:3 hinten. Das 2:4 ins leere Tor durch Andreas Bührer, besiegelte die Niederlage des EHC Brandis definitiv.

(pmu)
Foto: Marcel Bieri

Telegramm: EHC Brandis – EHC Dübendorf 2:4 (2:1, 0:1, 0:2)
Sportbetriebe Brünnli, Hasle, BE. – 210 Zuschauer – Schiedsrichter: Fabre, Burgy/ Francey
Torfolge: 4. Nägeli (Scheidegger, P. Meyer/Ausschluss Seiler) 1:0. 6. Nägeli (M.Schütz, P.Meyer/Ausschluss Seiler) 2:0. 14. Suter 2:1. 40. Suter (Widmer/Ausschluss Steiner) 2:2. 55. Seiler (Theodorids, Widmer) 2:3. 60. Bührer (Barts, Falett) 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: Brandis: 3x2 plus 1x10 Minuten (Steiner). Dübendorf 10x2
Brandis: L.Gasser; Scheidegger, Oberli; Seematter, Mosimann; Schaad, Tschanz; M.Schütz, M.Gasser; Nägeli, Lüthi, P.Meyer; Buri, Holzer, Steiner; Gurtner, R.Schütz, Messerli; Schlapbach
Dübendorf: Trüb; Hurter, Roth; Hebeisen, Breiter; Röthlisberger, Stettler; Piai; Widmer, Seiler, Barts; Bührer, Falett, Schumann; Kreis, Suter, Beeler; Müller, Theodoridis, Alena.
Bemerkungen:
Brandis ohne Hain (verletzt), M.Meyer, Witschi (rekonvalsenzent), Blaser
59:32 – 59:48 Brandis ohne Torhüter L.Gasser
Dübendorf komplett

Interview mit Topscorer Joel Scheidegger zur 2:4-Nederlage gegen Dübendorf