EHC Brandis – SC Lyss 2:3

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Wer die Tore nicht schiesst.....

Da dominiert der EHC Brandis die Partie gegen den SC Lyss praktisch die ganze Spielzeit, hat unzählige gute Abschlussmög-lichkeiten und muss am Ende doch mit einer Niederlage das Eis verlassen. Einmal mehr bewahrheitet sich hier der abgenutzte Spruch von wer die Tore nicht schiesst der bekommt sie.

Bezüglich Spielanteilen und Puckbesitz stand der Startabschnitt ein-deutig zugunsten der Einheimischen, die von Anfang an mit viel Druck agierten. Allerdings wurde der erste Anfangsschwung bereits nach 25 Sekunden durch Head Derada gestoppt, als er Jürg Dällennach vom EHC Brandis zwei plus zehn Strafminuten (Check gegen Kopf) ver-passte. Zwar konnten die Emmentaler diese Unterzahl noch unbe-schadet überstehen, doch als Lüdi in der sechsten Minute ebenfalls in der Kühlbox war, mussten sie durch einen Slapshot von Beer trotz-dem den ersten Gegentreffer entgegen nehmen. Immer und immer wieder kam Brandis zu guten Abschlussmöglichkeiten, doch allzu oft versuchte man die Scheibe ins gegnerische Tor zu tragen statt es mit einem direkten Schuss zu versuchen. Der Ausgleich zum 1:1 nach einer Viertelstunde, war deshalb angesichts des Chancenplus längst verdient.

Nicht ganz an die Qualität des Startabschnitts kam das Mitteldrittel. Die Seeländer erhielten etwas mehr Freiraum und bekamen dadurch etwas mehr Spielanteile wobei jedoch die 2:1-Führung keineswegs zwingend war. Brandis reagierte zwar, benötigte jedoch in der 34. Minute eine Powerplayphase um erneut auszugleichen.

Bitteres Spielende für den EHC Brandis

Spielerisch gehörte der Schlussabschnitt wieder den Platzherren, jedoch nicht bezüglich Torausbeute. Die faktisch hundertprozentigen Torchancen häuften sich doch die Gäste verhinderten mit einem aus-gezeichneten Keeper Zaugg erfolgreich einen Torjubel der Emmenta-ler. Vor dem Tor agierten sie oft zu ungeschickt und nutzten selbst die aufgelegtesten Möglichkeiten nicht. War es Unvermögen, war es Un-konzentriertheit, am nächsten kommt man dem wohl damit dass oft zu kompliziert agiert wurde. Die Seeländer kamen kaum mehr zu guten Möglichkeiten, ausser19 Sekunden vor Ende des dritten Drittels als sie keineswegs zwingend den EHC Brandis ins Elend brachten. Eine Niederlage die angesichts der hochgesteckten Ziele schmerzt. Somit hat es aus den drei Heimspielen die Brandis innert einer Woche ab-solvierte gerade zwei magere Pünktchen gegeben. Zuwenig wenn man einen oberen Playoffplatz beanspruchen will.

Telegramm

EHC Brandis – SC Lyss : (1:1, 1:1,0:1)

Sporthalle Brünnli, Hasle b.B. – 172 Zuschauer – Schiedsrichter: De-rada; Fausel / Diggelmann

Torfolge: 7. Beer (Hirsbrunner, Gerber / Ausschl. Lüdi) 0:1, 15. Witschi (Zurflüh, Studer) 1:1, 27. Schmid (Gerber) 1:2, 34. Joss (Da-niel Bieri, Keller) 2:2, 60. (59:41) Gerber (Allemann) 2:3

Strafen: Brandis 5-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Min. Dällenbach), Lyss 5-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Min. (Inniger)

Brandis: Kunz; Uwer, Mosimann, Reinhard, Daniel Bieri, Soltermann, Kobel, Lüdi, Hain, Nägeli, Keller, Holzer, Steiner, Dällenbach, Zurflüh, Witschi, Joss, Kalbermatten, Studer.

Lyss: Zaugg; Oberson, Allemann, Hirsbrunner, Schmid, Jöhl, Gerber, Beer, Küffer, Mäder, Frutig, Krebs, Steinegger, Inniger, Friedrich, Lürhi, Pfeiffer, Bühlmann
Brandis ohne Heinzmann (verletzt)